Allgemein Leitartikel Titel — 19 Dezember 2012

Leitartikel: Islamische Vordenker und die schrittweise Anleitung zur Islamisierung

Islamwissenschaftler zeigt auf, wie muslische Chefideologen Anleitungen für die Islamisierung des Westens erteilen (Bild: Fußgängerzone München; Rechte: blu-NEWS)

Die personifizierte politische Korrektheit – Michael Lüders (Bild: Youtube; Quelle: Phönix; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Wer kennt ihn nicht – Michael Lüders, der selbsternannte Experte für Islam, Terrorismus und den Nahen Osten. Je nach Thema gibt er den personifizierten erhobenen Zeigefinger in den medialen Plapperrunden.

Unzählige Male schon schaffte es Lüders in seinem „Spezialthema“ Islam ohne mit der Wimper zu zucken, politisch inkorrekte Ereignisse politisch korrekt umzudeuten und in die deutsche Öffentlichkeit zu entlassen. Wer seine gänzlich falsche Einstellung zum Nahen Osten, seine verschüttete Affinität zur Terrorgruppe Hamas oder einfach nur ein eventuell etwas verkrampftes Verhältnis zum Islam korrigieren und auf eine politisch einwandfreie Spur bringen möchte, kann dies mithilfe der Homepage „Michael Lüders – Nahostberatung“ tun.

Beinahe verwundert reibt man sich die durch jahrelanges geistiges Einstampfen von „Islam-ist-Friede“-Mantras getrübten Augen, wenn man die Stellungnahme von Carsten Polanz zum Thema Islamisierung des Westens liest. Auf dem christlichen Nachrichtenportal idea wie auch in der Pressemitteilung des Institut für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz (Bonn) befasst sich der Islamwissenschaftler Carsten Polanz mit der Frage: Welche Strategie verfolgen islamistische Vordenker?

Schritt für Schritt wird der Westen muslimisch

Islamwissenschaftler Carsten Polanz (Bild: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Original: Siehe Link)

In seiner Abhandlung spricht Polanz offen von der muslimischen Strategie, den Westen in einem siebenstufigen Plan zu unterwerfen. Diese schrittweise Islamisierung verfolgen vor allem gemäßigte islamische Gelehrte. Eine Schlüsselfigur sei der in Katar lebende ägyptische Fernsehprediger Yusuf al-Qaradawi. Der Medienscheich und Autor von mehr als 130 Büchern wird als Chefideologe der Muslim-Bruderschaft gehandelt.

Die am vergangenen Sonntag durchgeführte Volksabstimmung über die neue ägyptische Verfassung wurde von Yusuf al-Qaradawi maßgeblich mit ausgearbeitet. Polanz bemerkt zu der zunehmenden Islamisierung und Hinwendung Ägyptens zu einem Gottesstaat, dass gerade jene Ägypter, die ihr Leben für einen neuen säkularen Staat riskiert haben und für Menschen- und Bürgerechte ohne Scharia-Vorbehalt eintraten, sich nun einer islamischen Schein-Demokratie gegenübersehen. Die Strategie, die Gesellschaft allmählich hin zu einem Staat „unter der Leitung der göttlichen Scharia“ zu bringen, geht auf.

Am Ende der Scharia-Staat

Nicht mit Schwert oder Kampf, sondern mit Predigt und Ideologie soll sich nach dem Gutdünken von al-Qaradawi der Islam in Europa durchsetzen. Um seine Ziele zu verwirklichen, habe al-Qaradawi mehrere Institutionen gegründet, etwa die Internationale Union Muslimischer Gelehrter in London.

Die rund 20 Millionen Muslime in Westeuropa und die 7 Millionen in den Vereinigten Staaten bieten ein Eldorado für die muslimische Missionierung. Polanz sieht gerade in der politischen Freiheiten des Westens unvergleichliche Chancen, da es hierbei keineswegs nur um den persönlichen Glauben, sondern auch um die Durchsetzung einer islamischen Gesellschaftsordnung geht. Am Ende stehe idealerweise ein ganz von der Scharia beherrschter Staat, so der Islamwissenschaftler.

Siebenstufiger Prozess der Islamisierung

Laut al-Qaradawi durchlaufen die islamischen Minderheiten im Westen einen siebenstufigen Prozess. In der fünften Phase komme es derzeit durch den Bau von Moscheen und die Gründung islamischer Schulen zum Aufbau eigener Institutionen. Im sechsten Schritt gewöhne sich die nicht-muslimische Mehrheitsgesellschaft an die dauerhafte und sichtbare Präsenz des Islam. Nach al-Qaradawis Vision sollen sich Muslime um Professionalisierung auf allen Ebenen bemühen. Danach sollten sie Schlüsselpositionen einnehmen, um die westlichen Wissenschaften und ihre Konzepte der Demokratie und der Menschen- und Bürgerrechte zu islamisieren.

Polanz, als Doktorand der Islamwissenschaften bestens mit dem Thema vertraut, weist darauf hin, dass sich die „Islamischen Vordenker“ einer neuen Sprache bedienen. Al-Qaradawi wie zum Beispiel auch der Vorzeigeimam der Penzberger Gemeinde Bajrambejamin Idriz (blu-NEWS berichtete ausführlich) beschreiben den Islam öffentlich ausschließlich als eine Religion des Friedens und der Toleranz. Der Heilige Krieg sei nichts weiter als ein innerer Kampf des Muslim. Selbst das menschenunwürdige Rechtssystem der Scharia wird von Scheindemokraten wie Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, als Garant für soziale Gerechtigkeit und mit unserem Grundgesetz durchaus vereinbar präsentiert.

Ideologiescher Einpeitscher Yusuf al-Qaradawi – Kämpft für die Islamisierung Europas (Bild: facebook; Quelle: facebook; Original: Siehe Link)

„Islam ist Friede” – Fragt genau nach!

Man solle sich jedoch nicht durch diese Begriffe beeindrucken lassen, so Polanz. Man sollte vielmehr öffentlich klären, und konkret nachfragen: „Wird die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, von Muslimen und Nicht-Muslimen uneingeschränkt anerkannt und befürwortet? Im Familienrecht, im Erbrecht, im Prozessrecht, im Strafrecht? Wird das Gewaltmonopol des Staates uneingeschränkt anerkannt, also auf das Prinzip der Vergeltung verzichtet? Werden das private und öffentliche Recht und die Gerichtsbarkeit in Deutschland uneingeschränkt akzeptiert?“

Neu sind die Ideen zur Islamisierung des Westens durch das Vorgaukeln eines gemäßigten Islam nicht. Neu allerdings ist die unverholene Sprache und Offenlegung dieses Vorhabens durch christliche Medien. Das publizierende evangelische Institut für Islamfragen sieht sich als ein Netzwerk von Islamwissenschaftlern. In der Selbstdarstellung wird als eines der Hauptanliegen des Instituts ein respektvoller und sachbezogene Umgang von Christen und Muslimen genannt. Dabei sollen sowohl Missverständnisse über den Islam und über Muslime ausgeräumt werden. Herr Polanz dürfte dazu beitragen, das tatsächliche Ansinnen islamischer Vertreter und deren Fernziel zu verstehen. (BS) 

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(1) Reader Comment

  1. Ein nur zu empfehlender, ebenso kundig intendierter wie bleibend mitzubedenkender Artikel. Aktuell auch und beispielsweise anhand des unter http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/mazyeks_maerchenstunde nachzulesenden Textbestandes. Aktuell, leider.

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