Die Meinung der Anderen Meinungen Titel — 20 November 2012

Die klassische Familie: Den linken Gesellschaftszersetzern so verhasst, wie sonst kaum etwas (Bild: Eric Ward; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Oft liest man in konservativ-freiheitlichen Internet-Blogs, Magazinen und Zeitschriften, unser hauptsächliches (gesellschaftliches) Problem sei die zunehmende Islamisierung, welche die so genannte freiheitlich-westliche Wertegemeinschaft in einem zunehmenden Maße verdränge und aushöhle. Freilich wird von den wenigsten Islamkritikern dann genau benannt, was diese freiheitlich-westliche Wertegemeinschaft nun im Einzelnen genau besagt. Und wenn dieser Versuch doch mal in Worte gefasst wird, wenn man sich also doch mal aus dem Sumpf des „Schlagwörter um sich Werfens“ befreit, kommt oft zum Vorschein, dass zutiefst sozialistische Glaubenssätze als bürgerliche Tugenden und Eigenschaften verkauft werden. Eines dieser Beispiel ist die Emanzipierung und Gleichstellung der Frauen, welche von den 68ern gefordert und letztlich durchgeführt wurde.

Die Befreiung der Sexualität

Das Einzige, was an dieser Aussage stimmt, ist, dass die so genannte Emanzipierung der Frauen tatsächlich von den 68ern protegiert wurde. Man muss sich allerdings über die Beweggründe der 68er und die Folgen dieses Tuns im Klaren sein, um die Folgen dieses Handelns in den richtigen geschichtlichen Kontext setzen zu können. Wenn man sich mit den Forderungen, Aussagen und Taten der 68er in Bezug auf den Themenkomplex Familie, Partnerschaft, Frauen und Kinder auseinandersetzt, wird deutlich, in welche Richtung dieser Zug fahren sollte und – wie man heute leider konstatieren muss – auch gefahren ist.

Einer der Schwerpunkte der damaligen 68er Generation war die so genannte „Befreiung der Sexualität“. Zweck war die völlige Unterminierung der christlichen Moral, sämtliche Sittlichkeitsvorstellungen wurden als latent faschistisch und „fortschrittsfeindlich“ gebrandmarkt. Einer der geistigen Väter dieses Denkens war der 68er Ideologe Herbert Marcuse, einer der Hauptpropagandisten der Frankfurter Schule. Er forderte eine Gesellschaft der „polymorph-perversen“ Sexualität und damit die Freigabe der Perversion, mit der die Menschen von der „Repression“ durch Gewissen und Moral befreit werden sollten. Promiskuität wurde von nun an als „befreiend“ und den „Fortschritt“ fördernd gefeiert. Monogamie galt als überkommen und verachtenswert, oder, wie es ein griffiger Slogan der 68er auf den Punkt brachte, „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“.

Doch von der „neuen, befreiten Sexualmoral“ sollten nicht nur die Erwachsenen profitieren, schon die Kleinsten, wollte man damit beglücken. Die Schweizerzeit schrieb hierzu:

Schließlich trieb den Kommunarden Cohn-Bendit (sitzt heute im Europaparlament für die deutschen Grünen, Anm. d. Verfassers) ja nicht eine subjektive pädophile Lust zu dem zweijährigen Dienst in den Kinderladen, sondern, wie er selbst bekundet, war die >Schaffung einer neuen Sexualmoral< ein gewichtiger Pfeiler des hehren Marsches durch die Institutionen. Dabei war das Programm der Erziehung der Kinder ein Teil der Realisierung des marxistischen Menschenbildes: Der an sich gute Mensch sollte befreit von der bourgeoisen Eierschale Familie und befreit von der repressiven Beeinflussung durch autoritäre Erzieher zu seinem Eigentlichen gebracht werden:  Zum Lernen, zum Praktizieren von Sexualität ab dem Säuglingsalter, um die junge Generation von ihren hinderlichen Wurzeln durch beschränkte Eltern zu befreien und sie damit für die Gesellschaftsveränderung benutzen zu können. (…) Es ist also unzureichend, im Hinblick auf die hier voll als politisches Instrument gedachte Pädophilie allein subjektive Neigungen der einzelnen Akteure zu unterstellen – die Pädophilie war hingegen ein fester Bestandteil des ideologischen Konzepts, und die Verwirklichung diese Programms vor allem trieb Cohn-Bendit in den Frankfurter Kinderladen.

Die Familienzerstörung wird konkret mit der Demontage der Mutterrolle

Während man im klassischen Marxismus die Klassen gegeneiner aufhetzte, erfolgte dies beim Feminismus dadurch, dass man die Geschlechter gegeneinander aufhetzte. Man schwadronierte von einer Unterdrückung der Frauen durch das „Patriarchat“, dem man nur dadurch begegnen könne, dass die Frauen es den Männern von nun an in allen Belangen gleich zu tun hätten. Über Jahrtausende waren die Rollen klar verteilt, der Mann war für die materielle Versorgung der Familie zuständig, während sich die Frau um das Wohlergehen und die Erziehung des Nachwuchses zu kümmern hatte. Jetzt sollte mit sämtlicher Tradition gebrochen, jede bürgerliche Gepflogenheit als reaktionär gebrandmarkt werden. Oder wie es Christa Meves in ihrem sehr lesenswerten Buch „Verführt.Manipuliert.Pervertiert: Die Gesellschaft in der Falle modischer Irrlehren“ treffend beschrieb:

Erst der militante Feminismus, der ab 1969 einen fruchtbaren Boden für seine Aktivitäten in der Liaison mit der Studentenrevolte fand, kippte diese die gesellschaftliche Gedeihlichkeit erhaltene bürgerliche Gepflogenheit aus. Von jetzt ab wurde Mutterschaft für die Frau zu einer verachtenswerten, ihre Selbstverwirklichung hindernde Falle erklärt. Von jetzt ab erfuhr die Erwerbstätigkeit der Frau eine höhere Bewertung als die Mutterschaft. Von jetzt ab begann der Kampf der Feministinnen um die Macht über die Männer mit dem erklärten Ziel, ihnen, soweit es irgend geht, ihre Machtposition in Politik und Wirtschaft abzujagen.

Gerade letztgenannter Punkt erfährt heute eine unheimliche Aktualität mit der gespenstischen Debatte um die Quotenfrauen in Vorstandsetagen deutscher DAX Konzerne. Abgesehn davon, dass man sich die Frage stellen sollte, ob es für das Selbstwertgefühl der Frauen wirklich so berauschend ist von ihren Kollegen etwas bemitleidend angeschaut zu werden getreu dem Motto:  “die ist in erster Linie hier, weil es die Quote vorschreibt” stellt sich auch hier wieder die Frage, wieso die vielen Millionen Frauen die schon heute wichtige Aufgaben als leitende Angestellte oder auch Geschäftsführerinnen im Mittelstand ihre Arbeit tun nicht gewürdigt werden. Aber geben wir noch einmal Christa Meves das Wort:

 

Die Parole der so genannten Selbstverwirklichung der Frau verursachte einen starken Trend von der Familie weg. Damit die Frauen nicht auf die Idee kämen, den Trick der Gleichheitsideologen auf Dauer als einen schweren Nachteil zu entlarven , mussten sie dergestalt eingelullt werden, dass ihnen diese Entwicklung als besonders frauenfreundlich verkauft wurde. Die Einseitigkeit der Bewertung ließ deswegen auch die Mütter mit Kleinkinder so rasch wie möglich in außerhäusliche Berufstätigkeiten streben. Die Ermöglichung der so genannten „Vereinbarkeit für Familie und Beruf“ wurde zu einem Lieblingsthemen der Parteien und brachte immer mehr als Mütter missachtete Frauen in die Doppelbelastung zwischen Privatem und Beruflichem zumal die Regierungen von 1969 ab alles taten diese Priorität zu unterstützen und durch Rahmenprivilegien zu favorisieren.  (…) Aber die Verhetzung der Frauen gegen die Männer konnte nur negative Folgen haben, wie das denn auch als ein Boomen der Ehescheidungen und aus dem immer häufiger werdenden Wechsel der „Lebensgefährten“ zu ersehen war.

Dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen. Der viel gehörte Einwand an dieser Stelle, wonach viele Frauen ja auch arbeiten müssten, weil sie sich sonst ein Leben gar nicht mehr leisten können, verfängt im Übrigen auch nicht, da es natürlich von der herrschenden sozialistischen Politik gewollt ist, die Familien über Abgaben und vor allem Konsumsteuern so weit in die finanzielle Enge zu treiben, dass es oftmals tatsächlich wirklich nicht mehr geht, eine Familie nur mit einem Einkommen über die berühmten Runden zu bringen.

Lesen Sie im zweiten Teil dieses Artikels in den kommenden Tagen unter anderem über den vollzogenen Massenmord am ungeborenen Leben als direkte Folge der sexuellen Revolution.

Quellen:

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Francesco Güssow

Seit Mitte Juni 2013 ist Francesco Güssow aus dem blu-Autorenteam ausgeschieden.

(23) Readers Comments

  1. „Der Mann ist in der Familie der Bourgeois, die Frau repräsentiert das Proletariat.“
    – Friedrich Engels, 1884

    „Die in viele typische ‚Sozialtheorien‘ verpackte marxistisch-leninistische Ideologie hat ausserordentlich stark zum Zerfallsprozess der amerikanischen Familie beigetragen.“
    – Yuri Bezmenov, ehemaliger KGB-Offizier

  2. Und jetzt?

    Frauen zurück an den Herd? Nur noch Kochen, Waschen, Kinder kriegen und Brutpflege? Eigene Identität und Wille zur Selbstverwirklichung wurde denen ja eh nur eingeredet? Brauchten die doch tausende Jahre vorher auch nicht? Oder wie?

    Das Menschenbild, welches hier in letzter Zeit in Bezug auf Sexualität und Familie verbreitet wird, ähnelt dem einer bestimmten Unkulturgruppe frappierend.

  3. Können Sie sich denn ein bügerliches, freiheitliches “Menschenbild” vorstellen, das unter der Zerstörung der Familie und der Propagierung der Pädophilie nicht zusammenbrechen würde?

  4. Pädophilie ist – soweit ich weiß – strafrechtlich sanktioniert und wurde / wird von mir weder unterstützt noch gutgeheißen.

    Ein “bügerliches, freiheitliches “Menschenbild”” in welchem Frauen und Männer gleichberechtigt sind (und das muss auch bedeuten: beide die freie Wahl haben zwischen Familie und Karriere oder Familie und Karriere) kann ich mir hingegen sehr gut vorstellen, ohne dass dabei die Gesellschaft in ernste Gefahr geraten würde….

  5. @Prof Kantholz

    Hallo,

    “Das Menschenbild, welches hier in letzter Zeit in Bezug auf Sexualität und Familie verbreitet wird, ähnelt dem einer bestimmten Unkulturgruppe frappierend.”

    Ich teile so manche Kritik, die hier im Text an den 68ern geübt wird, nicht aber die Tendenz, ein Familienbild zu fordern, das, wie sie sagen, dem einer bestimmten “Unkulturgruppe frappierend” ähnelt. (sprich: Frauen an den Herd). Das ist aber, falls es überhaupt in der Form die Meinung von Herrn Güssow ist (vielleicht auch etwas unscharf ausgedrückt), sicher keine Mehrheitsmeinung innerhalb der blu-Autoren- und Leserschaft.

    Was ich aber gleich anmerken möchte, ist: Wir stehen bei blu nicht für eine Einheitsmeinung aller Autoren, sondern wollen ein breites demokratisches Spektrum abbilden. So wie ich da eher den liberalen Flügel repräsentiere, ist der Autor dieses Textes dem konservativen Lager zuzurechnen. Das muss hier beides Platz haben, in unserer kleinen, virtuellen Tea-Party. ;)

    Grüße.
    Marco Pino

  6. “Was ich aber gleich anmerken möchte, ist: Wir stehen bei blu nicht für eine Einheitsmeinung aller Autoren, sondern wollen ein breites demokratisches Spektrum abbilden”.

    Das ist beruhigend *lol* … so hatte ich die Internetseite auch bislang verstanden.
    Ein wenig beunruhigt bin ich allerdings über die Aussenwirkung, die solche Artikel haben können. Man muss es sicher nicht jedem Recht machen und darf / soll auch eckig und kantig sein, aber potentielle Dauerleser zu verschrecken, scheint mir nicht der richtige Weg.

    So wie ich da eher den liberalen Flügel repräsentiere, ist der Autor dieses Textes dem konservativen Lager zuzurechnen. Das muss hier beides Platz haben, in unserer kleinen, virtuellen Tea-Party. ;)”

    Absolut d’accord.

    Allerdings darf ich hier vielleicht einen Vorschlag machen:

    Wie wäre es mit einer Rubrik “Frontal” oder “Kontroverse”, in welcher ein Standpunkt “Pro” und ein Standpunkt “Contra” in Themenwochen (oder -monaten) dargestellt wird. Das würde die von Ihnen beschriebene Absicht von blu-News auch für Gelegenheitsleser verständlicher machen.

    Wie leicht hält man sonst Artikel für die Meinung der gesamten Autorenschaft…

  7. Da haben Sie recht. Tatsächlich sind Pro-/Contra-Serien auch vorgesehen. Und da wird schon bald die erste Version von kommen!
    Grüße!

  8. @Prof. Kantholz: Volle Zustimmung! Solche Diskussionen driften schnell ins Holzschnittartige ab, dabei sind es sehr viele, sehr individuelle Faktoren, die in solche Prozesse hineinspielen.

    Und, ja, Gleichberechtigung, Augenhöhe, gemeinsame Verantwortung und Monogamie sind vereinbar, wenn alle Beteiligten sich Mühe geben. Eine klassische Versorgerehe, bei der ich meine Kinder fast nie sehe und eine mir unterlegene Frau zuhause sitzen habe, die mir rein gar nichts Interessantes zu sagen hat, fände ich jedenfalls absolut grauenhaft!

    Nebenbei: Mütter sollten ihre Mutterrolle ernst nehmen, Väter aber auch ihre Vaterrolle. Ein Kind hat nichts von einer unzufriedenen, geistig unterforderten Mutter zuhause und auch nichts von einem Vater, der Berufliches vorschiebt, nur damit er sich nicht mit seiner Familie auseinanderzusetzen braucht! Es gehen z.B. immer noch fast nur (meistens übrigens ebenfalls berufstätige) Mütter zu Elternabenden, interessiert das die Väter nicht? Sowas kann ich nicht nachvollziehen. Oder diese ganzen Paare, die sich nach ein paar Jahren nichts mehr zu sagen haben, aber dann ein Kind bekommen, um die Leere auszufüllen. Was soll denn daraus werden?

    Eine Familie ist mehr als eine Versorgungseinheit oder Bedarfsgemeinschaft.

  9. Es ist bald Weihnachten und deshalb haben die Familienzerstörer diesem offenkundigen Familienfest einen weiteren Schlag zur “Dekonstruktion” verpasst:

    http://www.fnp.de/tz/region/hessen/pops-nger-bourani-eroeffnet-weihnachtsmarkt_rmn01.c.10333371.de.html

    Popsänger Bourani eröffnet Weihnachtsmarkt

    Neu in diesem Jahr: «Pink Christmas», ein eigens von der schwulen Community Frankfurts gestalteter Platz, wie die Stadt am Montag berichtete.

  10. @Prof.Kantholz,

    Sie haben (vermutlich unbeabsichtigt) genau das bestätigt, was ich im ersten Teil des Artikels gemutmaßt habe. :)
    Es nützt nach meiner Meinung nach eben nichts, wenn man sich einfach nur an der “Unkultur” wie Sie es formulieren, abarbeitet, ohne ein entsprechendes KONSERVATIVES Familienbild auf westlicher Seite hoch- und und dagegenzuhalten. Und ich bleibe dabei, nur eine möglichst hohe Beschäftigungsrate bei Frauen zu fordern hat nicht wirklich etwas mit konservativ oder auch nur freiheitlich zu tun. Das klingt halt eher nach “DDR” ob man das nun wahrhaben will oder nicht.
    Und was das mögliche “abschrecken” von Lesern betrifft, ich denke nicht, dass ein konservatives Familienbild dazu beiträgt. Im Gegenteil, es gibt in Deutschland (im Gegensatz zu bspw. den USA) keine politische Partei mehr die das konservative Familienbild hochhält nichts destotrotz gibt es großen Bedarf an eben diesem. Wenn Sie an weiteren Informationen zu diesen Themen interessiert sind empfehle ich die Literatur, von Roland Baader oder auch Eva Herman oder auch vielen anderen unter anderem ein regelmäßiger Blick in die Eigentümlich frei wirkt auch wunder. :)

  11. vollkommen richtig. Und mit Karl Marx zu ergänzen: Die Zerstörung der bürgerlichen Familie ist der Schlüssel zur Überwindung des Kapitalismus.

  12. Wo habe ich denn bitte eine “möglichst hohe Beschäftigungsquote” bei Frauen gefordert?

    Meine Intention steht konkretisiert in:
    Prof.Kantholz
    20. November 2012 at 09:19

    Andeutungen über eine angebliche Nähe zur DDR verbitte ich mir :-)

  13. Ok, dass haben Sie nicht wörtlich geschrieben, aber die rhetorische Frage, wo man denn hinwolle, wieder zurück zu Kinder, Küche , Kirche ließ diese Konsequenz für mich logisch erscheinen! :)

  14. Eine Möglichkeit sind auch flexiblere Beschäftigungsmodelle, wo beide Eltern arbeiten, aber nicht Vollzeit (!!) und sich alles gleichberechtigt teilen, Erwerb, Kinder, Haushalt – und es auch genügend gemeinsame Zeit gibt, wo Eltern und Kinder miteinander etwas erleben und sich austauschen. Man geht zu bestimmten Zeiten auseinander und trifft zu anderen Zeiten wieder zusammen und bleibt dabei immer im Gespräch.

    Reines Kinder, Küche, Kirche will ich nicht wiederhaben, ich will ein modernes Familienbild, welches das konservative weiterentwickelt, aber die Familie weiterhin als Keimzelle der Gesellschaft sieht, wo alle füreinander Verantwortung übernehmen, aufbauend auf Zusammenhalt, Liebe und Respekt. Das sehe ich auch als meinetwegen postmodernen Gegenentwurf, sowohl zu den 68ern/Feministinnen wie auch zum Islam oder konservativen Christentum. Es gibt nicht nur entweder/oder, es gibt auch ein Dazwischen.

    Wichtig ist m.E. daß alle die freie Wahl haben und daß Familie wieder ernstgenommen und wertgeschätzt wird, von den daran Beteiligten wie von der gesamten Gesellschaft.

  15. Lesen wir doch einmal bei dem Gründungsvater der SPD, August Bebel, nach.

    Er schreibt in seinem Werk “Die Frau und der Sozialismus” wie folgt:

    “Die Geltung des Mutterrechts bedeutete Kommunismus, Gleichheit aller; das Aufkommen des Vaterrechts bedeutete Herrschaft des Privateigentums, und zugleich bedeutete es Unterdrückung und Knechtung der Frau.”

    PDF, Seite 36, oberhalb der Mitte

    Darum geht es den Neo-Orthodoxen Sozialisten und es geht ihnen nicht um die Frauen.

    Sie nutzen die Frauen, gauckeln ihnen etwas vor und beuten letztens die Familien aus, denn heute wird die “Familenarbeit” indirekt besteuert, da auch das Kita-Personal bezahlt werden muss. Nutznießer sind die staatlichen Umverteiler und die Abhängigkeit zum Leviathan wird immer größer.

    Erinnern wir uns noch an das Bild der Russinen vor 30 Jahren und früher? Sie dahen aus wie das lebende Elend und heute – ohne Kommunismus – sehen wir, wie hübsch sie sind.

  16. Sobald man den Feminismus kritisiert, geschieht es fast zwangsläufig, dass die Diskussion in eine unfruchtbare Richtung abdriftet. Es geht nicht darum, die Frauen zu unterdrücken oder an den Herd zu stellen und ihnen dadurch ein erfülltes Leben zu verweigern. Wenn man voraussetzt, die Frauen seien erst durch den Feminismus nach 1968 befreit worden und von dieser Basis ausgehend weitere Überlegungen anstellt bzw. argumentiert, dann ist man bereits in der feministischen Dialektik verfangen. Fakt ist, die Frauen waren in Deutschland nie unterdrückt, zumindest nicht im 20.Jahrhundert. Die Position von Mann und Frau in der Gesellschaft war unterschiedlich, so verschieden wie die Geschlechter nun einmal sind, aber dies als Unterdrückungsverhältnis zu bezeichnen setzt ein egalitäres Denken voraus, welches bereits die Grundlage der kommunistischen Ideologie ist. Es gibt in der Natur keine Gleichheit, jede egalitäre Ideologie ist daher eine widernatürliche Ideologie. Und jetzt komme mir keiner mit dem Fehlschluss, wenn ich eine Verschiedenartigkeit zwischen den Geschlechtern feststelle, sei das mit einer unterschiedlichen Wertigkeit gleichzusetzen, das ist es durchaus nicht. Es hat z.B. durchaus vernünftige Gründe, warum Frauen in früheren Zeiten nicht zum Militärdienst eingezogen wurden, und das lag nicht daran, dass Männer weniger wert und daher entbehrlicher waren als Frauen oder umgekehrt. Die ganze feministische Dialektik ist eine Sackgasse, an deren Ende nicht die Befreiung des einen oder anderen Geschlechts, sondern die Unterdrückung beider Geschlechter im Kommunismus steht, denn Antidote hat das Wesentliche erkannt, und genau darauf sollte sich die Diskussion konzentrieren. Die Kommunisten vertraten nämlich selbst die Überzeugung, dass durch die so genannte “Befreiung” der Frau die natürlich gewachsene bürgerliche Gesellschaftsordnung zerstört wird, was eine Vorbedingung für den Übergang in den Kommunismus darstellt. Das heisst, der Feminismus ist ein revolutionäres Konzept im Sinne und zum ausschliesslichen Nutzen der Kommunisten. Die dahintersteckende Überlegung ist die, dass durch die Zerstörung der Familie die Vererbung von privaten Vermögen unterminiert wird, die “Befreiung” der Frau zielt also langfristig auf die Abschaffung des Privateigentums ab.

    Hierzu Karl Marx, 1844: „Der Kommunismus endlich ist der positive Ausdruck des aufgehobnen Privateigentums, zunächst das allgemeine Privateigentum. (…) Der physische, unmittelbare Besitz gilt ihm als einziger Zweck des Lebens und Daseins; die Bestimmung des Arbeiters wird nicht aufgehoben, sondern auf alle Menschen ausgedehnt; das Verhältnis des Privateigentums bleibt das Verhältnis der Gemeinschaft zur Sachenwelt; endlich spricht sich diese Bewegung, dem Privateigentum das allgemeine Privateigentum entgegenzustellen, in der tierischen Form aus, daß der Ehe (welche allerdings eine Form des exklusiven Privateigentums ist) die Weibergemeinschaft, wo also das Weib zu einem gemeinschaftlichen und gemeinen Eigentum wird, entgegengestellt wird. Man darf sagen, daß dieser Gedanke der Weibergemeinschaft das ausgesprochne Geheimnis dieses noch ganz rohen und gedankenlosen Kommunismus ist. Wie das Weib aus der Ehe in die allgemeine Prostitution, so tritt die ganze Welt des Reichtums, d.h. des gegenständlichen Wesens des Menschen, aus dem Verhältnis der exklusiven Ehe mit dem Privateigentümer in das Verhältnis der universellen Prostitution mit der Gemeinschaft. Dieser Kommunismus – indem er die Persönlichkeit des Menschen überall negiert – ist eben nur der konsequente Ausdruck des Privateigentums, welches diese Negation ist.“

    August Bebel: „Sobald die Gesellschaft im Besitz aller Arbeitsmittel sich befindet, wird die Arbeitspflicht aller Arbeitsfähigen, ohne Unterschied des Geschlechts, Grundgesetz der sozialisierten Gesellschaft.“

    Diese Zitate “allgemeine Prostitution”, “Arbeitspflicht” belegen, dass der Kommunismus, genau wie seine feministische Vorstufe, schlicht menschenverachtend ist! Mit Befreiung hat das garnichts zu tun.

  17. Ich denke da vor allem an die Kinder ,in einem Alter von unter drei Jahren ist es unverantwortlich sie mit Gewalt aus ihrem sozialen Umfeld zu reißen .Auch erfahrene Kindergärtnerinnen/Erzieherinnen haben sich strikt dagegen ausgesprochen .Es sind kleine Menschen über die hier verhandelt wird . Vollkommen hilflos und charakterlich ungefestigt sollen sie stundenweise in fremder Umgebung “verwahrt” werden . Ich habe selbst 5 Kinder und danke Gott das ich sie bei mir behalten durfte bis sie 3 Jahre alt waren .Dann war der Abschied noch schwer genug . was züchten wir für eine Generation heran ??? Menschen die unfähig sind Beziehungen aufzubauen ,die gelernt haben – noch bevor sie sprechen und laufen konnten , das alles austauschbar ist .Irgendwer wird sich schon kümmern…-und die Eltern ??? Für viele ist der Kontakt mit dem eigenen Kind ,der erste Kontakt mit einem Neugeborenen. Da wundert man sich dann,wenn es zu Kurzschlußreaktionen kommt,weil kaum eine junge Mutter/Vater realen Kontakt zu kleinen Menschen hatte .Da werden Puppen angeboten ,damit jugendliche üben und erkennen können wie “nervig ” so ein kleiner Mensch sein kann… Grauenvoll die Vorstellung das so eine Generation einmal die Verantwortung für meine Enkel übernehmen soll. Zu meiner Kindheit gehörten Babies noch zum Familienleben .Ich hatte Großeltern als meine Eltern aus finanzieller Not beide arbeiten mußten .Ich hatte ein stabiles Umfeld,wurde mit 9 Monaten nicht morgens um 5 aus dem Schlaf gerissen damit ich pünktlich in der Krippe abgegeben werden konnte… Jetzt ist es die Ausrede,man wolle den Frauen die Möglichkeit geben sich weiterzubilden,sich selbst zu verwirklichen…unter der Honecker war es Pflicht die Kinder in staatliche Obhut zugeben damit sie linientreu erzogen werden konnten . Egal aus welchen Gründen man Kinder und Eltern trennt – Verlierer werden die Seelen der Kinder sein und wir – die Gesellschaft wird die Zeche zahlen….

  18. Meine Kommentare zu diesem Artikel bleiben mir gerade im Halse stecken. Oder ist es der Würgereiz, den ich mühevoll unterdrücken muss.

  19. Kaffeetrinker, volle Zustimmung für Ihre Kommentare zu diesem Thema.

  20. Sehr guter Vorschlag. Ich habe derzeit wirklich den EIndruck hier soll es zurück in die “Steinzeit” gehen und die Autoren segnen das ab…. gruselig.

  21. Absolut. Den Eindruck habe ich auch.

  22. Klar.Frauen sind Hexen und Hexen gehőren verbrannt oder unter eine Burka gesperrt.

  23. Ja, appetitlich ist was anderes. Ob dieser reaktionäre Zweig mehr Kommentare generieren soll? Bei mir hat’s ja schon geklappt. Zu häufig auf PI- oder kath.net-Niveau sollte es auf dieser Seite nach meiner bescheidenen Meinung aber BITTE nicht zugehen.

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