Essays Hintergründe — 15 Mai 2012

G. Andreas Kämmerer: Eine Nachlese zu Manfred Kleine-Hartlage

Der Berliner Publizist Manfred Kleine-Hartlage...

Am vergangenen Mittwoch hielt Manfred Kleine-Hartlage auf Einladung der Freien Wähler Frankfurt einen Vortrag zu seinem Buch über die „Neue Welt-Ordnung“. Auf blu-News wirft der Kommunikationswissenschaftler G. Andreas Kämmerer einen genaueren Blick auf das Buch und den Vortrag und untersucht, was es mit dieser vermeintlichen Verschwörungstheorie auf sich hat.

Es bedarf keiner Verschwörungstheorie, um zu erkennen, dass der Titel eines Buches maßgeblich an seinem Verkaufserfolg beteiligt ist.  Denn gerade in Zeiten einer hochkomplexen modernen Massenkommunikation müssen Themen auf den Punkt genau beschreiben, welche Inhalte sie versprechen. Ohne jene begriffliche Präzision, ganze Buchinhalte auf wenige Worte zu komprimieren, ist keine öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen. Dem neuen Buch von Manfred Kleine-Hartlage ist es nun auf vorzügliche Weise gelungen, Aufmerksamkeit zu erzeugen: Der Titel „Neue Weltordnung“ verkauft sich nicht nur prächtig, sondern stößt ebenso eine Frage an, die pointierterweise in dem Buch nicht behandelt wird. Nämlich die Frage, wer steckt dahinter, wer sind die „bösen“ Mächte hinter der „Neuen Weltordnung“. Manfred Kleine-Hartlage nennt in seinem Buch keine Namen, keine Organisationen, keine Religionen, keine Staaten, die maßgeblich bestimmend hinter einer möglichen neuen Weltordnung stehen könnten. Selbst politische Ideologien oder ökonomische Machtstrukturen wie beispielsweise  ein „globales Finanzkapital“ kommen in dem intelligenten Buch nicht als Verursacher vor.

Eine mögliche Wahrheit, so zumindest die These des Autors, ist viel schlimmer, als es sich politisch Korrekte oder politisch Inkorrekte vorzustellen vermeinen: Es sind nämlich, folgt man Kleine-Hartlage, alle ein wenig und somit in der Summe alle auf einmal an der neuen Weltordnung „schuld“. Daher weist der Untertitel des Buches (nämlich: „Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie?“) ein wenig in die falsche Richtung. Der Plan ist nämlich schon gegenwärtig realisiert, als ein globales Denken über alle Institutionen, Nationen und Religionen hinweg, die die „Neue Weltordnung“ fundieren. Es ist eine neue „Ordnung“, die jede herkömmliche Ordnung auflösen muss. Und weil diese Entwicklung auf einer übergeordneten Systemebene bestens funktioniert, ist es wichtig, zu erkennen, dass von diesem politischen Entwicklungsprozess für die Freiheit aller eine große Gefahr ausgeht.

Wer also aufklären möchte, wer die Finger in die Wunden der Machtstrukturen legen will, wer Aufklärung jenseits von „political correctness“ nicht nur predigen, sondern auch durchsetzen möchte, jenseits von allen Klientelinteressen – der kommt an den Aussagen und Thesen von Manfred Kleine-Hartlage nicht vorbei; seine „Neue Weltordnung“ ruft uns alle zur Ordnung: Schaut genau hin!

Neue Weltordnung in Ton und Bild

...hielt auf Ladung der Freien Wähler Frankfurt vor einem interessierten Publikum...

Am 9. Mai war Manfred Kleine-Hartlage (übrigens Autor der grundlegenden Islamanalyse „Das Dschihad-System“) ein gern gesehener Gast bei einer von den Freien Wählern Frankfurt ausgerichteten Veranstaltung mit dem Titel: „Frankfurt, Mikrokosmos einer neuen Weltordnung“. Kleine-Hartlage sprach vor einem vollen Saal in eindeutiger Klarheit über die Inhalte seines Buches (siehe Video am Ende des Beitrags). Im Folgenden soll über diesen Vortrag hinausgehend die Sichtweise von Kleine-Hartlage beleuchtet werden. Denn Manfred Kleine-Hartlage ist kein Verschwörungs-Theoretiker, vielmehr ein nach logischer Stringenz strebender Sozialwissenschaftler, der dieser Berufsbezeichnung alle Ehre macht. Daher ist sein Ziel, rationale Erklärungen für gesellschaftspolitische Fehlentwicklungen zu finden. Das bedeutet, die Ursachen für erklärungsbedürftige Phänomene müssen einer strengen Logik folgen. Ein Anspruch auf Nachvollziehbarkeit, der Verschwörungstheorien naturgemäß völlig entgegensteht, denn eine Verschwörung, die sich logisch erklären lässt, kann keine Verschwörung mehr sein.

Wechseln wir daher die Sichtweise vom plakativen Titel auf jene Ebenen der Betrachtung, die dem Autor als Arbeitsgrundlage notwendig erschienen sind.

Neue Weltordnung im Detail

...einen beherzten Vortrag über das Thema seines Buches...

Dem Verständnis der logisch aufgebauten und immer nachvollziehbaren Argumentation von Kleine-Hartlage kommt es sehr entgegen, wenn man die soziologische Betrachtungsebene des Autors berücksichtigt. Er analysiert gesellschaftliche Strukturen, um aus dieser übergeordneten Perspektive die Ursachen für bestimmte gesellschaftliche Phänomene zu erklären: Masseneinwanderung, gewaltsame Durchmischung der Kulturen, die Auflösung staatlicher, nationaler, fiskalischer und rechtlicher Souveränität, die Zerstörung bürgerlicher Ordnungen, die Aufgabe demokratischer Prinzipien und die Utopie einer globalen Welt ohne Unterschiede, ohne Grenzen, als eine friedliche Weltgesellschaft – all das sind behandelte Aspekte, die das Buch des Autors so spannend machen. Denn es sind die brennenden Themen jener Menschen, die die politischen Korrektheiten durchschaut haben, für freies Denken und Handeln kämpfen und dafür auf die Straße gehen. Nur: eine Antwort auf die Frage, welche Triebkräfte hinter den skizzierten Entwicklungen liegen, konnte bisher nicht schlüssig beantwortet werden.

Hier setzt Manfred Kleine-Hartlage mit der Entwicklung eines theoretischen Erklärungsmodells an und beschreibt in seinem klugen Buch, das hinsichtlich Format und Preis in jede Hosentasche passen sollte, wie Deutschland in einer Art Salami-Taktik in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr von seiner politischen und demokratischen Substanz abgeben musste. Und wie parallel dazu die nationalen Souveränitäten auf europäische und globale Ebene übertragen wurden: Die Einführung des Euro, die Masseneinwanderung, der ESM-Vertrag, die Hinnahme ethnisch bedingter Kriminalität, alles scheint, wenn man es im Kontext einer bestimmten gewünschten Ordnung sieht, durchaus Sinn zu machen.

Und jener Sinn, dies hat Kleine-Hartlage sowohl in seinem Buch, als auch in seinem exzellenten Vortrag, unter Beweis gestellt, lässt sich kurz und knapp mit der strategischen Zielsetzung beschreiben: Die neue Weltordnung will die Auflösung tradierter Ordnungen erzeugen. Denn es geht um die Auflösung aller Strukturen über alle Ebenen hinweg, die eine Gesellschaft erst zu einer Gemeinschaft machen und diese zusammenhalten. Teile und herrsche, löse Familien, Nationen, Traditionen, Kulturen, Identitäten auf, nenne diese entwurzelten Fragmente globalisierte Vielfalt und setze jenes atomisierte Völkergemisch permanent unter den Druck des ökonomischen Scheiterns – und schon erhält man eine Masse an Menschen, die sich wunderbar in alle wirtschaftlichen Konstruktionen einpflegen lässt, egal welche Ideologie letztendlich dafür herhalten wird. Diese „Neue Weltordnung“ ist somit eine Auflösung aller tradierten Ordnungsprinzipien, die Menschen befähigen, sich gegenseitig zu solidarisieren und Widerstand gegen die Obrigkeit empfinden und ausüben zu können. Der gewünschte neue Mensch der „Neuen Weltordnung“ hat keine Ordnung mehr, kein Ziel, keine Vorstellungen, keine Traditionen, nichts. Er ist der formbare Massenmensch, grau in grau, der von den multinationalen Konzernen und Politikern mit Werbeversprechen illuminiert werden muss, damit er Farbe, Wärme, Leben widerspiegeln und fühlen kann, was er im Leben aber nie aus eigener Kraft erreichen soll.

Neue Weltordnung: Autologie der Macht

...über eine vermeintliche Verschwörungstheorie, die "Neue Weltordnung".

Die „Neue Weltordnung“ von Kleine-Hartlage, theoretisch hinterfragt – um den Kreis zu schließen – ist keine Verschwörungstheorie, denn jene Kräfte bündeln sich in einer „Verschwörung“, die in allen Köpfen der Mächtigen dieser Welt ihren Wohnort gefunden haben. Es ist eine globale Vernetzung auf gedanklicher Ebene, die keiner Hinterzimmer oder Geheimkonferenzen bedarf. Es ist ein globales Schlussfolgern, das bürgerliche Naturrecht der Vernunft außer Kraft zu setzen, und somit jederzeit die politischen, sozialen, wirtschaftlichen Spielregeln einer Welt bestimmen zu können, kurz, die Ermächtigung eines Netzwerks globaler Player, die keiner politischen Bemächtigung mehr bedürfen, da es im Erfolgsfalle keine Wertebasis für das Entstehen von Solidarität mehr gibt, um für ein gemeinsames Ziel gegen die Mächtigen zu kämpfen.

Es ist eine neue Ordnung, in der es, zu Ende gedacht, keine Politik, keine Ideologien, keinen Glauben mehr gibt, keine ordnenden Prinzipien, keine Strukturen für eine verlässliche Zukunft, nur noch die Autologie der Macht. Die neue Weltordnung, die Kleine-Hartlage zeichnet, erschreckt. Es ist eine Form sozialer Entropie: Die Wärme und Anziehungskräfte der Gemeinschaft nehmen immer weiter ab, alles entfernt sich und wird isolierter. Am Ende – dies rechnet uns die Astronomie im Weltall vor, steht der Kältetod, steht hier der Kältetod des Sozialen, das Erstarren aller solidarisierenden Bewegungen.

Doch bevor es soweit ist, werden die gesellschaftlichen Verwerfungen in einem letzten Aufbäumen soviel Reibung und Hitze erzeugen, dass ein explosives Gemisch entsteht, das jederzeit, überall, global, zur Explosion kommen kann. Manfred Kleine-Hartlages modellierte „Neue Weltordnung“ ist, wollte man sie ethisch verorten, die perfekte Negation des kategorischen Imperativs: Die „neue Weltordnung“  bemächtigt sich dieser Welt, in der Ordnungen global keinen Ort mehr finden sollen.

(Text: G. Andreas Kämmerer; Bilder: R. Sawicki, Frankfurt am Main)

Mehr zum Thema auf blu-News: Novus Ordo Saeculorom

Das Video vom Vortrag Manfred Kleine-Hartlages in Frankfurt:

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(9) Readers Comments

  1. Jaaaa…. das klingt alles ganz FÜRCHTERLICH nach Verschwörungstheorie. Und normalerweise würde ich es auf den Müllhaufen von 9/11-Busters, Mondlandungsfake, Area51, etc, schmeißen…

    ….wäre da nicht der kleine aber feine Unterschied, dass GENAU DAS ALLES geschieht, was der M-KH beschreibt. Und dass alle so tun, als wäre das alles völlig normal, daber ist es der aberwitzigste Versuch der Gesellschaftsreform, seit Adam und Eva das Paradies verlassen haben…

    Einen klitzekleinen Hinweis auf mögliche Verschwörungszirkel gebe ich übrigens dennoch: In der arabischen Welt ist nix mit Multikulti, Internationalismus und masseneinwanderung, da heisst die Neue Weltordnung ISLAM (bzw Wahhabismus). DAS sollte einem erst recht zu denken geben… Vor allem, weil es dort so viel Kohle hat.

  2. Eine mögliche Wahrheit, so zumindest die These des Autors, ist viel schlimmer, als es sich politisch Korrekte oder politisch Inkorrekte vorzustellen vermeinen: Es sind nämlich, folgt man Kleine-Hartlage, alle ein wenig und somit in der Summe alle auf einmal an der neuen Weltordnung „schuld“.

    Volltreffer!

  3. Bericht und Video sind geistig mehr als nur anregend, um es mal milde auszudrücken. Auch ich bin kein Freund großer Verschwörungstheorien, aber bei den real wahrnehmbaren Effekten der offenkundigen Veränderungen hin zu “alternativloser” Internationalisierung, ESM, Zuwanderung etc. scheint es sich tatsächlich um Realitäten zu handeln, die mindestens besserer Steuerung und Abwägungen bedürfen. Kleine-Hartlage bringt es dadurch auf den Punkt das er sagt, daß man immer auch an die Preise denken muß den bestimmte Maßnahmen nach sich ziehen und zwar nicht immer in Hartwährung ausdrückbare Preise, während gleichzeitig die auffallend gleichgeschaltete Propaganda der Gesellschafts- und Ökonomie-Utopisten diese zu zahlenden Preise (z.B. Verlust der Volkssouverintät) grundsätzlich im allgemeinen “Hurra” unerwähnt bleiben.

  4. Zeitgeist?

    Im Kommentar zum letzten Artikel zum Vortrag von Kleine-Hartlage hatte ich mit “kollektiver Täuschung” versucht, ein Begriff, der in der Wissenschaft ganz gut passt, hier vielleicht auch. Aber vielleicht könnte man auch einfach von “Zeitgeist” sprechen? Es geschieht nun eben einmal in der Geschichte immer wieder, dass der Zeitgeist sich in eine Richtung entwickelt, an deren Ende man gegen eine Wand fährt, wenn der Zeitgeist sich vorher nicht mehr rechtzeitig ändert.

    Es gibt keine Zentrale, die das steuert, und bei genauerer Analyse ist es ja auch keine einheitliche Bewegungsrichtung, sondern eher ein Chaos (Islamisierung ist das genaue Gegenteil von Auflösung der Familie usw.)

    Man müsste eben in die Geschichte schauen, wie es möglich war, dass sich der Zeitgeist änderte. Man müsste alle diese Beispiele zusammentragen, und dann schauen, was man daraus lernen kann, um den Zeitgeist zu ändern.

    Folgende Wendungen als Beispiele:

    – 1789 Revolution, doch 1804 Kaiserverehrung für Napoleon.
    – 1803 Europa einigt sich französisch – 1815 Zerfall des Ganzen.
    – Um 1800 Aufklärung und Humanismus – danach aber dann Romantik.
    – 1830er Biedermeier, doch 1848 Revolution.
    – 1848 Revolution, doch 1871 Kaiserherrlichkeit.
    – 1880er Monarchien stark – 1918 Plötzliches Aus für d. Monarchie.
    – Bis 1945 Nationalismus, dann das Gegenteil.
    – 1968: Linke contra Religion, heute: Kirchen sind selbst links.
    – Früher redete alles von der Überbevölkerung, heute selten (wenn dann eher von Hunger).
    – Vom Waldsterben redet inzwischen auch keiner mehr.

    Was lernen wir daraus?
    Wie ändert man den Zeitgeist?
    (Aber bitte ohne Krieg!)

  5. Ah, da kommt einem auch der Begriff “Kollektives Bewusstsein” in den Sinn, da sind wir schon ganz dicht dran an der Soziologie.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Collective_consciousness

    Hier könnte man auch Konzepte finden, wie es sich beeinflussen und ändern lässt.
    Und wie nicht.

    Kochrezepte dafür kann es natürlich nicht geben, sonst könnte ja jeder an seinen Mitmenschen herummanipulieren, so einfach ist es nicht.

  6. “the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event…”

  7. Es ist wohl tatsächlich das, was Spengler für die Zeit ab 2000 prophezeit: Die Heraufkunft des Cäsarismus.

  8. Das, was Manfred Kleine-Hartlage hier beschreibt, nennt man m.W. “Schwarmintelligenz”.

    Oder bin ich im Irrtum ?

    Kann man wohl bei jedem Fisch-Schwarm, in jedem Ameisenhaufen etc. beobachten.
    Dort gibt es auch keine erkennbare steuernde Instanz, niemanden, der “die Strippen zieht”, und doch “wissen” (fast) alle, wo’s lang geht.

  9. “Ein Anspruch auf Nachvollziehbarkeit, der Verschwörungstheorien naturgemäß völlig entgegensteht, denn eine Verschwörung, die sich logisch erklären lässt, kann keine Verschwörung mehr sein.”

    Das ist falsch. Es kennzeichnet gerade Verschwörungstheorien, dass sie logisch stringent sind. Was vielleicht gemeint war: Verschwörungstheorien sind selten nachprüfbar. Da sie sich meist auf geschichtliche Ereignisse beziehen, lassen sich diese Ereignisse nicht in Versuchsanordnungen wiederholen, um die eine oder andere These zu belegen. Genau deshalb sind VT so schwer zu widerlegen.

    “Der gewünschte neue Mensch (…) der formbare Massenmensch, grau in grau, der von den multinationalen Konzernen und Politikern mit Werbeversprechen …”

    Genau hier geht die Analyse in eine Verschwörungstheorie über. Auf der einen Seite die Mächtigen, auf der anderen Seite der “formbare Massenmensch”. Wozu gehört aber dann ein abgewählter Politiker, ein gefeuerter Vorstand?
    Es ist gerade Kennzeichen der Auflösung von Strukturen, dass sich auch Macht verteilt, Verantwortung aufteilt. Es widerspricht auch der Theorie der “Schwarmintelligenz”, wenn man die Gesellschaft in handelnde Subjekte (Obrigkeit) und handlungsunfähige Objekte (Massenmensch) aufteilt.

    “Die Wärme und Anziehungskräfte der Gemeinschaft nehmen immer weiter ab, alles entfernt sich und wird isolierter. Am Ende – dies rechnet uns die Astronomie im Weltall vor, steht der Kältetod, steht hier der Kältetod des Sozialen, das Erstarren aller solidarisierenden Bewegungen.”

    Wärme und Gemeinschaft funktionieren nun mal nicht in größeren Zusammenhängen. Je größer eine Gruppe, desto weniger Gemeinsamkeiten. Das heißt aber nicht, dass Gemeinschaft und Zusammenhalt, gemeinsame Werte abnehmen. Familien, Dorfgemeinschaften, Klöster, Communities bestehen weiterhin und schaffen Solidarität. Mag sein, dass der Familienzusammenhalt abgenommen hat, dafür sind neue Formen der Gemeinschaft enstanden. Interessengruppen, Communities. Auch virtuell über Foren und Blogs entstehen solidarische Gemeinschaften. Das Vereinsleben ist weiterhin rege. All diese Gemeinschaften benötigen als äußeren Rahmen jedoch eine freiheitliche Grundordnung, die einer Utope einer Volksgemeinschaft diametral entgegen gesetzt ist.

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