News Wirtschaft — 07 August 2012

Attac, Gewerkschaften und Sozialverbände fordern noch höhere Steuern

Verdi Berlin

Auch die Gewerkschaft Verdi hat eine genaue Idee davon, wieviel der eigenen Arbeit man über Steuern der “Fairness” halber anderen zur Verfügung stellen sollte (Bild: Verdi Berlin; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe unten)

Eine stärkere Besteuerung großer Vermögen zur Finanzierung des Sozialstaats und notwendiger Reformen fordert das Bündnis „Umverteilen – Reichtum besteuern“, das vor wenigen Tagen von Attac, Verdi und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband in Berlin vorgestellt wurde.

Laut Eigenaussage des neuen linken Bündnisses, manifestiert sich damit eine „breite gesellschaftliche Bewegung für eine Politik der sozial gerechten Umverteilung in Deutschland“. Das Bündnis, dem sich neben Attac, Gewerkschaften und Sozialverbänden auch Migrantenverbände, Jugend- und Studierendenorganisationen, die Initiative Vermögender für eine Vermögensabgabe, die Naturfreunde sowie weitere zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen angeschlossen haben, warnt vor „Kahlschlagkürzungen zu Lasten des Gemeinwesens“ und ruft zu einem bundesweiten Aktionstag am 29. September 2012 auf.

„In ganz Europa erleben wir derzeit eine brutale Kürzungspolitik, die zu gravierenden sozialen Verwerfungen führt und den gesellschaftlichen Frieden ernsthaft gefährdet. Wir werden uns nicht aus der Krise heraus sparen können. Wir brauchen endlich eine ehrliche Debatte über die Kosten der Krise und eines funktionierenden Sozialstaats auf der einen Seite und die ungleiche Verteilung von Reichtum auf der anderen Seite”, fordert Bündnisinitiatorin Jutta Sundermann von Attac Deutschland. Der öffentlichen „Armut“ in Deutschland würde ein Privatvermögen von über acht Billionen Euro gegenüber stehen. Allein die privaten Vermögen des reichsten Prozents der Bundesbürger seien höher als alle Schulden von Bund, Ländern und Kommunen zusammen. Die positive Resonanz der angeblich „ganz unterschiedlichen“ Partner, die in dem Bündnis erstmals zusammen agieren, würde belege, dass die Mehrheit der Bevölkerung angeblich nicht länger bereit sei, die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft zu akzeptieren. (TH)

Artikelbild: Auch die Gewerkschaft Verdi hat eine genaue Idee davon, wieviel der eigenen Arbeit man über Steuern der “Fairness” halber anderen zur Verfügung stellen sollte (Bild: Verdi Berlin; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe Link)

Share

About Author

blu-NEWS

(2) Readers Comments

  1. Die SOZIALSCHMAROTZER proben den Aufstand!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>