Gesellschaft News Titel — 21 Dezember 2012

Was war, was wird…

blu-News wünscht Frohe Weihnachten! (Bild: Klaus Steves / pixelio.de)

Wieder neigt sich ein bewegtes Jahr dem Ende zu. Ein Jahr, in dem Deutschland und Europa mit herbem Demokratieverlust und der Einführung der größten Badbank des Universums, dem ESM, für die Rettung von Banken, Staaten und letztlich seiner Währung bezahlen mussten. Der Bailout, einst völlig ausgeschlossen, dann einmaliger Sündenfall, wurde in diesem Jahr endgültig institutionalisiert. Von 2012 aus ergeht die traurige Botschaft an zukünftige Generationen: Willkommen in der Transferunion.

Nicht nur die EU beschäftigte uns 2012, historisch nicht weniger bedeutend war das, was im Norden Afrikas geschah. Der Arabische Frühling wurde spätestens in diesem Jahr zum Islamischen Winter. Und nicht einmal jene, die frühzeitig mahnten, das Unvermeidbare kommen sahen und mit ihren Vorhersagen in den weiten Sphären des Internets Recht behalten sollten, können sich wirklich darüber freuen, dass nun in Ägypten der Islamismus regiert und konstitutionell gefestigt ist.

Und was geschah hier, in Deutschland? Der Fall der NSU-Morde hielt die Nation in Atem. Besser gesagt jenen Teil der Nation, der darin seinen politischen Nutzen sah. Dieser Teil ist groß, dieser Teil ist mächtig, dieser Teil hält die Medienwelt fest im ideologischen Würgegriff. So erklärt sich, dass den NSU-Morden 2012 eine mediale Aufmerksamkeit zuteil wurde, als wären Uwe, Uwe und Beate mit einem Jumbojet in den Burj Kalifa gestürzt. So dringend notwendig die Aufarbeitung der beschämenden Taten fraglos ist, so übertrieben war und ist doch auch die Gewichtung dieser Taten, mutmaßlich begangen von zwei, vielleicht drei Außenseitern. Immerhin hat das auch sein Gutes: Diejenigen, die zehn Morde von drei Verbrechern gewichten, als wären es 10.000 Morde gewesen, begangen von einer durchweg verbrecherischen Gesellschaft, die gleichwohl nimmermüde werden, andere schlimme Taten, begangen von anderen Verbrechern aus anderen ideologischen Gefilden herunterzuspielen, verlieren sukzessive ihre Glaubwürdigkeit.

Womit wir bei den guten Nachrichten aus 2012 wären. Christian Wulff, der personifizierte Taugenichts des Parteienblocks, wurde mit Ach und Krach aus dem Amt gejagt. Sein Nachfolger ist ein Bundespräsident, der zumindest oberflächlich den Begriff der Freiheit symbolisiert, der keine Marionette im Parteienfilz ist, der wenigstens die Hoffnung weckt, sich nicht durchweg und ausnahmlos bis ans Ende seiner Präsidententage im Berliner Politikschleim zu suhlen.

Weitere gute Nachrichten waren: In Bonn entging Deutschland ein Mal mehr knapp dem blutigen Schrecken eines islamischen Terroranschlags, in Frankfurt wurde der größte politische Schandfleck der Nation, das Occupy-Camp, geräumt, in Berlin offenbart der größte infrastrukturelle Schandfleck Europas, der Pannenflughafen BER, die gänzliche Unfähigkeit derer, die heuer in Amt und Würden sind. Allen voran, in diesem Fall, des dunkelroten Oberbürgermeisters Klaus Wowereit (SPD), der, wäre er nicht dunkelrot, längst geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt worden wäre.

Die allerbesten Nachrichten aber waren freilich: Die Welt ging zur allgemeinen Überraschung aller Naturwissenschaftler am 21. Dezember doch nicht unter. Und: Seit Januar diesen Jahres gibt es ein neues Online-Magazin namens blu-News, das die deutsche Medienlandschaft um ein kritisches und vor allem unabhängiges Angebot bereichert.

Nach Monaten des Schreibens und Recherchierens in der spärlichen Freizeit nimmt sich die blu-Redaktion nun eine wohlverdiente Auszeit, um im Kreise von Familien und Freunden das Fest der Besinnlichkeit zu feiern, das sich übrigens auch als Atheist ganz wunderbar feiern lässt (wer kann schon ernsthaft etwas gegen schöne Tage im Kreise seiner Liebsten haben?).

Daher wird es in den kommenden Tagen auf blu-News etwas ruhiger zugehen, um dann im neuen Jahr umso engagierter fortzusetzen, was 2012 begonnen wurde. Und wer weiß, was uns 2013 Berichtenswertes liefern wird. Eines steht jedenfalls schon heute fest: Es wird sicher nicht langweilig werden.

Nun wünschen wir allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit in unserem ersten Jahr, natürlich auch fürs Spenden, Kommentieren und Weitersagen. Wir hoffen, dass auch Sie die kommenden Tage im Kreise ihrer Liebsten feiern und genießen können. Und wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Herzlichst, Ihre blu-Redaktion.

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(8) Readers Comments

  1. Danke gleichfalls.

  2. Liebes blu-Team!
    Danke für die tollen und politisch unkorrekten Artikel! Bleibt dran! Allen Blu-lern schöne Weihnachten und ein besseres neues Jahr!!!

  3. LIebes blu-News Team, Danke für eure interessanten, erfrischenden Artikel, Serien, Kommentare, etc. Danke für die unglaublichen Recherche-Arbeiten und den Mut, sich dem Mainstream entgegenzustellen! Schöne Weihnachtsfeiertage und weiter so im neuen Jahr.

  4. Auch von mir die besten Weihnachtswünsche an das Team von blu-news!

    Ich lese die Texte hier mit großem Interesse – und auch wenn ich nicht allem hier immer zustimmen kann (was auch normal und richtig ist – Meinungsfreiheit!), erfreuen mich doch in den allermeisten Fällen Tonfall, Niveau und Recherche, die diese Seite von anderen, die sich ebenfalls dem politkorrekten Mainstream entgegenstellen, positiv abheben.

    Schön, daß Ihr das hier macht, auch im nächsten Jahr werde ich gern weiter mitlesen und mitdiskutieren.

  5. Bin auch jetzt erst von den allgemeinen Feierlichkeiten heimgekehrt und wünsche ebenfalls allen ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr 2013!

    Ich kann dem Blu News Forum nur gratulieren. Ton, Sprache und Inhalte stimmen und es geht in diesen turbulenten Zeiten nicht unter die Gürtellinie, sondern auf inhaltliches, argumentatives Niveau und das ist die stärkte Waffe.

    2012 war schon für die Freunde der Freiheit ein übles Jahr und das wird 2013 alles heiter weitergehen und es brauen sich extrem dunkle Wolken auf. Ich denke aber, dass immer mehr Menschen auf diese Form der Informationsgewinnung zu bringen sind und wir müssen nur unermüdlich die Werte der Freiheit betonen und forcieren und die akuten Fehlentwicklungen (speziell seit 2008) aufzeigen. Sonst marschieren wir unermüdlich in eine neue Form eines totalitären, sozialistischen Systems.

    Best

    Peter

  6. Von mir verspätet (die Familie hielt auf Trab):
    Frohe Weihnachten gehabt zu haben.

    ” Sein Nachfolger ist ein Bundespräsident, der zumindest oberflächlich den Begriff der Freiheit symbolisiert, der keine Marionette im Parteienfilz ist, der wenigstens die Hoffnung weckt, sich nicht durchweg und ausnahmlos bis ans Ende seiner Präsidententage im Berliner Politikschleim zu suhlen.”

    Dieser Abschnitt liest sich nach der Weihnachtsansprache (die keine Weihnachtsansprache sondern eine politische Durchhalteparole war) mit einem gewissen Bauchgrimmen. Allerdings wurde der Artikel ja auch vor der Ansprache veröffentlicht.

    (Ob Beate Z. wohl zu Weihnachten einen Präsentkorb von indymedia oder den Grünen bekommen hat? scnr)

  7. Ja, da hat Prof. Kantholz recht. Die Rede von Gauck hatte es in sich und das ein christlicher Pfarrer soviele Lügen und dummes Zeug von sich geben kann (oder muss?), ohne auf der Stelle vom Teufel geholt zu werden, reiht sich nahtlos in dieses bisher grauenvolle politische Jahr ein.

    Man lese die ca. 350 Leserantworten der ehrwürdigen FAZ zum Beitrag “Gauck fordert engagierte Bürger”. Ich würde von fast 100% Empörung ausgehen. Wir werden hier auf Blu News noch viel an Aufklärungsarbeit zu erledigen haben…

    Best

    Peter

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