Der FW-Konflikt Innenpolitik News Titel — 22 November 2012

Exklusiv: Hubert Aiwanger attackiert die Frankfurter Freien Wähler

Geraten innerhalb der Freien Wählern zunehmend aneinander: Der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger (links) und der Frankfurter Fraktionsvorsitzende Wolfgang Hübner (Bild Aiwanger: Sigismund von Dobschütz; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link; Bild Hübner: Freie Wähler Frankfurt)

Am Mittwoch fanden im Künstlerhaus München die Nymphenburger Gespräche statt. Die Überschrift lautete: „München ist bunt – na und?“ Dabei wurde dem Chef des Bundesverbandes der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, aus dem Publikum eine eher allgemein gehaltene Frage gestellt. Die Reaktion Aiwangers ließ auf die wahren Hintergründe eines möglichen Ausschlussverfahrens gegen Wolfgang Hübner, den Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler im Frankfurter Römer, schließen. Und es zeigte sich, dass Aiwanger es längst nicht nur auf Hübner abgesehen hat.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), die Bundesjustizministerin Leutheuser-Schnarrenberger (FDP), Bayerns Staatsminister für Unterricht und Kultus Ludwig Spaenle (CSU), Margarete Bause (Grüne) und der Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger – das war die illustre Runde, die sich am Mittwoch zu den Nymphenburger Gesprächen im Künstlerhaus München einfand. Die Überschrift lautete: „München ist bunt – na und?“ Eine Debatte zu einem Thema also, bei der das unzensierte Wort der Bürger eher unwillkommen, wenn nicht gar gefürchtet ist (über die Veranstaltung wird auf blu-News in den kommenden Tagen noch gesondert berichtet).

Problematischer Zuwanderer Thilo Sarrazin

Besonders bemerkenswert war allerdings, was Aiwanger auf eine Frage aus dem Publikum geantwortet hat: „Auf welche Weise grenzen Sie sich gegen rechtspopulistische, insbesonders islamfeindliche Strömungen ab?“, hatte jemand angeblich brav auf ein Fragekärtchen geschrieben. Ein Kärtchen, das – wie alle anderen – vor dem Verlesen einer  zweifachen Auswahl unterzogen wurde. Einmal durch den Veranstalter, einmal durch den Moderator.

Verschiedene Strömungen könne man zunächst einmal nicht als störend empfinden, antwortete der Vorsitzende der Freien Wähler. Doch schon im zweiten Satz kam Aiwanger auf den Punkt: „Ich kann mir vorstellen, die Frage zielt auf die Freien Wähler in Frankfurt ab.“ Daraufhin setzte der Niederbayer zu einer langen Erklärung an, warum er nicht so kann, wie er denn gern möchte.

„Ich subsumiere das unter die gleiche Geschichte wie Sarrazin“, zeigte Aiwanger die Richtung seiner Überlegungen auf. In der vorangegangenen Diskussion hatte man in Reihen des Podiums klargestellt, dass Thilo Sarrazin als der Teufel der Zuwanderungsdebatte zu gelten habe. Dies machte plastisch eine als Scherz verkleidete Bemerkung des gar nicht moderaten Moderators, Prof. Dr. Armin Nassehi, klar. Nachdem er Ude und Bause einen argumentativen Elfmeter nach dem anderen aufgelegt hatte, merkte der Soziologe an: „Es gab sehr wohl eine problematische Zuwanderungsgruppe. Das sind die Hugenotten. Ohne deren Zuwanderung hätten wir die Sarrazin-Debatte nicht gehabt.“ Prof. Nassehi, der sich im Laufe des Abends wortreich über den Alltagsrassismus in Deutschland beklagte, spielte damit auf die hugenottischen Vorfahren des ehemaligen Bundesbankers Sarrazin an.

„Ich versuche diese Leute loszuwerden“

In das so vorbereitete Klima hinein sagte Aiwanger: „Sarrazin ist SPD-Mitglied. Die Freien Wähler in Frankfurt haben mit Sarrazin kokettiert; zumindestens einige Leute in der Führungsschicht.“ Dass ihm die Führung der Frankfurter Gruppe rund um ihren Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Hübner ein Dorn im Auge ist, hatte Aiwanger schon in der letzten Woche deutlich zu verstehen gegeben. Voran gegangen war ein kritischer Zwischenruf Hübners zur Berichterstattung über die NSU-Morde. Diesen nahm die bayerische Landtagsfraktion der Freien Wähler zum Anlass, sich ausführlich über den Text zu empören und den Ausschluss „der Urheber“ anzukündigen.

Am Mittwoch aber begründete Aiwanger das angekündigte Ausschlussverfahren nicht mehr mit dem „Zwischenruf“ des Frankfurter Fraktionsvorsitzenden. Vielmehr wurde deutlich, dass Hübners kritische Positionen in der Integrationsdebatte der wahre Grund für Aiwangers Kampagne sind. Zudem wurde klar: Es geht dem Bundesvorsitzenden der Freien Wähler längst nicht nur um Hübner allein. Aiwanger und sein Adlatus Michael Piazolo zielen offenbar auf die gesamte Führungsriege der Frankfurter Freien Wähler ab.

Dabei wissen Aiwanger und Piazolo, dass ihr Vorgehen nicht ohne Probleme ist. „Ich versuche diese Leute loszuwerden, das sage ich ganz offen“, ließ sich der Chef der Freien Wähler für seinen vermeintlichen Mut feiern. „Aber die SPD hat es nicht geschafft, den Sarrazin auszuschließen.“ Warum der Ausschluss für die SPD unmöglich war und auch bei den Freien Wählern sehr wahrscheinlich scheitern werde, erklärte Aiwanger wie folgt: „Ich muss schauen, wie weit ich komme, wenn die sagen: ‘Das werde ich wohl sagen dürfen, dass wir hier Probleme mit Einwanderern haben’. Ich versuche hier zu tun, was ich kann.“ Offensichtlich enttäuscht ob der Wirkung eines Grund- und Menschenrechtes in Deutschland fügte Aiwanger noch hinzu: „Aber die Überschrift der Meinungsfreiheit ist dann häufig Endstation (für Verfahren zum Parteiausschluss, Anm. d. Red.)“.

„Weniger reden, mehr wissen“

Gut möglich also, dass den Freien Wählern in Frankfurt gleich mehrere Ausschlussverfahren bevorstehen. Hübner selbst reagierte betont gelassen auf die neuerlichen Giftpfeile aus der bayerischen Landeshauptstadt. Auf Nachfrage von blu-News sagte der Frankfurter Freie Wähler: „Der Bundesvorsitzende verstößt mit seinen neuerlichen Äußerungen über die Freien Wähler in Frankfurt abermals gegen die geltende Satzung, wonach interne Auseinandersetzungen sachlich und fair zu führen sind. Zudem hat er keinerlei Befugnis, sich in die Angelegenheiten des eingetragenen und selbständigen Frankfurter Vereins einzumischen, der schon bestand, als Herr Aiwanger noch kein Freier Wähler war.“

Weiter kündigte Hübner an: „Sollte er versuchen, mich und andere Mitglieder aus der Bundesvereinigung auszuschließen, dann wird er sein ganz spezielles Sarrazin-Erlebnis bekommen. Was die inhaltlichen Vorwürfe betrifft, muss er nur das Wahlprogramm der Freien Wähler in Frankfurt und deren Publikationen zum Thema Integration lesen, um zu erfahren, wie falsch er liegt.“ Aiwanger solle „weniger reden, mehr wissen“, das hätte „noch keinem Bundesvorsitzenden geschadet.“ (CJ)

Kommentar zum Thema: Keine bürgerliche Alternative

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(22) Readers Comments

  1. Der Herr Obfisoft wird bei der nächsten Bayernwahl hoffentlich sein blaues Wunder erleben. Linkspopulistisches Geschwurbel gepaart mit einer angedeuteten Koalition der FW und dem Extremsozialisten aus München. Das kommt garantiert nicht gut an. Kein Wunder, dass die CSU schon wieder an der absoluten Mehrheit kratzt. Das liegt nicht an deren Stärke sondern an den seltsamen Gegenspielern.

  2. Dieser vollkommen unabhängige niederbayerische Gesprächskreis hat sich an einer Demonstration in München der FW gegen den ESM beteiligt. Die Reden strotzten nur so an Ab- und Ausgrenzung. Trotz großer Rhetorik konnte Aiwanger nicht überzeugen. Das gelang einzig Frau von Storch, der man ihren Einsatz als ehrlich abnimmt. Die FW wollen mit Ude und Grünen an die Macht, sie wollen Ministerposten haben. Mehr steckt hinter diesen FW nicht. Wir haben dazu einen Bericht im Juni auf unserer Berichtseite http://www.runder-tisch-niederbayern.de mit Bildern (die verwendet werden können) und auf unserer Meinungsplattform http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/06/02/ eingestellt.

  3. Allmählich sollte jeder liberal-konservativ denkende Bürger begriffen haben, dass die sog. “Freien Wähler” alles andere als “frei” und schon gar nicht wählbar sind. Die FW sind ein Abklatsch der Altparteien und haben wohl vor allem die Funktion, das Aufkommen einer echten Oppositionskraft in Deutschland zu verhindern. Hoffentlich bekommen das endlich auch einige Gefolgsleute der “Wahlalternative 2013″ mit, die sich ja als eine Unterstützerorganisation der FW gerieren. Ich frage mich ohnehin, was Persönlichkeiten wie Starbatty, Schachtschneider und Spethmann bei der “Wahlalternative” wollen. Das sind erklärte Gegner des Euro und Befürworter einer Rückkehr zur D-Mark. Die FW dagegen sollen am Euro festhalten. Schon deshalb werden die meine Stimme nicht bekommen.

  4. Die Freien Wähler, die ich ursprünglich wegen Hans-Olaf Henkel wählen wollte, kann man also auch vergessen. Abgehakt. Offenbar wollen die Deutschen mehrheitlich, dass ihr Land von dem herrschenden Machtkartell gegen die Wand gefahren wird. Da hätte man sich den ganzen Wiederaufbau nach 1945 sparen können, wenn heute als “Nahtsiie” (“Rechtspopulist” usw.) gilt, wer sich für die Rechte der Deutschen in ihrem eigenen Land einsetzt!

  5. Herrn Hübner kenne ich in Frankfurt schon sehr lange. Er ist kein typischer Politiker: er ist ehrlich, schwafelt nicht herum, vertritt die Belange und Interessen der Urfrankfurter Bevölkerung mit Elan.
    Zu den Urfrankfurter gehören ausser den Hessen natürlich auch die integrierten Italiener, Griechen, Spanier und Türken in der Stand. Ja, es gibt sie wirklich!
    Der mittlerweile berüchtigte Spruch der sogenannten grünen “Integrationsdezernentin” in Frankfurt Frau Eskandari-Grünberg fiel in der Debatte mit Herrn Hübner um den Neubau einer Moschee im Stadtteil Frankfurt-Hausen: “Wenn Ihnen die vielen Moscheen und noch mehr Islam nicht gefällt, müssen Sie wegziehen!”
    DAS ist grüne Integrationspolitik….
    Wer ist Herr Aiwanger?
    Offenbar der Schoßhund der Sozialisten und Deutschlandabschaffer…

  6. Um Gottes Willen! Und ich war wirklich kurz davor, die Freien Wähler zu wählen bei der nächsten Bundestagswahl. Abgehakt!
    Gottseidank hat der Herr Aiwanger (dummerweise allerdings für seine Ambitionen) rechtzeitig die Maske fallen lassen. Ist also auch er ein Büttel der Multikulti-Politik und des Politisch-Korrekten und folglich ein widerlicher Einschleimer bei OB Ude und den Grünen. Na herzlichen Dank – aber besten Dank für die Info!

    Was ist der Aiwanger für ein widerlicher Kerl… noch so eine gekaufte System-Marionette. Meine abgrundtiefe Verachtung hat er dafür. Man kann wirklich mehr und mehr echten und gerchtfertigten Haß gegen diese Gestalten entwickeln.
    Und dass er so überzogen, so unangemessen, so abgeschmackt gegen den nun wirklich geradlinigen und grundanständigen Wolfgang Hübner vorgeht… ich hoffe innigst, dass dem Aiwanger das sein Genick bricht als Bundesvorsitzender!

    Solange Leute wie er die Richtung der Freien Wähler auf Bundesebene bestimmen – wähle ich die nicht!

  7. Es ist meiner Meinung nach ein rießiger strategischer Fehler, ein erstmals erfolgversprechendes Projekt mit Dutzenden guten Leuten ohne vorher auch nur den innerparteilichen Kampf um eine liberal-konservative Mehrheit schon von vornherein wegen ein paar dummen Bemerkungen Aiwangers kaputtzuschreiben. Henkel, Stabatty und Schachtschneider sind doch nicht total bekloppt, das die sich für einen weiteren linksliberalen Abklatsch im Parlament einsetzen. Warum hat man diesen Leuten sofort fette Knüppel schwischen die Beine. Immerhin brauchen die Freien Wähler das Geld der Wahlalternative der gerade genannten Personen. Es muß also erst mal eine innerparteilich Klärung erzielt werden, statt des Kind mit dem Bade auszuschütten. Die Alternativen, also Parteien im Nullkommirgendwas Bereich sind nun mal keine. Herr Aiwanger ist anscheinend nicht in der Lage zu erkennen, daß das Wort “rechtspopulistisch” ein linker Kampfbegriff ist, der zum Beispiel auch gegen Personen wie ihn als Kritiker des derzeitigen Eurokurses selbst angewandt wird. Wäre er konsequent würde er sich selbst ausschließen müssen.

  8. Schade, aber damit kann man die FW in Bayern auch abhaken. Hätte nicht gedacht, dass sich der scheinbar knorrige Aiwanger so schnell als Handpuppe der ‘bunten’ Puperbande aus Sharia-Faschisten und rücksichtslosen Opportunisten entpuppt.

    Überhaupt so eine Idee – gegen die ständigen Eurorettungen sein wollen, und dann mit den Zerstörer-Parteien Rot-Grün koalieren wollen (anstatt mit den Zerstörer-Parteien schwarz-gelb).

    Für die Storch tut es mir leid, die wirkte rückblickend deutlich glaubwürdiger.

  9. Erst einmal vielen Dank für diesen Bericht. Ich bin selber Freier Wähler aus Frankfurt. Mir wurde dieser Artikel zugesandt, und ich bin ein wenig schockiert. Wobei es sich doch abgezeichnet hat. Aber wer Herrn Hübner kennt, kann sich nur außerordentlich ärgern darüber, was Herr Aiwanger da aufführt. Das ist nicht rückgratlos, sondern schon verleumderisch gegenüber einem der verdientesten FW-Politiker im Land. Der wirklich nichts mir rechten Spinnern am Hut hat, der selber früher in der APO war, mit Joschka Fischer und anderen, der weiß, was dort für kranke Geister am Werke waren. Herr Hübner ist ein geläuterter Linksradikaler, der mittlerweile einfach nur bürgerlich ist. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

    Wir Frankfurter Freien Wähler stehen mit überwältigender Mehrheit hinter Herrn Hübner, und haben auch andernorts Unterstützer. Wir waren alle begeistert über Herrn Aiwangers Ergebnis bei der Bayerischen Landtagswahl. Aber mittlerweile wächst der Unmut, auch in vielen anderen Städten. Ein möchtmalgern elitärer Kreis setzt sich an die Spitze, forder blinde Gefolgschaft und will uns jetzt sogar noch in unsere Lokalpolitik hinein reden. Das ist nicht mehr akzeptabel.

    An Herrn Frank Schilling: ich finde das hier gar nicht kaputtgeschrieben wird. Der text ist doch neutral. Und totschweigen sollte man sowas schon gar nicht. Von mir aus, und im Sinne vieler freier Wähler, soll das ruhig öffentlich gemacht werden. Herr Aiwanger sollte sich bei Herrn Hübner entschuldigen und endlich ein seriöses Programm vorlegen, und vor allem aufhören, von oben herab den großen Mann zu markieren. Vielleicht stehen ein paar Ja-sager in Bayern hinter ihm, die große Mehrheit der Freien Wähler hat ihren eigenen Kopf! Und wird den auch behalten!!!

  10. Es sind hier ja auch schon andere Texte publiziert worden, die alle den Eindruck erwecken, als ob Aiwanger allein die Freien Wähler und deren Inhalte vertreten würde, und als müßte man deshalb die Gesamtpartei abhaken. Die Wahrheit sieht so aus, das Herr Aiwanger allein mit seinen linkspopulistischen Sprüchen nicht viel zu melden hat, wie es die WA 2013 dies in Ihrem heutigen Rundschreiben dargelegt hat, woraus ich einen Punkt teilen möchte:

    2. Kooperation mit den FREIEN WÄHLERN

    Nach langen und durchaus schwierigen Gesprächen mit der Bundesvereinigung der FREIEN WÄHLER haben wir eine Vereinbarung über eine Kooperation für die Bundestagswahl im September 2013 erzielt. Diese Vereinbarung basiert auf dem Einverständnis, dass WA und FW selbständige, sich gegenseitig ergänzende Organisationen sind, die vertrauensvoll zusammenarbeiten wollen und von jedem Versuch Abstand nehmen werden, den anderen Partner zu majorisieren. Dies bedeutet insbesondere, dass grundlegende programmatische, organisatorische und strategische Entscheidungen des Bundestagswahlkampfes im Konsens gefasst werden und bei eventuellen Meinungsverschiedenheiten ein “Koalitionsausschuss” auf Spitzenebene eine Einigung herbeiführen wird.

    Wir sind ferner übereingekommen, dass Kandidaturen zum Deutschen Bundestag sich ausschließlich an Kompetenz, Ansehen, charakterlicher Eignung etc. der Kandidatin oder des Kandidaten orientieren werden. Die Herkunft des Bewerbers aus WA oder FW ist irrelevant. Einziges Ziel ist es, ein überzeugendes Kandidatentableau und eine arbeitsfähige Bundestagsfraktion zu gewährleisten. Die Aufstellung der Direktkandidaten und der Landeslisten obliegt den zuständigen Mitgliederversammlungen der FW. Da nicht anzunehmen ist, dass die FW grundsätzlich geeignetere Bewerber haben als die WA, ist im Ergebnis des Nominierungsprozesses (und als Gradmesser für den Erfolg unserer Kooperation) eine gute Mischung von Kandidaten aus beiden Organisationen zu erwarten.

    Alle Unterstützer, die bei ihrer Registrierung angegeben hatten, durch öffentliches Engagement überdurchschnittlich bekannt zu sein und Interesse an einer Bundestagskandidatur zu haben, wurden von mir am 30.10. angeschrieben und um eine Kurzvorstellung gebeten. (Wer möglicherweise später zu uns gestoßen ist oder sich erst jetzt entschieden hat, kann dies hier noch nachholen.) Die eingegangenen Vorstellungen leiten wir an die zuständigen Landesvorsitzenden der FW weiter. (Zum Teil haben wir dies bereits gemacht, zum Teil ist dies noch in Arbeit). Ob die Landesvorstände dann mit Ihnen Kontakt aufnehmen, hängt von der jeweiligen Kandidatenlage ab. In jedem Fall sollten Sie Kontakt mit ihrem örtlichen FW-Verband suchen, um sich dort bekannt zu machen. (Es ist ratsam, dort zurückhaltend aufzutreten und nicht als erstes einen Anspruch auf eine Bundestagskandidatur vorzutragen.) Der örtliche Verband ist dafür zuständig, Sie aufzustellen. Sofern es in Ihrer Gegend keinen örtlichen Verband der FW gibt, wenden Sie sich bitte an die zuständige Landesleitung der FW.

  11. Mir sieht es eher so aus, als sollten die Freien Wähler versuchen, Herrn Aiwanger loszuwerden. Er könnte ja einen neuen Platz in der Münchner SPD finden.

    Da ich kein Frankfurter bin, kann ich über Herrn Hübners politische Arbeit nichts sagen – aber offenbar macht er seit Jahren eine solide Arbeit. Und was ich bislang von ihm gelesen habe, war klar, besonnen und sympathisch.

  12. Wer Sarrazin ablehnt ist gleich mal gestorben. Sarrazin ist ja so ehrlich, so sachlich, und auch so gemäßigt. Wer es nicht schafft, sich zu Sarrazin zu bekennen, der ist gleich mal außen vor, wenn es um Ehrlichkeit dem Wähler gegenüber geht, und um Sachverstand, den ein Politiker einfach haben muss.

    Allerdings könnte man trotzdem noch die Bundes-Freiem-Wähler wählen, weil es dabei sowieso nur um ein Zeichen geht; etwas anderes als ein Zeichen war damit sowieso nie zu erreichen. Und dieses Zeichen sollte man vielleicht immer noch setzen. Wenigstens einmal. Wegen Henkel und den anderen. Aiwanger hin oder her.

    Wir leben in schweren Zeiten, und die Rettung wird (wenn überhaupt) von den Ereignissen selbst her kommen, das sage ich hier schon lange. Es ist ja auch schon absehbar: Die Fälligkeit der Bürgschaften wird die Wende bringen. Es ist einzig die Gefahr, dass dies dann eine Wende nach linksextrem werden wird, statt nach gemäßigt rechts. Aber die Wende wird kommen, in den nächsten 2-4 Jahren.

  13. Richtig so!

    Allen, die meinen wegen einer einzelnen (oder zwei) Person(en) den FW das Vertrauen zu entziehen und ihre Stimme stattdessen vielleicht lieber an eine 0,0x-Sekte verschwenden zu müssen, sei gesagt: Sie entziehen damit auch Herrn Hübner und seinen aufrechten Mitstreitern das Vertrauen und schwächen deren Positionen!

    Der allmachtsfantasierende Vorsitzende und sein Hiwi machen noch keinen Sommer, es kommt auf die Grundrichtung der gesamten Partei an. Und gerade mit der Wahlalternative sollte sich die Waagschale doch eher in die richtige Richtung bewegen! Mit einem Wahlerfolg kommen auch neue Mitglieder und erst dann wirds interessant! Es müssen die richtigen sein und nicht Piraten- oder Grüne-Light. Denn wer das will, wird bereits jetzt schon bestens bedient und braucht die FW nicht.

    Erinnert mich ein bisschen an den stinkenden Fischkopf von DF. Nur das diesmal nicht die fähigen Mitglieder von den Karrieristen vertrieben werden dürfen, sondern jetzt muss es umgekehrt laufen!. Das funktioniert aber nicht, wenn sich potentielle Wähler und potentielle Mitglieder jetzt schon von Aiwanger abschrecken lassen.

    Noch ist jedenrfalls nichts verloren! Ist doch nicht ausgeschlossen, dass Aiwanger derjenige sein wird, der bald merkt, fehl am Platze zu sein und das Weite sucht, wenn die, sagen wir mal Unterstützer Hübners sich durchsetzen und nicht er.

    Aiwanger kommt mir so vor, als nutze er die FW lediglich für seine eigene Karriere, aber nicht um wahrhaftige Opposition zu betreiben. Die FW sind dabei nur Mittel zum Zweck. Dazu passt sein Mäntelchen im Wind und das Anbiedern an die linken Blockparteien.

  14. Ich habe in diesem Blog nur lauter Mist gelesen. Es gibt in Frankfurt auch noch sehr viele Nichtanhänger von W. Hübner und Co. Hubert Aiwanger ist auf dem richtigen Kurs , wir müssen uns gegen Rechts wehren.
    Mir ist schlecht geworden als ich diese Stellungnahmen gelesen habe. Warum schreibt Ihr nicht mit dem richtigen Namen? Habt Ihr etwas zu verbergen?
    Ein FREIER WÄHLER aus Frankfurt

  15. Sie sind kein Freier Wähler, sie sind der typische linksextreme Betonkopf der bei der SED besser aufgehoben wäre als irgendwo sonst.

    oh und mein name geht faschisten nichts an.

  16. @Rainer Drephal: Sie mögen vieles anders sehen, aber wer sagt, dass er in diesem Blog “nur lauter Mist” gelesen habe, und sonst nichts, der entlarvt sich durch sein Pauschalurteil selbst. Ganz so schlimm ist dieser Blog nämlich bei aller nur denkbaren Kritik nicht. Der Schwarze Peter liegt also bei Ihnen, Herr Drephal.

  17. Mir wird ganz schlecht wenn diese zwei letzten Berichte lese, ich habe mit offenen Visier geschrieben, warum habr ihr denn keinen Arsch in der Hose und nennt den richtigen Namen? Wenn einer eine andere Meinung hat ist er gleich ein Faschist und gehört zur SED, ich habe ein anderes Demokratieverständnis. Warscheinlich bin ich im Gegensatz zu diesen vielen Schreibern etwas mehr in der Welt rumgekommen und kann mir deshalb mein Urteil erlauben.Cicero schreibt auch im Blog der FW Frankfurt, meine Empfehlung , wenn ich ernst genommen werden will, dann schreibe ich unter den richtigen Namen oder ich habe etwas zu verbergen.

  18. Ach, Herr Drephal. Genügt es nicht, dass Herr Aiwanger in München unbescholtene Parteimitglieder mit Dreck bewirft? Müssen Sie hier auch noch Ihren Hahnenkampf inszenieren? Sie betreiben ja schon seit langem den vergeblichen versuch, die FW-FFM zu spalten. Weder ich, noch andere haben bislang oder werden Ihnen zukünftig den Gefallen tun, darauf einzugehen.
    Sie wissen ganz genau, dass in Frankfurt die überwältigende Mehrheit hinter Herrn Hübner und Herrn Schenk steht. Und wie wir mittlerweile wissen, waren bei der WA2013 viele Menschen entsetzt über Herrn Aiwangers Angriffe auf Herrn Hübner und fragen sich nun, ob sie da auf das richtige Pferd setzen.
    Dass Sie hier als stellvertretender Vorsitzender unter Klarnamen schreiben, ist einerseits begrüßenswert, andererseits, wenn man die Hintergründe kennt, allzu durchschaubar. Und wenn man den Inhalt liest, eher noch peinlich.

    Ich finde die Seite hier inhaltlich und vom Auftritt her gutgemacht. Man muss nicht allem zustimmen, aber so geht es mir bei Spiegel oder FAZ ja auch. Von FR ganz zu schweigen. Und dass man Lesermeinungen zulässt, die den Machern vorwerfen, nur Mist zu schreiben, finde ich bemerkenswert. Da können sich andere mal ne Scheibe von abschneiden.

    Das solls auch gewesen sein. Nein, ich werde Ihnen den Gefallen nicht tun, meinen Namen zu nennen. Ich halte es eher so wie Herr Hübner, wir Freie Wähler sollten zusammen halten, auch und gerade dann, wenn wir anderer Meinung sind. Hauptsache, wie hier anderswo schon stand, es steht auf demokratischem Boden.

    Und das wollen Sie, Herr Drephal, mir oder anderen Frankfurter Freien Wählern doch wohl nicht ernsthaft absprechen, oder??

    Wenn wir es nicht schaffen, unsere heterogenität zu akzeptieren, weiß ich nicht, wie das bei der Bundestagswahl klappen soll. Ach, ja, warte. Vielleicht so: Sie und Herr Aiwanger sagen, wie es zu laufen hat, und alle anderen halten brav die klappe und machen fleißig Wahlkampf, um Sie in den Bundestag zu hieven. Und dann schauen wir zu, wie Sie da dasselbe machen, wie CDU und SPD zuvor…

    Ja, jetzt sollten Sie sich schnell mal zwicken.

    Schönen Tag noch.

  19. Ja mei Herr Drephal, es gibt halt Bürger, die müssen sich im Netz nicht permament profilieren. Man kann auch anonym posten und trotzdem ein gewisses Niveau wahren – Sie schaffen das trotz angeblichen Klarnamens nicht. Ich finds aber gut, dass hier so feinsinnig posten, damit haben sich die FW für mich sowas von erledigt, denn ihr seid in der Tat derselbe gleichblökende Haufen wie die etablierten Parteien. Wer so mit Kritik umgeht, hat jegliche Bürgernähe verloren. Viel Erfolg im Kampf gegen Rechts! Der ist in der Tat wichtig, ich hätte da ein paar Vorschläge: statt rechts abbiegen: nicht links abbiegen, statt Rechtshänder: Nichtlinkshänder, statt: das ist nicht Recht, das ist Link : -) So fühlt sich für mich Ihr Kampf gegen Rechts an: der pure Nonsens! Und die wahren Rechten lachen sich ins Fäustchen, weil sie unter der Masse der neuen “Rechtsextrimisten” nicht mehr auszumachen sind.

  20. Äh … ich schreibe im Blog der FW Frankfurt? Huch! Der Name cicero ist eben ziemlich ubiquitär. Bei der Diktion der Beiträge von “Rainer Drephal” könnte man den Eindruck bekommen, dass hier gar nicht Rainer Drephal schreibt, denn Werbung macht er für sich damit nicht. Bitte posten Sie doch mal Geburtsdatum und Personalausweisnummer, über eine angemessen verschlüsselte Leitung, damit wir sehen, wer Sie sind, “Rainer Drephal”!

  21. Cicero, oder wer Sie auch immer sind, Sie können glauben, ich bin es tatsächlich selber, wenn Sie mein Geburtsdatum abgleichen wollen, bitte sehr 05.11.1944. ich habe nichts zu verbergen. Ich werde gegen den Kurs , der hier in Frankfurt versucht wird , kämpfen.Es geht nicht ,unter dem Dach der FREIEN WÄHLER zu segeln und dann zweifelhafte Mitglieder aufnehmen. Frankfurt muss auf sein Umfeld Rücksicht nehmen.Sie können glauben, ic h bin weder an ein Mandat für den BT oder LT interessiert, sondern stehe für ein demokratisches Frankfurt, in dem jeder Mitbürger leben kann, egal wo er herkommt. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich gute Freunde in arabischen Ländern, ich empfehle Ihnen einmal diese Länder zu bereisen, Sie werden sich über die Gastfreundschaft sehr wundern, ich kenne in Frankfurt sehr viele Migranten, deren Freundschaft ich nicht missen möchte. Hubert Aiwanger besitzt meine größte Unterstützung, ihn in dei Nähe von Goebbels zu rücken und die FW Partei als Caudillio Partei zu bezeichen ist eine Frechheit und kann nicht ohne Maßnahmen hingenommen werden.

  22. Wäre der Hintergrund nicht ernst, so könnte man sich als außenstehender Beobachter amüsieren ob des hier im Kommentarbereich ausgefochtenen Streits. Und ohne als Nicht-Frankfurter die Situation vor Ort wirklich beurteilen zu können, so legen schon Sprachstil, Wortwahl und Ortographie nahe, welchen Aussagen, welchen Standpunkten, welchen Meinungen ich mehr Vertrauen zu schenken geneigt bin. Der vermeintliche Herr Drephal jedenfalls diskreditiert sich schon rein sprachlich.

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