Außenpolitik News — 29 Mai 2012

Barack Obama will seine Soldaten nur noch in „absolut notwendige" Kriege schicken

Ein hochmoderner B2-Bomber der US-Streitkräfte (Bild: US-Army, gemeinfrei)

Nach Aussage des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Mitt Romney müssen die USA die stärkste Militärmacht der Welt bleiben. US Präsident Obama will Truppen nur noch in  in „absolut notwendige” Kriege schicken

„Ich wünschte, ich könnte ihnen sagen, dass die Welt ein sicherer Ort ist”, sagte er am Montag auf einer Veranstaltung zum Veteranengedenktag Memorial Day. „Das ist sie nicht.” Die USA stünden vor einer Entscheidung: Sie könnten entweder den „europäischen Weg” wählen und ihr Militär immer weiter verkleinern, um das Geld für soziale Belange auszugeben. Die USA beschreiten diesen Weg nicht, um Kriege zu gewinnen, sondern um sie zu verhindern, so Romney. Der Republikaner warf den Europäern dabei vor, sich mit den geopolitischen Bedrohungen abgefunden zu haben. Die Alternative wäre, dass man sich zu Amerika als der unangefochten stärksten Militärmacht bekenne, „ohne eine vergleichbare Macht irgendwo auf der Welt”. Ein starkes Amerika funktioniere als Abschreckung so gut wie nichts sonst.

Romney hat sich in den vergangenen Monaten bei den Vorwahlen der Republikaner durchgesetzt und gilt nun als sicherer Gegner des demokratischen Amtsinhabers Barack Obama bei der Präsidentenwahl im November.

Obama: Truppen nur noch in  in „absolut notwendige” Kriege

US-Präsident Barack Obama verkündete derweil, dass er seine Soldaten nur noch in „absolut notwendige” Kriege schicken wolle. Obama sagte in seiner Rede zum Memorial Day auf dem Soldatenfriedhof in Arlington, es sei die schwerste Entscheidung, die er als Oberbefehlshaber zu fällen habe, wenn er amerikanische Truppen in den Kampf sendet. Obama versicherte dem Publikum bei seiner Rede: „Ich kann euch versprechen, dass ich das niemals tun werde, wenn es nicht absolut notwendig ist. Und wenn wir es machen, müssen unsere Truppen eine klare Mission und die volle Unterstützung einer dankbaren Nation haben.” Obama ging nicht weiter auf mögliche amerikanische Konflikte in Syrien und dem Iran ein, sondern sprach vor allem über die von seinem republikanischen Vorgänger, George W. Bush, begonnenen Kriege, um deren Beendigung er sich in seiner Präsidentschaft bemüht hatte.

„Nach einem Jahrzehnt unter der dunklen Wolke des Krieges sehen wir das Licht eines neuen Tages am Horizont”, sagte Obama mit Blick auf den bereits abgeschlossenen Truppenabzug aus dem Irak und dem nahenden Ende des Afghanistan-Einsatzes. Zuletzt war auch in den USA die Unterstützung für die verlustreichen und kostspieligen Einsätze zurückgegangen. (TH)

Share

About Author

blu-News

(1) Reader Comment

  1. Obama ist Träger des Friedensnobelpreises.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>