Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

Dolchstoßlegende: Eine Karikatur aus dem Jahr 1924 zeigt Philipp Scheidemann und Matthias Erzberger, wie sie die deutschen Frontsoldaten hinterrücks erdolchen. (Bild: Unbekannt; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Es ist nicht von der Hand zu weisen. Die schamlose Anbiederung der deutschen Sozialdemokraten beim französischen Sozialisten und jetzigen Regierungschef François Hollande kommt einem Verrat deutscher Interessen gleich. Das sozialistische Trio Steinmeier, Steinbrück und Gabriel schnürten ihr Säckchen und begaben sich in den Pariser Elysée-Palast um mit Hollande das französische Liedchen von liberté, égalité, fraternité anzustimmen.

Welchen Amtseid haben Sie geschworen, meine Herren?

Sie nahmen sich die Freiheit, deutsche Interessen preiszugeben, sie schrien mit den Südländern nach Gleichheit beim hemmungslosen Schulden machen und gebärdeten sich als Brüder mit jenen, die Deutschland nun erpressbar gemacht und einen Weg fanden, das deutsche Vermögen zu verbrauchen. Man mag nicht glauben, dass dies Politiker sind, die den Amtseid geschworen haben, ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen, den Nutzen zu mehren, Schaden von ihm abzuwenden und das Grundgesetzt zu wahren und zu verteidigen.

Da wurde in das französische Horn der Eurobonds und der urlinken Idee von der schuldenfinanzierten Wachstumsideologie geblasen. Klar, dass Frankreich nur zu gerne die Solostimme in diesem sozialistischen Kanon singt, muss Hollande nun mit noch schrillerem Gesang von Haushaltslücken in Milliardenhöhe ablenken.

Welche Motivation steckt dahinter?

Was aber in Gottes Namen treibt das deutsche Sozi-Trio dazu, in diesen Untergangsgesang mit einzustimmen? Welche Interessen stehen dahinter, wenn die Opposition ihre Zustimmung zum Fiskalpakt und zum ESM davon abhängig macht, dass Merkel im Vorfeld den von ihr abgelehnten europäischen Wachstumspakt durchbringen muss, bevor sie an eine Zweidrittelmehrheit überhaupt denken darf?

No, Madame!

Öffentlichkeitswirksam, wie es sich für eine große Darbietung geziemt, wurde am Freitagabend erst einmal abgewartet, wie sich die Bundeskanzlerin in Brüssel verhält. Nun dürfte im gesamten Euroland und insbesondere den Herren Hollande, Rajoy und Monti klar gewesen sein, wie erpressbar Merkel daherkommt.

Wie ein wundgeschossenes Wild wurde Merkel vorangetrieben. Diese Steilvorlage hat die Bundeskanzlerin, und schlussendlich wir, den sozialistischen Kollektivieren aus Deutschland zu verdanken. Wurde vor einigen Tagen das Wachstumspaket vehement von Spanien, Frankreich und Italien gefordert, so hieß es, aufgrund der günstigen Verhandlungsbasis nun am Donnertag “NO, Madame!” Monti wollte Zugeständnisse in Form von gelockerten Auflagen, sollte sein Land oder eines der südeuropäischen Schuldenstaaten in die Verlegenheit kommen, finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen zu müssen.

Das Ergebnis ist bekannt, Merkel musste Zugeständnisse machen, die dem deutschen Steuerzahler noch teuer zu stehen kommen werden.

Ähnlichkeiten sind vorhanden

Mag sich die SPD auch noch so sehr über den getroffenen Vergleich aufregen, dass ihr schädliches Beharren auf einen Wachstumspakt der Dolchstoßlegende nahe kommt. Aber wie bitte sonst muss man es werten, wenn die Hauptakteure Steinmeier, Steinbrück und Gabriel diametral den deutschen Interessen entgegenarbeiten und dem deutschen Volk den Dolch in Form von noch höheren Kosten in den Rücken jagen?

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Birgit Stöger

(2) Readers Comments

  1. Die Kanzlerin ist vorige Woche betrogen worden. Das ist eindeutig. In Rom und wohl auch in Paris“, sagte der ehemalige EU-Kommissar für Industrie, Günter Verheugen. Hat Sie´s nicht gemerkt- oder was war da los?

  2. Na, wenn nur die Kanzlerin betrogen worden ist, ist die Sache ja halb so schlimm. Stellt euch mal vor, man hätte das ganze deutsche Volk betrogen!

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