Frankfurt Regional — 07 Dezember 2012

Eilmeldung: Straßenräuber verschanzt sich in Frankfurter Innenstadt

Derzeit Schauplatz eines Großeinsatzes der Polizei: Die Hauptwache in Frankfurt (BIld: Simsalabimbam; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Ein bewaffneter Straßenräuber hat sich in einem Gebäude in der Frankfurter Innenstadt verschanzt. (MIT UPDATE)

Wie die Bild-Zeitung berichtet, findet aktuell in der Frankfurter Innenstadt ein Großeinsatz der Polizei statt. Demnach hat sich ein bewaffneter Mann nach einem Überfall in einem Geschäftshaus verschanzt. Die Gegend rund um die zentralen Plätze Roßmark und Hauptwache wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz und durchsucht das Gebäude. Auch Hubschrauber sind über dem Tatort im Einsatz.

Hauptstadt des Verbrechens

Auf traurige Weise passt der Vorfall zu einem aktuellen Artikel auf Focus-Online, laut dem Frankfurt auch im Jahr 2012 die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate ist. Tatsächlich herrschen in manchen Frankfurter Gegenden Zustände, die eher an US-Amerikanische Metropolen erinnern. Insbesondere Jugendgewalt, Raubüberfälle und Drogenhandel sind in zahlreichen sozialen Brennpunkten, aber auch im zentral gelegenen Bahnhofsviertel, an der Tagesordnung.

Allerdings zeichnet die Statistik ein etwas verzerrtes Bild, da sie die Anzahl der Delikte pro Einwohner abbildet. Da Verbrechen am Tatort erfasst werden, fließen zahlreiche Vergehen von Nicht-Frankfurtern an Deutschlands größtem Flughafen genauso in die Statistik mit hinein, wie die Taten der gut 400.000 Pendler, die jeden Tag aus umliegenden Gemeinden in die Stadt strömen. Dass Frankfurt aber dennoch kein allzu sicherer Ort ist, zeigt der aktuelle Vorfall einmal mehr höchst eindrucksvoll. (ME)

UPDATE:

  • Schüsse im Gebäude. Wie der Nachrichtensender N-TV berichtet, sollen im betroffenen Gebäude Schüsse gefallen sein. Sanitäter seien in das Gebäude gegangen. Es soll sich um einen Schusswechsel gehandelt haben. Das Gebäude wurde teilweise evakuiert, es befinden sich aber wohl noch Zivilisten darin. Ob der Täter Geiseln genommen hat, ist unklar.
  • Filmreife Szenerie. Wie N-TV mittlerweile berichtet, hat sich vorher eine Filmreife Szenerie abgespielt: Zwei serbische Geschäftsleute hoben einen großen Betrag von mehreren Zehntausend Euro bei einer Bank ab. Daraufhin wurden sie von einem bewaffneten Mann überfallen, der mit ihnen in ein Auto stieg. Dann gelang einem der beiden Serben mit dem Geld die Flucht, der Täter folgte ihm vergeblich und verschanzte sich dann in dem Geschäftshaus. Nach wie vor ist unklar, ob er dort Geiseln nehmen konnte. Von dem serbische Geschäftsmann und dem Geld fehlt jede Spur.
  • Durchsuchung abgeschlossen, Täter spurlos verschwunden. Wie N-TV aktuell berichtet, hat die Polizei das Gebäude komplett durchsucht, vom Täter fehlt jede Spur. Die Menschen, die noch im Gebäude waren, konnten evakuiert werden. Die Hintergründe bleiben weiter unklar.

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