Gesellschaft News — 09 Juli 2012

FPÖ lehnt Errichtung des Abdullah-Zentrums in Wien ab

König Abdullah bin Abdul al-Saud (Bild: Cherie A. Thurlby; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe unten)

Angesichts der gravierenden Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien erachtet es die FPÖ als völlig falsches Signal, wenn die Saudis in Wien ein Zentrum für interreligiösen Dialog finanzieren und errichten.

Wer derartig Missstände verantwortet, ist noch nicht reif für einen Dialog

In Saudi-Arabien gebe es zahlreiche Enthauptungen, Steinigungen, und tägliche Folter. Andere Religionen seien bei den Saudis überhaupt gänzlich verboten, es werde zudem weder die Errichtung von Kirchen noch Synagogen erlaubt. Dass gerade ein Monarchenhaus, das für derartig skandalöse Zustände im eigenen Land verantwortlich sei, den interreligiösen Dialog betreiben wolle, sei mit großer Skepsis zu sehen.

Zuerst müssten die Saudis im eigenen Land für Verbesserungen sorgen, damit sie an Glaubwürdigkeit gewinnen. „Wie wollen denn die Saudis beispielsweise mit Juden in Dialog treten, wenn Juden nicht einmal nach Saudi-Arabien einreisen dürfen? Wer derartig unglaubliche Missstände verantwortet, ist noch nicht reif für einen gedeihlichen Dialog”, stellte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky im Zuge der heutigen Debatte fest.

Verfassungsschutzes warnt vor einem sich ausbreitenden Islamismus in Wien

Es stehe zudem massiv zu befürchten, dass sich das geplante interreligiöse Zentrum in Wien im Endeffekt als Feigenblatt herausstellen könne, welches die gravierenden Missstände in Saudi-Arabien weiter kaschieren solle und man damit die Augen weiter zudrücken könne, warnte Vilimsky. „Auch wenn wir den Dialog zwischen den Religionen natürlich befürworten und dies im außenpolitischen Ausschuss zum Ausdruck brachten, ist es natürlich klar, dass wir in einer ganzheitlichen Sicht im Plenum gegen dieses Abdullah-Zentrum der Saudis in Wien stimmen.

Zudem würde es immer stärkere Warnungen des heimischen Verfassungsschutzes vor einem sich ausbreitenden Islamismus in Wien geben. Auch diese Gefahr sei mit diesem Zentrum durch die Finanzierung der Wahhabiten gegeben. Die Ablehnung der FPÖ im Plenum des Nationalrates begründe sich mit den erwähnten Missständen und Sorgen, so Vilimsky. (TH)

Artikelbild: König Abdullah bin Abdul al-Saud (Bild: Cherie A. Thurlby; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe Link)

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