Frank-Furter Schnauze: Willst Du mit mir gehen? Ja? Nein? Vielleicht?

blu-News

Keine Chance für islamkritische Liebesbriefe - und das ist wohl auch besser so (Bild: S. Hofschlaeger; Quelle: pixelio.de)

Auf Politically Incorrect (PI) fand jüngst eine Umfrage statt: „Brauchen wir eine Bündelung der islamkritischen Kräfte?“ Das eindeutige Ergebnis: 78 Prozent forderten „Ja, islamkritische Kräfte sollten künftig gemeinsam an einem Strang ziehen“. Gemeint waren damit explizit die Parteien Die Freiheit, die Pro-Bewegung, die Republikaner und die Bürger in Wut. Den vier Parteivorsitzenden wurde daraufhin von PI ein Fragenkatalog zugesandt. Das Ergebnis der islamkritischen Liebesbriefe: Man ist so schlau als wie zuvor. Und das ist wohl auch gut so.

Willst Du mit mir gehen? Ja? Nein? Vielleicht? So ungefähr lässt sich summieren, was sich jüngst auf Deutschlands führendem islamkritischen Blog abspielte. PI stellte diese Frage an vier Parteivorsitzende, und zwar im Namen der jeweils anderen drei. Das Ziel der islamkritischen Liebesbriefe: Eine islamkritische Einheitspartei. Oder: Jene „Rechtspartei“, die blu-News am 1. April diesen Jahres noch als Aufhänger für einen Aprilscherz skizzierte. Wie schnell sich die Zeiten ändern! Lustig, irgendwie.

Das Kästchen mit dem „Vielleicht“ bleibt ohne Kreuz

Die Antworten der Parteichefs fielen deutlich aus: PRO-NRW-Chef Markus Beisicht und der Vorsitzende der Republikaner, Dr. Rolf Schlierer, gaben sich und allen anderen das „Ja“-Wort. Mutmaßlich sind zwischen Beisicht und Schlierer längst Ringe ausgetauscht, das Ziel der Hochzeitsreise steht wahrscheinlich schon fest. Ob man sie dort – wo auch immer! – willkommen heißen wird, ist eine andere Frage. Jan Timke von den Bürgern in Wut antwortete indes mit einem genauso klaren wie sachlichen „Nein“. Und René Stadtkewitz, Chef der Freiheit, hatte gar den Einsendeschluss verpasst. Da der „Rechtsweg“ offenbar ausgeschlossen war, meldete sich kurzfristig sein Stellvertreter Marc Doll auf PI zu Wort. Ergebnis: Das Kästchen mit dem „Vielleicht“ bleibt ohne Kreuz, auch Die Freiheit nimmt sich dieselbe, „Nein“ zu sagen.

Bevor PI die Parteichefs konsultierte, hatte der Blog seine Leser befragt: 78 Prozent stimmten für eine engere Kooperation „islamkritischer“ Parteien. Freilich kann man das Umfrageergebnis nicht als gänzlich korrekt werten, da jedermann mehrfach abstimmen konnte, was das Ergebnis verfälscht haben dürfte. Dennoch ist davon auszugehen, dass sich eine Mehrheit der Leser von Deutschlands größtem islamkritischen Blog eine Zusammenarbeit der besagten vier Parteien, wenn nicht gar eine Fusion derselben, wirklich wünscht.

Die christliche Güte des Markus Beisicht

Im Falle von PRO und REP ist dergleichen bereits weit gediehen. Dementsprechend deckungsgleich fielen die Antworten von Beisicht und Schlierer aus. Beisicht beispielsweise meint, dass „sowohl mit den Republikanern, als auch mit der Freiheit und den Bürgern in Wut“ eine inhaltliche Mindestschnittmenge „locker erreicht“ sei. Und Schlierer wünscht sich „gemeinsame Veranstaltung“, die „Vertrauen und Solidarität“ untereinander schaffen sollen.

Wesentliche Unterschiede, grundsätzliche Differenzen und berechtigte Vorbehalte wurden hingegen gekonnt umschifft und kleingeredet. Mit Blick auf ehemalige NPD-Kader in Reihen der PRO-Bewegung servierte PI sogar mundgerecht eine Frage, auf die sich Beisicht als gütiger Christ inszenierte, der es für richtig hält, „den Betroffenen eine zweite Chance eingeräumt zu haben“. An der Basis der PRO-Bewegung mag dergleichen den ein oder anderen Leser zu Tränen rühren. Entscheidender wäre allerdings die Frage, was die vielen potenziellen Wähler einer neuen Partei „rechts von der CDU“ von solchen Personalien halten. Ob die Wähler wirklich der Logik folgen würden, dass die Karrieren ehemaliger Kommunisten in linken Parteien Grund genug sind, rechte Parteien mit ehemaligen NPD-Kadern in Führungspositionen zu wählen? Und welche Rolle spielen dabei wohl die Medien, die zweifelsohne ein trügerisches Spiel spielen, an denen man aber als politische Kraft zwangsläufig nicht vorbei kommt? Fragen, die nicht gestellt wurden. Fragen, die folglich unbeantwortet blieben.

Entscheidende Faktoren für einen langfristigen Erfolg

Tatsächlich ist es bezeichnend, dass die PRO-Bewegung und die Republikaner am lautesten für einen Zusammenschluss „islamkritischer“ Parteien trommeln. Denn faktisch haben sie am allerwenigsten zu verlieren. Die Republikaner verschwanden schon vor Jahren in der Bedeutungslosigkeit, die PRO-Bewegung erzielte erst jüngst in NRW trotz massiver medialer Aufmerksamkeit ein enttäuschendes Ergebnis. Da kommt die Debatte über einen Zusammenschluss mit anderen Parteien gerade recht, lenkt sie doch von eigenen Versäumnissen – insbesondere auf Führungsebene – ab, suggeriert sie doch, es gebe einen einfachen Weg zum langersehnten politischen Erfolg und schafft sie doch – im Falle einer Absage der Anderen – ein höchst willkommenes Feindbild, auf das sich der Frust der eigenen Basis lenken lässt.

Das dürfte nun vor allem Jan Timke blühen, der über die ständigen Annäherungsversuche der PRO-Bewegung sicher wenig erfreut ist. Tatsächlich haben aber gerade er und die Bürger in Wut sehr wohl etwas zu verlieren: Als einzige Partei „rechts von der CDU“, die in einem Landtag vertreten ist, machen die Bürger in Wut vor, wie der Aufbau einer politischen Alternative funktionieren kann. Mit stetiger, kontinuierlicher und vor allem seriöser Arbeit, einem stringenten Programm und kompetentem, gleichwohl eingeschworenem Personal an der Spitze. Da wäre es alles andere als förderlich und zudem ein Widerspruch, nun mit Parteien zu kooperieren, die vielleicht in dem ein oder anderen Punkt ähnliche Sichtweisen vertreten, in der Summe jedoch für eine ganz andere Politik und einen ganz anderen Politikstil stehen, die sich zudem gerade in der jüngeren Vergangenheit alles andere als seriös gebärdeten. Leider neigt ein großer Teil der PI-Leser offensichtlich dazu, die Islamkritik einem Dogma gleich über alles andere zu stellen. Doch sind insbesondere der Auftritt einer Partei, ihr Profil, ihre handelnden Personen und daraus resultierend ihre Glaubwürdigkeit und Seriosität entscheidende Faktoren für einen langfristigen Erfolg – vor allem, wenn sie sich mit ihrem Angebot an das anspruchsvolle bürgerliche Lager richtet.

Das sollte man respektieren

Insbesondere in Sachen Glaubwürdigkeit und Seriosität konnte Timke mit seiner kurzen Antwort überzeugen: Der BIW-Bundesvorstand habe den Sachverhalt diskutiert und sei zu dem Schluss gekommen, dass er „keine Grundlage für eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit der PRO-Bewegung und den Republikanern“ sieht. Diese Antwort bedeutet vor allem folgendes: Erstens, Jan Timke führt sich nicht auf wie der Herr über seine Schäflein, sondern der BIW-Bundesvorstand hat über die Sache gemeinsam entschieden. Das sollte man respektieren. Und zweitens: Der BIW-Bundesvorstand ist offenbar der Meinung, dass eine Zusammenarbeit für die Bürger in Wut nicht förderlich wäre. Dass Timke, beziehungsweise der BIW-Bundesvorstand, die Gründe für diese Einschätzung nicht näher spezifiziert, ist durchaus als Entgegenkommen zu werten. Offenbar liegt den Bürgern in Wut herzlich wenig an einer Schlammschlacht in der islamkritischen Bloggosphäre. Man will einfach weiter in Ruhe seine Arbeit machen. Auch das sollte man respektieren.

Im Lager der PRO-Bewegung scheint man das allerdings ganz anders zu sehen. Der hauseigene Blog „freiheitlich“ erfreut sich aktuell der vermeintlich guten Figur, die Schlierer und Beisicht im PI-Interview gemacht hätten und sprüht einmal mehr Gift und Galle in Richtung Stadtkewitz und Timke. Der Respekt vor den freien Entscheidungen anderer ist bei den selbst-erklärten Freiheitlichen offensichtlich nicht all zu ausgeprägt. Von christlicher Güte ganz zu schweigen.

Genauso schlau als wie zuvor

Zudem scheint die Freude über die PI-Kampagne unter den PRO-Bloggern aktuell gar keine Grenzen zu kennen. Und in einem Punkt ist diese Freude berechtigt: Innerhalb der islamkritischen Szene haben PRO und REPs durch ihre Haltung zweifelsohne an Zuspruch gewonnen. Jan Timke und seine Bürger in Wut dürften das allerdings relativ gelassen wahrnehmen. Die „islamkritische und freiheitliche Bewegung“, die man auf „freiheitlich“ nun schon skizziert, und als deren Sprachrohr man sich offenbar fühlt, ist von äußerst überschaubarer Größe. Und sie leidet vor allem unter einem: Krasser Selbstüberschätzung. PI beispielsweise erreicht als Leitmedium der Szene mit viel Wohlwollen 0,1 bis 0,2 Prozent der deutschen Wahlberechtigten. Das ist für einen Blog eine großartige Leistung, die es zu respektieren und anzuerkennen gilt. Für eine Partei reicht das allerdings nicht einmal zu einer nennenswerten Basis. Auch das ist ein Grund für die frustrierenden Wahlergebnisse „islamkritischer“ Parteien der letzten Jahre.

Die Wahrheit, die man in diesen Kreisen nicht gerne hört, lautet: Der entscheidende Schritt zu einer politischen Alternative „rechts von der CDU“ wird eben nicht in einer politisch und gesellschaftlich isolierten Szene stattfinden. Entscheidend ist vielmehr der Schritt aus dieser Isolation heraus. Und in diesem entscheidenden Punkt haben die Bürger in Wut derzeit fraglos die Nase vorn. Warum das so ist, haben die islamkritischen Liebesbriefe und die Reaktionen darauf deutlich vorgeführt. Im Ergebnis ist man also genauso schlau als wie zuvor. Und das ist in diesem Fall wohl auch außerordentlich gut so.

PS: Das Wort „islamkritisch“ ist in Bezug auf Parteien in diesem Artikel deswegen oft in Anführungsstriche gesetzt, weil es der Autor des Artikels ziemlich befremdlich findet, sollte sich eine Partei nur über „Islamkritik“ definieren. Mutmaßlich ist das auch bei keiner der vier Parteien durchweg der Fall. Daher die Anführungsstriche.

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Marco Pino

(33) Readers Comments

  1. Danke!! Genau mein Reden! Nur durch eine Fusion wird sich nix verbessern. Et is egal, wie das Dingen heisst, et is egal, ob mit oder ohne DF oder Pro, et is egal, egal, egaaaaaaaaal! Was zählt ist, dass es was erreicht! Also sollte man denen folgen, die Erfolg versprechen!!!

  2. Besser als Marco kann man es mal wieder nicht ausdrücken! Vor allem der letzte Teil ist den Anhängern von PRO & Konsorten nicht verständlich, ist es doch so viel bequemer, sich im eigenen Saft zu suhlen. Dann muss man schließlich nicht einmal verstehen, wie die anderen Denken, geschweige denn, dass man ihnen eine Alternative bieten müsste.

    Tatsächlich sind die Strömungen des im weitesten Sinne bürgerlich-liberalen oder freiheitlich-konservativen Lagers so unterschiedlich (hinzukommen die eher linken Humanisten), dass nur Kooperationen, nicht aber Fusionen der gangbare Weg sein können.

  3. Vielen Dank an Frank Furter, der mir wie (fast) immer aus der Seele spricht.

    By the way: Kann man die PRO Bürgerbewegung eigentlich noch islam”kritisch” nennen? Und sollten sich die bürgerlichen, liberalen und seriösen Kräfte nicht über eine Bündelung der unseriösen Kräfte freuen?

  4. Und wenn der Mensch noch so ein feiner Kumpel sein mag, eine (auch abgelegte) Mitgliedschaft bei der NPD oder den Linken oder auch den REPs verbrennen ihn in der Öffentlichkeit, schaden der Partei in der medialen und öffentlichen Wahrnehmung und sind – um hier mal Frau Dr. Kanzlerin zu bemühen “nicht hilfreich”.

    Richtige Entscheidung von Timke und Stadtkewitz / Doll…

    Hatte M.Stürzenberger eigentlich keine Freigabe, die Fragen zu beantworten? ;-)

  5. Schönes Pro-Bashing.

    Marc Doll hat das gleiche gemacht., Zum Glück bin ich aus der DF ausgetreten. Eigentlich sollte ich mal aus dem Nähkästchen reden. Von der direkten Basisdemokratie, von der man dort immer schwärmte ist nämlich nichts vorhanden. Im Forum damals wurden unliebige Postings einfach gelöscht, könnte ja irgendwie “rechts” sein. Herr Doll und Stadtkewitz sind in meinen Augen entweder unfähig oder überfordert. Wenn man mehrere eMails in gewissen Abständen schreibt und keine Antwort erhält, ja sogar auf konstruktive Kritik nicht Antwortet wars das bei mir. Die Wahl in Berlin ist ja wie erwartet ernüchternd ausgefallen.

    Meine Prognose, DF wird bis 2050, wenn Muslime uns regieren, immer noch bei 0,X% rumkrebsen, wenn vorher nicht alle Mitgliedsbeiträge aufgebraucht sind.

    Ich würde auch gerne mal wissen was aus der 50.000 € Spende geworden ist, und wofür das Geld verwendet wurde. Ich habe einen nicht unwesentlichen Beitrag dafür gespendet.

    Achja, ich bin zur Zeit parteilos, und werde es wohl auch bleiben.

  6. Ich kann den Artikel nicht verstehen. PRO hat in NRW, was noch ein ganz anderes Pflaster ist, fast 120.000 Stimmen bekommen. BIW in Bremen fast 50.000. Beides muss man honorieren, aber daraus BIW zum zukunftsfähigeren Projekt zu machen halte ich für Unsinn. PRO und REP werden immer mehr Mandate und Wählerstimmen einstreichen wie BIW. Von der Freiheit braucht man gar nicht reden. Ich dachte nach dem 0,9% Ergebnis gegenüber PRO mit 1,2% hätte sich die Distanziererei endlich erledigt. Der Wähler hat die Distanz nicht belohnt und er wird sie auch nicht belohnen. Und die Medien erst recht nicht. Ich frage mich, wann diese Leute das endlich mal verstehen werden. Die Basis bei PI ist doch auch zu der Meinung gekommen. Was dann bleibt sind die inhaltlichen Unterschiede, die besprochen werden müssen. Aber dafür geben sich die Herren Timke und Stadtkewitz ja nicht her, da arbeitet man lieber mit Scheinargumenten, die keiner mehr hören möchte. Am Ende geht es eben auch nicht um Liebesbriefe, um gar eine Hochzeit, sondern darum unser Land zu retten, welches jeden Tag weiter am Abgrund steht. Da braucht es weder gegenseitiger Liebe noch sonst was, denn es sollte uns allen eine Pflicht sein.

  7. Vier tote Pferde vor einen Karren zu spannen und dann zu glauben …
    wird ein Rohrkrepierer der Nichtkapierer.

    Diese Parteien agieren, um es höflich zu sagen, rein selbstreferentiell. Man suhlt sich im 1% Teich und fragt sich warum. Die größte Enttäuschung von allen ist Stadtkewitz. Es ist zum heulen.

    Was mehr als 1% der Menschen nicht verstehen ist, weshalb es ein Ausdruck rechter Gesinnung sein soll, sich der totalitärsten und faschistoidesten Bewegung seit der NSDAP in Deutschland, entgegen zu stellen? Zumal den Nazis der Islamismus ein hochwillkommener Bündnis- und Mordpartner war?

    Solange aber diese vier genannten Parteien sich ausschließlich selbst genügen und dabei artig jedes vom Bereicherungskult hingehaltene Stöckchen apportieren, wird sich gar nichts entwickeln noch ändern. Dazu müsste man sich dort eben mal anfangen zu fragen, was denn in Deutschland mehrheitsfähig wäre !!!
    Und schon ist es wieder vorbei – mit dem Denken.

    Aber dem nicht genug. Neben der Islamkritik will man ja auch noch auf anderen Feldern politisch glänzen. Und was böte sich besser an, als das identische Programm der bei Wahlgängen erfolgreichsten Partei in Deutschland nachzubeten?: Der FDP

    Jeder, der denken kann und sich davon angesprochen fühlt, wählt doch das Original – und nicht die schlecht gemachte Kopie. Wie blöde muss man eigentlich sein, sich als 1% Parteien an einer 3% Partei zu orientieren? Wie blöde?

    Was besseres als diese vier toten Pferde kann dem Islamismus gar nicht passieren.

  8. Achja, und was hat blu NEWS mit DF am Hut? Nichts mehr.

  9. Felix und FF ?

  10. Um ehrlich zu sein, wenn DF und BiW nicht wollen ist das ihr gutes Recht. Was mich als ehemaliges Mitglied immer wieder nervt ist diese Abgrenzerei obwohl die Medien selber keine Unterschiede zwischen DF und Pro machen. Dann sollte man einfach ehrlich sein und nicht mit solchen Scheinargumenten wie “Ex-NPDler” oder “Ein Themenpartei” kommen. Das ist es, was mich als neu konvertierter Christ stört.

  11. Felix, Marco & Christian ?

  12. Die Unterschiede zwischen den 4 Gruppierungen dürften geringer sein als es manche darstellen. Einige Bürger haben die richtigen Schlüsse zur politischen Lage bereits eher getroffen und sind daher bei REP oder Pro gelandet, andere haben sich später entschieden und anderswo ihr Glück versucht.

    Erfolg wird eine seriöse rechte Kraft erst haben, wenn sowohl fundierte Inhalte vorliegen wie auch Bereitschaft zur kreativen und intensiven Öffentlichkeitsarbeit bestehen und vor allem eine kritische Masse erreicht ist.

    Um es nicht mißzuverstehen: Abgrenzung gegen echte Extremisten ist wichtig. Unterschiede zwischen ähnlichen Gruppen zu konstruieren, weil man irriger weise glaubt, damit bei Medien punkten zu können, ist billige taktische Abgrenzung und spaltet nur das eigene Potential.

  13. Die einen sind Protesttruppen, die anderen wollen eine bürgerliche Partei sein. Der Unterschied ist entscheidend.

  14. Wenn die Medien noch keinen Unterschied machen, dann muß man ihn wieder und wieder erklären. Nur weil man Blondinen sowieso für dumm hält, muß man nicht als Blondine auf den Einsatz des Verstandes verzichten.

  15. Heute in den “heute Nachrichten” ein Bericht über das belgische Verbot von Ganzkörperkondomen und zur “Sharia4Belgium”.

    Anschließend machte der Sprecher klar, daß die Gegner der Islamisten – na was? richtig: Rechtsradikale sind. Was sonst. Normale, freibürgerliche Menschen finden nämlich nichts anstößiges an der totalitärsten und faschistoidesten Bewegung seit NSDAP in D/EU.

    Daß diese staatsdoktrinäre Verdrehung heute zum selbstverständlichen Gemeingut mutieren konnte, ist auch ein Verdienst der toten Vier.

    Aber es könnte auch durchaus sein, daß der einzig Blöde ich selbst bin, der in seiner Einfalt nicht in der Lage ist, die epochale Raffinesse eines getrennt Marschierens zu begreifen.

    Denn traditionell hatte der Islam nie einen bessern Kameraden, als den deutschen Rechtsnationalen.

    Deshalb bin wohl ich der Blöde, der nicht die historische Opferbereitschaft der toten Vier erkennen mag, sich durch die freiwillig zugezogene Stigmatisierung: “rechtsradikale Islamgegner” als sozusagen Ablenkungsmanöver zu Positionieren, um es der bürgerlichen Mitte einfach zu machen, die Augen vor der islamischen Machtübernahme auf allen Ebenen zu verschließen. Weil, rechtsradikal will ja keiner sein.

    Deshalb ist es auch kein Wunder, warum sich die toten Vier mit ihren 1% Dasein so selbstgefällig zufrieden geben. Die haben eine ganz andere Mission!

    Und bald schon heißt es, dank deren Selbstaufopferung: Sharia Accomplished

  16. @Harald

    Falsch es waren Linksnationale.Das war ja eben die Neuheit-Hitler bedauerte das er die Rechten nicht auch sofort ausgeschaltet hat und sagte selbst das 80% seiner Leute am Anfang Linke waren.Er selbst kam ja auch von den Kommunisten.Rot Grün hat übrigens keine seiner Sozialen Gesetze abgeschafft.

    http://www.schweizermonat.ch/artikel/einigkeit-und-recht-und-freiheit

    Und die Nationalsozialisten binden in der Folge das Soziale ans Nationale und schliessen damit die Juden nicht mehr nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich noch konsequenter aus.

    Hitler hatte seine schlagende Idee schon 1923: Er begriff, dass die Ideen des Sozialen und Nationalen zusammengehören – und dass der Internationalismus in der Sozialdemokratie im Grunde ein aufgesetzter, niemals massenwirksamer politischer Gedanke war. In der Weimarer Republik konnten das Nationale und Soziale leicht fusionieren, weil das Gefühl, die Deutschen seien von Feinden umstellt und von fremden Mächten politisch, wirtschaftlich und kulturell bedroht, angesichts des Versailler Vertrags und der unzähligen Folgevereinbarungen und -interventionen ständig neu geschürt wurde, übrigens von allen Parteien, von ganz rechts bis ganz links. Hitler sagte klar: Der Grossteil der deutschen Arbeiterschaft ist auf dem falschen Weg, und wir müssen diese Leute für unsere Idee gewinnen. Die Sozialisten müssen national werden, und die Nationalisten müssen sozial werden! Das ist das politische Kampfziel.

    Hitler kaufte die Zustimmung der deutschen Bürger mitunter mit sozialstaatlichen Wohltaten?

    Vollkommen richtig. Die nationalsozialistische Steuerreform von 1934 schuf die Grundlagen unseres heutigen Steuersystems vom Ehegattensplitting über Kinderfreibeträge bis zu den Steuerklassen. Dasselbe gilt für den Mieter- und Kündigungsschutz. Ende 1941 hat Hitler auf einen Schlag die Rente um 15 Prozent erhöht, ohne die aktiven Arbeitnehmer mit höheren Beiträgen zu belasten. Während die Steuern für die Masse der Arbeitenden niemals in diesen zwölf Jahren erhöht wurden, stiegen die Steuern für ­Reiche und für Unternehmer drastisch. All das geschah auf Grundlage von Schuldenmacherei und Raub.

  17. Dieser Unterschied ist doch nur imaginär! Pro NRW und vor allem auch die REP versuchen seit Jahrzehnten eine bürgerliche Alternative neben der sozialdemokratisierten CDU aufzubauen. Und auch Parteien wie die DSU werden mittlerweile mit eingebunden. Genauso wie die GDL immer mehr mit allen Islamkritikern kooperiert. Das alles ist natürlich bürgerlich und zum anderen auch Protest. Vor allem Protest gegen bürgerfeindliche Politik, Islamisierung und den Ausverkauf an die EU. In der selben Reihe steht aber auch die Freiheit, nur sie hält sich traurigerweise immer noch für was besseres und denkt sie hätte das Rad der bürgerlichen Partei neu erfunden. DF sollte in der Realität ankommen.

  18. MIt anderen Worten: NIX! Wir sind ja nicht ausgetreten, um damit unsere Liebe zur Partei zu beweisen… Frei nach den Toten Hosen: “Und alles nur, weil ich Dich liebe…” LOL

  19. Hallo PM,

    Ihrem argument, es würden ja eh alle wie Rechtsextreme behandelt, egal ob sie das wirklich sind oder nicht, setze ich eines entgegen: Die BIW werden in Bremer Lokalmedien zunehmend wie eine etablierte Kraft behandelt. Natürlich erfahren sie repressalien, natürlich gibt es dumme hetze gegen sie. Aber dass man sie noch stets so pauschal als Rechtsextreme abstempeln würde, wie noch vor ein paar jahren, ist nicht der fall. Warum nicht? Weil die Lokalmedien einfach zunehmend merken, dass sie sich lächerlich machen. Weil eben viele Bürger ihre eigenen, direkten Erfahrungen mit den BIW gemacht haben. Und die halten nun mal keine Karikaturen hoch und provozieren damit Muslime, sondern machen auf lokaler Basis seriöse Politik für die Interessen der Menschen. Wer in einer Demokratie was erreichen will, sollte das mit den Menschen tun, nicht gegen sie, oder über sie hinweg, oder oberlehrerhaft nach dem Motto: Wir haben die vollumfängliche Wahrheit, kommet und folget uns.

    Das gleiche lässt sich übrigens bei den Freien Wählern Frankfurt beobachten, auch die sind Euro- und integrationskritisch, auch die bewegten sich zuletzt bei 4%, auch die kommen von 1 bis 2%, auch die machen seriöse Arbeit, auch die werden in FAZ oder FNP zitiert, auch die kriegen langsam einen Fuß in die Tür.

    Das eigentliche Problem ist das “langsam”. Es gibt leute, die den menschen vorgaukeln, man könne binnen kurzer zeit 20% holen. Das sind Seelenfänger. Und denen kommt das Zusammenschluss-Geschwafel gerade recht. Die Wahrheit ist: Man muss es so machen wie die BIW in Bremen oder die FW-FFM, man muss organisch wachsen, die Probleme addressieren, Teil der lokalen Politik werden, dabei seriös und anständig bleiben, denn das erwartet der bürgerliche Wähler.

    Den anderen Weg, den des PLÖTZLICH in alle Landtage, gibt es auch. Aber das funktioniert nur, wenn man sich – wie die Piraten – als der Medien liebstes Kind präsentiert, linkspopulistischen Schwachsinn verzapft und dabei noch jede Menge belustigende Contents liefert. So kann aber eine bürgerliche Alternative nicht funktionieren, das scheitert an der Anspruchshaltung des Bürgertums. Und das ist wohl auch gut so.

    Es wird also Zeit brauchen, und Kraft, und Arbeit und Engagement. So wie jedes gut-bürgerliche Projekt Zeit braucht, und Kraft, und Arbeit und Engagement. Sei es eine Firma, sei es eine Partei. Hier wird niemand vom Tellerwäscher zum Millionär. Aber wer sich Mühe gibt, kann etwas erreichen. Wer jedoch glaubt, man müsse nur Karikaturen hochhalten und Salafisten provozieren, offenbart damit, dass er zum Aufbau einer bürgerlichen Alternative unfähg ist, mehr noch: ihr im Wege steht. Mit dergleichen zu koalieren, wäre deswegen ein Widerspruch. Und es würde den seriösen Kräften selbst am allermeisten schaden.

    So leid es mir tut, eine einfachere Antwort habe ich nicht. Wenn Sie lesen wollen, die Dinge seien einfacher, der politische Erfolg sei mit weniger Aufwand machbar, dann müssen Sie leider auf andere Seiten gehen. Da soll es ja einige geben. Die Suche wird Ihnen nicht schwer fallen.

    MFG

  20. “All das geschah auf Grundlage von Schuldenmacherei und Raub.”

    Immer noch ein beliebtes Instrument unter Deutschlands Internationalsozialisten…

  21. Man sollte die Lage einfach nüchtern analysieren: Welche Alternativen kommen in Betracht?

    1. Man kann darauf setzen, dass die “Altparteien” sich besinnen und ihre Politik ändern. Oder meinen, dass eine Politikänderung von den großen Parteien mitgetragen werden muss.

    Diese Auffassung wird z.B. von Sarrazin vertreten.

    Diese Annahme ist aber unrealistisch. Die Altparteien müssten dann zugeben, jahrzehntelang eine falsche Politik betrieben zu haben und für die heutigen Mißstände verantwortlich zu sein. Außerdem gibt es zuviele Personen in den Führungsgremien der Altparteien, die materielle Vorteile aus der jetzigen Situation haben oder sich diese zumindest versprechen.

    Realistisch ist eher, dass die Altparteien ihre jetzige Politik radikalisieren, gerade je mehr sich deren falsche Richtung manifestiert.

    2. Man hält sich generell von Parteien fern, rümpft über diese die Nase, weil Politik “ein schmutziges Geschäft” ist und beschränkt sich aufs Schimpfen. Und ist auf diese Einstellung stolz, weil man sie für “bürgerlich” hält. Dies ist der Kurs von Marco Pino.

    Dies setzt eine Tradition des deutschen Bürgertums fort, die im 19. Jahrhundert unter dem Begriff “Biedermeier” bekannt wurde. Diese Einstellung kennzeichnete ein Bürgertum, das darauf verzichtete, die politischen Verhältnisse gestalten zu wollen und demzufolge das Feld demokratiefeindlichen Kräften überließ.

    3. Es gibt aber auch noch eine andere Definition von “bürgerlich”, die nämlich den Bürger als “citoyen” versteht, der an der Gestaltung des Gemeinwesens, in dem er lebt, aktiv mitarbeiten will. Für einen solchen Citoyen ist es nichts Verruchtes, eine neue politische Partei zu gründen, wenn er sich von den bestehenden nicht vertreten sieht. Er betrachtet Parteien als Instrumente zur Durchsetzung seiner Interessen oder Vorstellungen und nicht als kirchenartige Weltanschauungsgemeinden.

    Für einen islamkritischen Bürger stellt sich nun allerdings die Frage, ob und welchen Sinn es hat, noch eine vierte, fünfte oder sechste islamkritische Partei zu gründen, die bei einer Wahl – falls sie denn überhaupt genügend Unterstützer-Unterschriften für eine Teilnahme bekommt – auch nur um die 0,x % der Stimmen erzielen würde.

    Insofern vertritt Pino einen richtigen Ansatz, wenn er auf beharrliche Arbeit als Erfolgsrezept verweist. Nur lässt Pino dabei unter deb Tisch fallen, dass Pro gerade auf diese Weise in einer Reihen von Kommunen und Großstädten in NRW über 5 % der Stimmen bei Kommunalwahlen – etwa in Köln – erzielt hat.

    Pino übersieht auch, dass die ganze Abgrenzeritis und Distanziererei ihm gar nichts nutzt – für die Mainsteam-Medien und dem ihnen nahestehenden kulturellen und politischen Umfeld, bleiben Leute wie er doch nur Rechtsextremisten oder bestenfalls “Rechtspopulisten”. (Oder wartet Pino auf Stephan Hebels Ritterschlag, “nur” ein “kulturalistischer Anti-Islamist” zu sein?) So, wie anderen Leuten die frühere NPD-Mitgliedschaft, wird Pino immer seine langjährige Autorenschaft bei PI nachgetragen werden. Da hilft auch alles Anbiedern und Betteln um gutes Wetter nichts.

    Die “bürgerlichen” Parteren – CDU und FDP – waren nach dem 2. WK voll von ehemaligen NSDAP-Mitgliedern, ohne dass sich deren bürgerliche Klientel daran störte. SPD und Grüne hatten nie irgendwelche Probleme damit, mit Stalinisten oder Maoisten zusammenzuarbeiten, bzw. Personen mit einschlägiger Verbandsvergangenheit als Mitglieder aufzunehmen.

    Als Resümee bleibt zu ziehen: Wer als Islamkritiker politisch etwas bewegen will, sollte abwägen, welche der vorhandenen Parteien bundesweit die besten Chancen hat, langfristig den Durchbruch zu schaffen. Und da sehe ich eigentlich nur Pro.

    P.S.:

    Und wer das Hochhalten von Plakaten – die Wahrnehmung des Grundrechts auf Versammlungs- Rede- und Kunstfreiheit – für etwas Verwerfliches hält, der hat im Grunde schon die Position der “Gegenseite” übernommen. Freilich, ohne dass ihm das von der Gegenseite gedankt wird (s.o.).

  22. Mehr vom selben? Wohin soll das führen?

    pro NRW erzielte bei der Landtagswahl 1,5% der abgegebenen Stimmen.
    Meine Vermutung geht dahin, daß unter den 40% Nichtwählern, zu denen auch ich gehöre, ein Großteil liebend gerne eine Partei wählten, die sich dem totalitären Herrschaftsanspruch des Islam in D/EU, entschieden entgegenstellte.

    Nun ist pro NRW ja offensichtlich nicht in der Lage, dieses erhebliche Potential anzufassen.
    Ganz im Gegensatz zu den Piraten (die sich damit allerdings nur die bevorstehende Fallhöhe auflegten).

    Der Grund für dieses 1,5% Dasein liegt in der Positionierung rechts von der CDU. Um nicht missverstanden zu werden: das ist das gute recht von pro NRW, nur erreicht man damit eben 1,5%.

    An der Stelle herrscht das große Missverständnis, indem man der irreführenden Sprachregelung der Political Correctness auf den Leim geht: Islamisierungs-Gegner wie z.B. ich, sind nicht, waren nie ‘rechts’. Wir werden lediglich, mit großem Erfolg, dazu gemacht.

    Diese geniale Strategie der Islamisierungsförderer ist aufgegangen: war ich vor 35 Jahren mit meiner elementaren politischen Weltsicht noch links von der Mitte – so bin heute, mit den gleichen Ansichten ein Rechtsradikaler oder wenigstens Rechtspopulist.

    Dies hat pro NRW nicht im Ansatz erkannt und wundert sich jetzt, weshalb ihr kleinbürgerlich-kleinkariertes Wahlprogramm nicht angenommen wird. Man gibt den tümelnd-borniert-spießigen Biedermann = 1,5%

    Damit hat pro NRW, in Auftreten und Programm, sein Wählerpotential ausgeschöpft.

    Für uns, die 40% Prozent in NRW, gibt es keine wählbare Partei. Die Islampartei CDUSPDFDPGrüneLinke darfs zufrieden sein.

  23. Das was Sie schreiben ist eben nicht wahr. Die Freiheit in Berlin hat sich von pro Deutschland abgegrenzt und hat lediglich 0,9% der Stimmen erhalten. Die 40% der Bürger warten als nicht auf eine Partei wie die Freiheit, sondern für einen Erfolg müssen bestimmte Mechanismen ersteinmal in Gang gesetzt werden. Das heißt man muss, wie Beisicht und Schlierer es schon geschrieben haben in dem Interview, ersteinmal eine kritische Masse erreicht werden, die aktiv Graswurzelarbeit betreibt. Ohne die Medien oder diese kritische Masse läuft nichts und deswegen wäre eine Bündelung auch angebracht.

  24. @ Harald

    Ob eine Partei aus dem Stand heraus 8 (oder mehr) Prozent der Stimmen erzielt (wie die Piraten in Berlin oder NRW) oder lediglich um ein Prozent, hängt – zumindest in Westdeutschland – nicht maßgeblich von der “Qualität” ihres Programms ab, sondern von dem durch die Medien erzeugten Klima.

    Die “Piraten” wurden (und werden) hochgejubelt, weil (und solange) sie weitgehend inhaltsleer und keine Bedrohung für den herrschenden Politikbetrieb darstellen – und am besten noch von einem Beamten aus dem Verteidigungsministerium als Vorsitzenden geleitet werden. Alle anderen Newcomer-Parteien, oder solche, die nicht zum herrschenden Machtkartell gehören, sind einem gnadenlosen Propaganda-Trommelfeuer ausgesetzt, das bei den traditionell autoritätsgläubigen Deutschen seine Wirkung nicht verfehlt. (Genauso wie der Deutsche nicht den Rasen ohne Erlaubnis betritt, wählt er auch erst dann eine Partei, wenn dies “von oben” erlaubt, sprich: als unbedenklich erklärt worden ist.)

    Ein treffendes Beispiel hierfür ist die Partei “Die Linke”, die in NRW von ihrem Stimmanteil fast auf den gleichen Stand zurückgefallen ist wie PRO, während sie in den neuen Bundesländern Ergebnisse bis zu 30 % erzielt. Dies verdeutlicht: Ganz offenkundig ist die Programmatik einer Partei nicht ausschlaggebend für das Wahlverhalten der Bürger.

    Einer islamkritischen Partei nutzt es daher gar nichts, sich noch so sehr zu “mäßigen” und sich nach allen Seiten hin abzugrenzen. Sie wird trotzdem als “rechtsextrem” durch Medien und Verwaltung diffamiert werden, ihre Aktivitäten werden trotzdem (rechtswidrig) behindert oder unterbunden.

    Statt also die eigene Programmatik bis zur Unekenntlichkeit zu verwässern, sollte man lieber auf Aufklärung der Nichtwähler setzen, die ja offenbar vom herrschenden Politikbetrieb bereits enttäuscht sind und sich abgewandt haben.

    P.S.: Wie sollte eigentlich ein Wahlprogramm aussehen, das nicht “kleinkariert-kleinbürgerlich” ist? Wie das der “Piraten”?

  25. Lieber Thoniz, Lieber Rationalist

    eure Analysen sind ja ganz richtig. Doch bedürfen sie der Ergänzung.
    ” Alle anderen Newcomer-Parteien, oder solche, die nicht zum herrschenden Machtkartell gehören, sind einem gnadenlosen Propaganda-Trommelfeuer ausgesetzt, das bei den traditionell autoritätsgläubigen Deutschen seine Wirkung nicht verfehlt.”

    So ist es. Und genau da setzt meine Kritik an. Ich bin zuerst mal überhaupt nicht der Auffassung, eine islamkritische Partei solle sich mäßigen. Im Gegenteil: Klare Kante ist angesagt und kommt auch an. Nur, der Kernpunkt meiner Kritik liegt um die Fragen:

    Weshalb ist es ‘rechts’ die umfassende Islamisierung der Gesellschaft abzulehnen?
    Weshalb ist ein Islamkritiker per se ein Rechtsradikaler?
    Usw.

    Solange islamkritische Parteien wie Pro sich selbst als ‘rechts’ verorten, liefern sie die kostenlose Steilvorlage für die Staats- und Mediendoktrin von der Bereicherung und deren rechtsradikale Gegner.

    Jetzt gibt’s zwei Möglichkeiten.
    Entweder Pro beharrt darauf, das © für Islamkritik sei eben ‘rechts’, mithin bei ihr, oder
    man öffnet sich für alle! die in der Islamisierung von Staat und Gesellschaft ein massives, bald irreversibles Problem sehen. Und das sind in Deutschland, auch auf Bundesebene, mindestens 15 der 40% Nichtwähler.

    Im ersteren Fall bleibt man eben unter 5%, im Zweiten winkt ein Ergebnis wie das der PVV von 15%.

    Warum müssen denn die staatstragenden Qualitätsmedien zu einer immer aggressiveren und absurderen Zensur greifen? Weil sie spüren, wie viele Leute ihnen keinen Glauben mehr schenken!

    Wir (Wessis zumindest, Ossis konntens schon) haben doch inzwischen lernen dürfen, Nachrichtenmeldungen zwischen den Zeilen zu lesen und vor allem nach dem darin nicht enthaltenen einzuordnen. Will heißen, dem “gnadenlosen Propaganda-Trommelfeuer” schenken doch immer weniger glauben.

    Wie gesagt bin ich der Auffassung, daß es eine breite politische Bewegung braucht, die ebenso breit vorhandene Ablehnung des totalitären Islamfaschismus zu repräsentieren.

    Geert Wilders hat’s vorgemacht. Wie gerne würden wir 15 von den 40% ihn wählen. Rechnet man dann noch Pro dazu, könnten es schon leicht 17/18% werden.

    Alle diese Antifaschisten dann als rechtsradikale Rechtspopulisten abzutun, wird kein Vergnügen für unsere Qualitätsmedien werden.

    Solange aber diese, wirkliche, konzertierte Konsolidation nicht stattfindet, braucht man sich islamischerseits d.h. bei CDUSPDetc. und ihren Verkündigungsorganen, keine Sorgen machen.

  26. “Und die halten nun mal keine Karikaturen hoch und provozieren damit Muslime, …”
    Derbes Foul, Herr Pino.
    Natürlich ist es provokant, wenn man jemandem den Spiegel vorhält (doppeldeutig;).
    Dies ist in einer Demokratie allerdings ausdrücklich erlaubt.
    Was sollen die denn sonst noch so tun?
    Mit gleichen Mitteln wie ihre Gegner kämpfen? Morden, vergewaltigen, U-Bahn-treten…?
    Können Sie sich vorstellen, Sie wenden einem anderen gegenüber Gewalt an, und berufen sich darauf, mit einem Comic provoziert worden zu sein? Ehrlich?

  27. Sehr lustig.
    Da versucht ihr es verzweifelt auf alle moeglichen arten irgendwie aus dem internet zu krabbeln.
    Aber es will einfach nicht gelingen.
    Dennoch kursieren irgendwelche phantasien von schweigenden mehrheiten oder dem heimlichen rueckhalt der buerger die sich nur nicht auf die “richtige” auspraegung eurer klaeglichen versuche einigen konnten.
    Ab und zu oder nach jeder wahl kommt dann einer mit wahlfaelschung und aehnlichem humbug.

    Das offensichtliche scheint aber erfolgreich ausgeblendet zu werden:

    es ist egal wie ihr es versucht. Sobald ihr euren stammtischrassismus auspackt seid ihr durch.
    Da koennt ihr so viele koranzitate hoch halten wie ihr wollt. Es wirkt nur laecherlich auf eine bevoelkerung der nichts mehr heilig ist. Vor allem keine schriften.
    Die ganze show zieht nur bei leuten die genauso verbohrt sind wie ihr. Haben wir ja bei den salafisten und der comicparade gesehen.
    Bei allen anderen. Muslimen wie nichtmuslimen, wirkt das nur affig und erzeugt hoechstens fremdscham.
    Genauso wie pseudoarier aus dem nachbarland, die blockwart rentner von BiW, die heimlichfaschos von PRO, eure blogs die serioes erscheinen wollen oder auch die profillosen klone von dF.

    Deswegen seid ihr auch nicht buergerlich oder unabhaengig. Ihr seid nicht “die buerger” und ihr habt kein recht euch als stimme des volkes darzustellen. Wenn man eure wahlergebnise anschaut seid ihr vielleicht vereine oder clubs. Wobei wahrscheinlich ein swingerclub mehr chancen auf einen vollen bus haette als ihr.
    Mehr wird es auch nie werden.
    Die zeit fuer links und rechts ist schon lange zu ende.

    Wake up.

  28. “Wake up.”
    Zwar inhaltlich gewohnt dürftig, aber unterhaltsam, das Erweckungserlebnis hab ich jeden Tag, selbst beim Blick in die Mainstreampresse entblößt sich der Islam und dessen Anhänger, mit Rassismus hat das nicht das Geringste gemein – nur mit gesundem Menschenverstand. Als Frau übrigens noch bedrohlicher, schon mal so einem arroganten Kulturbereicherer begegnet? Muss ich mich jetzt schon im eigenem Land als Mensch zweiter Klasse fühlen, meine Tochter beschimpfen lassen? Nur wegen so weichgespülten ängstlichen Mulitkulti-Weltverbesserern? No, never.

  29. Mann kennt das ja: der Duft der Rose haftet am Finger dessen, der sie weitergereicht hat. Da könnte ich mich schweigend zurücksetzen und warten, wem solche Ausbrüche schaden.

    Dummerweise findet, wer blu liest, immer auch diese Kommentare, und insofern ist unser Magazin derjenige, der diese Rosen weiterreicht und auch “duftet”. Solche Beiträge sind dazu geeignet, Leser, die ein ernsthaftes Medium suchen, zu verscheuchen. Das müssen wir nicht dulden.

    Darf ich auf diesem Wege anregen, strenger zu moderieren und gewisse Ansprüche an die Leserbriefe zu stellen? Verzicht auf Beleidigungen, Verwenden der Hochsprache und ein Mindestmaß an Orthografie sind nicht zuviel verlangt.

  30. Wenn es mit den BIW und den Freien Wählern bereits zwei, wie Sie sagen, “seriöse” Euro- und integrationskritische Parteien gibt, wozu braucht es dann noch eine dritte?

  31. Sie schadet niemandem.
    Das ist doch der punkt hier.

    Es ist nur aktivitaet zu verzeichnen wenn es was zu diskutieren gibt.
    Es gibt nichts zu diskutieren wenn nicht einer poltert.

    Hier poltert der autor ueber andere.
    Deswegen ist hier aktivitaet.

    Wonaders gibt es nur endloses, fruchloses schulterklopfen.
    So verschwinden etliche dieser “islamkritischen” blogs im nichts.
    Immer die gleichen kommentatoren reisen von blog zu blog unter verschiedenen nicks und posten immer das gleiche unter artikel die immer das gleiche auftischen.

    Ein endloser kreislauf voller unfruchtbarer stammtischrhetorik.
    Wie mittags im altersheim.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Ihre unkenntnis dieser situation gepaart mit dem reflexartigen ruf nach zensur ist daher fuer mich verstaendlich.
    Fuer sie und die anderen mitlaeufer jedoch ist meine position so weit ab des major consensus narrative dass sie nie faehig werden zu merken wie peinlich ihr standpunkt eigentlich ist oder was ich hier EIGENTLICH mache.
    Sie fliessen entlang einer bereits gaenzlich abgefahrenen schiene die jedoch im kreis fuehrt aber sie werden es nie merken weil sie nicht einmal wahrnehmen dass es eine kurve ist.
    Sie werden immer in der billigen links/rechts rhetorik verbleiben weil die akzeptanz einer welt ausserhalb dieser ihr weltbild gefaehrden wuerde.
    Davor haben sie angst. Viel mehr als vor ihren vordeklarierten feinden.

    viel spaß noch.
    ich bin rausö ;)

  32. Völlig richtig.
    Aber im Umgang mit U-Booten wie “Walt” oder “Michelle” gilt immer noch als beste Regel: ignorieren. Oder neudeutsch: “dftT” (don’t feed the Troll)

  33. Haddu Möhre???

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