Konstantin Sonnenburg: Prolog in der Hölle

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Das Land der Krise – und der Tragödien: Griechenland (Bild: Klaus Brüheim; Quelle: pixelio.de)

Gut zweieinhalb Jahre dauert inzwischen die neugriechische Tragikomödie um Euro, Wahlgeschenke, Staatsverschuldung, Unmöglichkeit der Abwertung, Sparprogramme, Kreditpakete, Rettungsschirme, Schuldenschnitte und drohender Absturz eines ganzen Landes in die finstere Drach(m)enhö(h)l(l)e. Obwohl der Brüsseler Chor dem zunehmend überdrüssigen Publikum immer und immer wieder inbrünstig die baldige Auflösung des Konflikts in rosa Wolken der Harmonie verspricht, dämmert es auch dem stumpfsinnigsten Zuschauer allmählich, dass der Höhepunkt des glorreichen Desasters noch lange nicht erreicht ist. Weder der Sturz Papandreous von der Bühne nach seinem Stolpern über ein Referendum, noch der Auftritt des Falstaff-förmigen Venizelos oder der neuen Hauptfigur Samaras haben bislang einen Wendepunkt herbeiführen können. Die letzten Wahlen signalisierten lediglich ein tapferes ‘weiter so’, und an ein glückliches Ende durch das plötzliche Einschweben eines deus ex machina in Gestalt des güldenen Rauschgoldengels Angela oder wahlweise auch der rollenden Geldbombe Wolfgang glaubt offenbar auch kaum noch jemand, obwohl beide immer wieder großzügige Vorschüsse in den Hut legen (müssen).

Damit den Zuschauern inzwischen nicht langweilig wird, tummeln sich auch noch rot und braun gewandete Clowns am linken und rechten Rand der Bühne, jonglieren bösartig grinsend mit Brandflaschen auf Bankangestellte, Polizisten und illegale Einwanderer, und versprechen in unfreiwillig komischen Einlagen goebbelsscher Eloquenz die Quadratur des Kreises: eine Rückkehr zum goldenen Zeitalter fetter Kreditschwemmen, und das ganz ohne die Tantalus-Qualen einer Spar-Hungerkur oder gar einer hyperinflationären Sintflut in Form heranwogender Drachmenberge. Indes verweigert das europäische Publikum dem Laienspiel mürrisch jeglichen Applaus und ereifert sich immer lauter über die rasant steigenden Kosten für die Zwangs-Dauerkarte, nicht wissend, dass die übrigen Spielhäuser des Kontinents lediglich Adaptionen des selben Stücks aufführen, auch wenn man dort gerade einmal erst den ersten oder auch zweiten Akt hinter sich gebracht hat, in manchen Fällen auch erst nur den Prolog.

Den schwarzen Humor einmal beiseite; in Griechenland spielt sich eine Tragödie ab, die paradigmatisch auf die Zukunft weiter Teile Europas verweist. Vor den Augen der Welt bricht eine Gesellschaft in Zeitlupe zusammen und stürzt zurück in die Armut, die für dieses Land schon in der Antike charakteristisch war. Schlimmer: die sich beschleunigende Erosion eines kurzlebigen Wohlstands führt zu Unruhe, Hass und Gewalt gegen Staat, politische Gegner und unbeliebte Minderheiten, sowie zu einem erschreckenden Anstieg an Kriminalität und blankem Elend.

Währungsmechanik und Politik

Als das gebeutelte Land einst noch Fluch und Segen der Drachme ertragen musste, konnten die Regierungen Staatsanleihen zwar nur für enorm hohe Zinsen an den Mann bringen, aber dafür bestand jederzeit die Möglichkeit, sich über Abwertungen teilweise zu entschulden. Diese Politik war zwar für Sparer ein ständiges Ärgernis, aber dafür waren die Preise für griechische Agrarprodukte niedrig, und dank günstiger Angebote konnte sich auch die Tourismusindustrie über eine mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Die Gesellschaft war trotz einiger enormer Vermögen insgesamt alles andere als reich, kam aber insgesamt halbwegs über die Runden.

Als Griechenland trotz Beweisen für gefälschte Statistiken und trotz ernstzunehmender Bedenken unter Rot-Grün fahrlässig in die Eurozone aufgenommen wurde, änderte sich sehr vieles. Über Nacht war das Land einer damals noch halbwegs stabilen Währung beigetreten, und konnte sich dank der impliziten Bürgschaften von Ländern wie Deutschland, Österreich, Finnland aber auch Frankreich, zu sensationell günstigen Konditionen frische Kredite verschaffen, deren Umfang noch dazu deutlich anstieg. Das vorher alles andere als reiche Land schwamm plötzlich in (geliehenem) Geld.

Anstatt diese Gelder aber nun langfristig in einen vernünftigen Ausbau der Infrastruktur und vor allem in Bildung und Forschung zu investieren, wurden unvorstellbare Summen für Prestige- und Korruptionsbauten und in erster Linie für Wahlgeschenke in Form von Staatspöstchen, Gehaltserhöhungen und Wohlfühl-Sozialmaßnahmen verschleudert. Als sich dann 2009 abzeichnete, dass Griechenland an dem gigantischen Staatsdefizit und den nicht minder gigantischen Schuldenbergen zu ersticken drohte, mussten die Griechen zu ihrem Entsetzen feststellen, dass ihre Schulden durch die Koppelung an den Euro nicht mehr wie früher einfach durch eine Währungsabwertung reduziert werden konnten.

Verzweifeltes Gegensteuern

Inzwischen kommt das Land unter der Schuldenlast von über dreihunderttausend Millionen Euro Schulden nicht mehr auf die Beine. Immerhin gab und gibt es Ansätze, den allgegenwärtigen Schlendrian ein wenig einzudämmen, indem man längst Verstorbenen die Renten strich, Blinde über Nacht wieder sehend machte, und man die für die Entwässerung des Kopais-Sees in Thessalien verantwortliche Behörde zusammenkürzte – nur etwa fünf Jahrzehnte, nachdem sie ihre Aufgabe ausgeführt hatte. Diese Einsparungen kommen jedoch längst zu spät und erinnern überhaupt an den sprichwörtlichen Tropfen auf dem heißen Stein. Der Rückgang des Tourismus und das allgemeine Wegbrechen der griechischen Wirtschaft lassen jedenfalls alle Maßnahmen zur Erhöhung der Steuereinnahmen scheitern. Noch dazu prallen diese Versuche in der Regel am Trotz und am Einfallsreichtum der griechischen Bevölkerung wirkungslos ab.

Verzweifelte Versuche, Besitzer nicht angemeldeter Swimmingpools über Satellitenaufnahmen ausfindig zu machen, wurden von letzteren mit Tarnnetzen oder simplen Bretterabdeckungen konterkariert. Einer Yachtensteuer könnten sich die Besitzer einfach durch eine Flucht in türkische Häfen entziehen. Größere Vermögen wurden anscheinend bereits außer Landes gebracht und in Immobilien in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz und anderen Staaten investiert. Und den Grundbesitz zu besteuern fällt schwer in einem Land, in dem es oft nicht einmal Grundbücher bzw. überhaupt Katasterämter gibt. Gerüchten zufolge ist die Verwaltung auf manchen der vielen kleinen Inseln sogar noch handschriftlich organisiert. Eine Steuer auf Gebäude existiert zwar in Griechenland durchaus, doch wird diese nur auf fertige Häuser erhoben, was die örtlichen Häuslebauer geschickt umgehen, indem sie einfach das oberste Stockwerk unvollendet lassen. Kurz gesagt: ein Staatsbankrott und die damit einhergehende Massenverelendung lassen sich nur durch weitere Hilfskredite hinauszögern.

Langfristig wäre eine Rückkehr zur Drachme wohl das vernünftigste. Der massiven Abwertung dieser neuen Währung und dem extremen Preisanstieg für Importgüter (z.B. Öl) stünde aber erst mittelfristig eine Erholung durch jetzt deutlich günstigere Angebote für Agrarprodukte und Dienstleistungen (i.e. Tourismus) entgegen. Anders als z.B. bei der Währungsreform 1948 in Deutschland ließe sich die in Griechenland vorhandene Euro-Menge aber gar nicht komplett in Drachmen umwandeln, da der Euro in den übrigen Ländern der Eurozone ja nach wie vor akzeptiert werden würde, und die Griechen ihre Eurobestände zu Hause oder gleich im Ausland bunkern. Sollte es tatsächlich zu einem Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone kommen, wären ihre Ersparnisse dadurch nicht von der zu erwartenden Radikalabwertung betroffen. Diese schleichende Geldflucht scheint in den letzten Wochen dramatisch zugenommen zu haben. Inzwischen werden jeden Tag bis zu mehrere Hundert Millionen Euros (!) abgehoben. Seit Beginn der Krise hat wurden durch diesen nationalen Bank-run angeblich 80 Milliarden abgezogen. Tragischer weise wird durch diesen radikalen Aderlass die Abwärtsspirale der griechischen Kredit- und Realwirtschaft noch einmal massiv beschleunigt.

Der Kollaps der „heilen Welt”

Die Einsparungen, das Absacken der Wirtschaft, das Fernbleiben von Investoren und die extreme Kapitalflucht sind alles Faktoren, aufgrund derer die griechische Gesellschaft im Rekordtempo zusammensackt. Die Arbeitslosigkeit stieg auf 22% Prozent. Viele Angestellte und auch Beamte erlitten schmerzhafte Gehaltskürzungen. Unzählige können ihre Kredite nicht mehr bedienen. In Extremfällen ‘vergessen’ Eltern ihre Kinder im Kindergarten, weil sie nicht mehr genug Geld für ihre Ernährung haben. Menschen stehen Schlange, um Lebensmittelspenden zu erhalten. Sogar über die Aussetzung von Neugeborenen auf Müllkippen wurde schon berichtet.

Besonders beunruhigend ist die Explosion der Kriminalitätsrate. Zwar stieg die Mordrate ‘nur’ um 5%, doch hat sich die Zahl der Raubüberfälle mehr als verdoppelt. Auf Kreta explodierte die Zahl der Einbrüche innerhalb von nur zwei Jahren um 700% (!). Dass es im Rest Griechenlands sehr viel besser aussieht, ist sehr unwahrscheinlich. Vor kurzem streikten die Apotheker, nachdem einer ihrer Kollegen in seinem eigenen Geschäft erschossen wurde.
Wie sehr sich die Griechen durch die dramatische Zunahme der Verbrechensrate bedroht bzw. vom Staat nicht mehr beschützt fühlen, demonstriert eindrucksvoll der sprunghaft angestiegene Verkauf von Gewehren und anderen Schusswaffen. In Griechenland sind etwas über eine Million Schusswaffen registriert, d.h. mindestens jeder zehnte Grieche ist bewaffnet. Rechnet man noch die sicher ebenfalls hohe Menge illegaler Waffen dazu, so beginnt man zu begreifen, welche Explosivkraft dem inzwischen zunehmend auf Selbstjustiz ausgerichteten Klima innewohnt.

Für die zunehmende Gewalt ist nicht zuletzt auch die moderne Völkerwanderung verantwortlich. Griechenland dient zwar den meisten der illegalen Einwanderer aus Afrika, Nah- und Mittelost nur als Durchgangsstation auf dem Weg zu den grünen Sozialweiden Zentraleuropas, doch ist es nicht leicht, von der griechischen Halbinsel weiter nach Italien zu gelangen: alleine im Fährhafen Patras warten Tausende auf eine Gelegenheit, als blinde Passagiere nach Italien übersetzen zu können. Insgesamt sind vermutlich etwa eine Million größtenteils muslimische ‘Illigranten’ in Griechenland gestrandet. Solange die Kreditschwemme noch anhielt, konnten sich die meisten halbwegs mit Billigjobs oder Schwarzarbeit versorgen, aber inzwischen sind immer mehr gezwungen, sich mit Drogenhandel, Einbruch oder Raub über Wasser zu halten.

Der Kollaps der öffentlichen Sicherheit und die ständige Lebensgefahr in ganzen Stadtvierteln von Athen und Saloniki, z.T. aber auch schon auf dem flachen Land, sind wiederum Wasser auf die Mühlen der Rechtsextremen, die das staatliche Machtvakuum für ihre Zwecke nutzen. Trupps der neofaschistischen ‘Goldenen Morgenröte’ bieten Alten und Schwachen in kulturell stark ‘angereicherten’ Gegenden beim Einkaufen Personenschutz. Dass die griechische Minderheit in diesen Stadtvierteln inzwischen offenbar mehrheitlich die Rechtsextremen wählt, ist zwar schmerzlich, andererseits aber auch nicht verwunderlich. Brutalen Gewalttaten wie der Ermordung eines werdenden Familienvaters durch drei Afghanen im Jahr 2011 oder dem Mord an einem Griechen in Patras (ebenfalls durch drei Afghanen) stehen inzwischen erschreckend häufig gewaltsame Übergriffe der Rechtsextremen auf illegale Einwanderer gegenüber.

Auch kulturell bedingte Massenausschreitungen gestalten dieses bunte Zusammenleben nicht eben besser. 2011 lösten Gerüchte, griechische Polizisten hätten einen Koran ‘geschändet’, massive Unruhen aus, bei denen die vor dem Parlament aufmarschierte Polizei mit Steinen und Marmorbrocken bombardiert wurde – ein klares Zeichen, dass der Islam inzwischen auch zu Griechenland gehört. Als im Juni 2012 ein Roma verhaftet wurde, nachdem er durch unbedachtes Fahren einen Polizisten getötet und einen weiteren schwer verletzt hatte, reagierten seine Freunde und Verwandten, indem sie in Kompaniestärke einen Linienbus attackierten und anschließend Geschäfte verwüsteten. Mehrere Polizisten wurden durch Steinwürfe z.T. schwer verletzt, einer auch durch Beschuss.

Es ist leider mehr als wahrscheinlich, dass diese Radikalisierungs- und Zerfallsprozesse sich noch dramatisch beschleunigen werden, sollte Griechenland ruckartig aus der Eurozone ausgestoßen werden, oder sollten die Rettungsversuche der EU, wie anzunehmen ist, an den dickeren Brocken Spanien, Italien und Frankreich scheitern, was wiederum einen Gesamtkollaps des Euros und starke Inflation auslösen würde.
Ein bitterer Trost ist es, dass aufgrund der auch in Griechenland vorhandenen Gebärarmut – anders als in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg – für einen Bürgerkrieg inzwischen wohl nicht mehr genug demographisches Potential vorhanden ist. Zumindest nicht bei den Griechen selbst.

Menetekel Griechenland

Erste Vorboten dieses schleichenden Zivilisationszerfalls sind freilich auch in anderen Teilen Europas schon mit geschlossenen Augen nicht mehr zu übersehen. Auch anderswo hat der Staat durch sein Leben von der Substanz und seine Impotenz gegenüber Kriminalität und Massenmigration stark an Autorität eingebüßt. In der Westschweiz kommt es inzwischen zu Überfällen nordafrikanischer Banden mit Sturmgewehren und Panzerfäusten. Im Odergebiet hat die mit Einsparungen und dem verbissenem Festhalten an dem Mantra offener Grenzen überlastete Polizei de facto kapituliert. Bürger schützen ihre Anwesen mit Stacheldraht, und offenbar existieren bereits inoffizielle Selbstschutzverbände als Antwort auf die Gefährdung durch schwer bewaffnete Diebesbanden. Dass die Landesregierungen die Lage mit nachweislich manipulierten Statistiken schönfärben und aus Kostengründen Tausende Polizisten wegrationalisieren, hilft nicht gerade, die Verbitterung der Bürger zu beseitigen. Viele der Betroffenen sind durch die endlosen Diebstähle von Autos, landwirtschaftlichen Fahrzeugen und im Grunde Gegenständen aller Art in ihrer Existenz bedroht.

Ihnen muss es wie Hohn erscheinen, dass die Politik, die durch ihre hyperidealistischen aber realitätsfernen Beschlüsse diese Misere überhaupt erst zugelassen hat, nun mit ständigen Kampagnen gegen legalen Waffenbesitz den Bewohnern in den grenznahen Gebieten den Entzug ihre im Grunde einzigen noch verbleibenden Schutzmöglichkeiten androht. Da die Exekutive sich aber bereits derartig kaputtgespart hat, dass für irgendwelche Kontrollen dann wohl schlicht kein Personal mehr vorhanden wäre, dürften die Bürger in den betroffenen Gebieten in diesem Fall wohl schlicht auf Vorschriften pfeifen und sich – dank der offenen Grenzen – auf den blühenden Schwarzmärkten östlich der Oder eindecken. Für andere Regionen, insbesondere Nordrhein-Westfalen mit seiner schmerzhaft gestiegenen Einbruchsrate oder die failing city states Bremen und Berlin, wird langfristig dasselbe gelten.
Dies mögen düstere Zukunftsszenarien sein, aber das aktuelle Chaos in Griechenland dürfte vor einigen Jahren auch kaum jemand erwartet haben.

Quellen:

  1. Daily Mail: Children dumped streets Greek parents afford them [16.01.2012]
  2. FAZ: Grenzüberschreitende Kriminalität im Nu über die Neisse [25.02.2012]
  3. Digitaljournal: Zu den Ausschreitungen in Patras nach der Ermordung eines Griechen durch drei Afghanen [23.05.2012]
  4. 20 Minuten: Kriminaltouristen mit Panzerfaust [27.05.2012]
  5. DWN: Griechenland: Sprunghafter Anstieg beim Verkauf von Jagdgewehren [11.06.2011]
  6. Welt: Dramatisch mehr Raub und Mord in Griechenland [15.06.2012]
  7. SZ: Griechenland und die Währungsunion mit Anlauf in die Katastrophe – Desaster schon vor einem Jahrzehnt vor einem Jahrzehnt prognostiziert [15.06.2012]
  8. SPIEGEL: Wahl in Griechenland Krise macht die Rechtsextremen stark [15.06.2012]
  9. SPIEGEL: Euro-Krise: Wie Griechen ihre Konten plündern [16.06.2012]
  10. DMSN: Korruption der griechischen Parteien [18.06.12]
  11. DWN: Kein Ende der Gewalt gegen Ausländer in Griechenland[20.06.2012]
  12. Daily Mail: Starving Greeks food thousands politicatians finally form coalition goverment [22.06.2012]

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(4) Readers Comments

  1. Sehr guter Artikel zur griechischen Tragödie auf EU-Ebene. Nachdem das mit der Rettung von Griechenland nicht ganz so toll klappt, wird uns nun erzählt wie wichtig ein vereintes Europa sei. Ohne massive Eingriffe in die Verfassung geht das nicht, aber da .. simsalabim hat unser König Schäuble ja das Grundgesetzt der EU – und da steht doch tatsächlich, dass es ok geht, wenn nationlale Verfassungen geändert werden um EU-”Belange” druchzubekommen. Uns wurde zwar vor 20 Jahren genau das Gegenteil erzählt: No-bail-out ,keine Abgabe souveräner Hoheiten usw. – alles Schall und Rauch. Bin wirklich gespannt, wann der Knoten platz.

  2. Wir brauchen uns nicht mehr aufregen, besonders nicht über Griechenland. Unsere offizielle Staatsverschuldung beträgt rund 2.000 Mrd. Die ungedeckten Pensionsansprüche (+ Krankenkasse und Pflegeversicherung) unserer Beamten und Politiker belaufen sich auf 6.000 Mrd. (Prof. Eilfort, Stiftung Marktwirtschaft Berlin). Dazu kommen sicher noch Schattenschulden der KFW …. Firmenbürgschaften …. ESFS Bürgschaften … bald ESM Bürgschaften etc. etc.

    Wenn man von den offiziellen 40.000.000 Beschäftigten in Deutschland ausgeht, muss jeder davon eine Schuldenlast von 200.000 Euro tragen, plus Sozialversicherung, Altersvorsorge, ……. auch die 400 Euro Schlecker/DM/Rossmann Frau. Da ist doch jetzt schon zappenduster !

    Deswegen dürfen wir auch bald drüber abstimmen, lol

  3. Was passiert eigentlich, wenn wir uns auch auf den Standpunkt stellen: “Ätsch, wir haben zwar Hilfen zugesagt, aber nööö … jetzt doch nicht mehr”? Was würde dann passieren?

  4. Es geht der Eu und den Damen und Herren in Brüssel doch gar nicht ums Geld, Rettungsschirme 1-25000 interessieren die doch überhaupt nicht.Wenn neues virtuelles Geld erforderlich ist, wird es einfach nachgedruckt oder erscheint mir nichts dir nichts auf irgendeinem Bildschirm.Gegenwert gleich null.
    Es fällt doch auf, daß hauptsächlich finanziell marode Staaten in die Eu aufgenommen werden sollen, bestes Beispiel Griechenland, dieses hat nicht um eine Aufnahme gebettelt, und den Zuständigen in Brüssel war und ist die finanzielle Situation sehr wohl bewußt.Dennoch wurde (u.a.) Griechenland geradezu genötigt in die Eu zu kommen, schließlich bietet die desolate Finanzlage der Griechen doch einen hervorragenden Angriffspunkt auf die nationalen Gesetze Griechenlands.
    Und das ist der springende Punkt der Eu-Diktatoren, Geld ist völlig egal, aber Macht wollen sie haben, Einfluß nehmen auf staatliche Parlamente um dann irgendwann “die vereinigten Staaten von Europa” durchzusetzen, koste es, was es wolle.
    Virtuelles Geld ist wirklich nur Nebensache.

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