Außenpolitik News — 07 Mai 2012

In Mali zünden islamische Fundamentalisten ein Mausoleum des UNESCO Weltkulturerbes an

Sankore Moschee in Timbuktu: (Bild: Senani P; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe unten)

Wie BBC berichtet, haben im Norden von Mali islamistische Fundamentalisten ein zum UNESCO-Weltkulturerbe zählendes Mausoleum geschändet und angezündet.

Mitglieder der Organisation Al-Kaida im Maghreb (AQMI) haben laut Aussagen eines der stellvertretenden Bürgermeister am Freitag mit Hilfe der Islamistengruppe Ansar Dine das Mausoleum des Heiligen Sidi Mahmoud Ben Amar zerstört. Die Bewohner wurde auf dem Weg zum Gottesdienst von den bewaffneten Männern der islamistischen Gruppe bedroht. Es sei Haram (verboten), zu den Götzen zu beten, so die Islamisten.

UNESCO zeigt sich besorgt

Timbuktu liegt rund tausend Kilometer von Malis Hauptstadt Bamako im Norden des Landes. Diese Region des westafrikanischen Landes wird seit dem Putsch am 22. März diesen Jahres von islamistischen Gruppen beherrscht. Die Stadt ist seit 1988 Weltkulturerbe der UNESCO, da sie bereits seit dem 16. Jahrhundert als eine der bedeutendsten islamischen Städte der Welt gilt. Sie wird auch “Stadt der 333 Heiligen” benannt und beherbergt zahlreiche Moscheen, Mausoleen, Friedhöfen und vor allem eine große und wertvolle Sammlung von mehr als 700.000 Manuskripten. Im Jahre 2001 ernannte die ISESCO, das islamische Gegenstück zur UNESCO, Timbuktu zur „Islamischen Hauptstadt der Weltkultur“ für den Bereich Afrika für das Jahr 2006.

Die UNESCO hatte sich erst vor Kurzem besorgt über die Herrschaft der Islamisten geäußert und die Regierung dazu aufgefordert, dieses Weltkulturerbe zu schützen. Die Islamisten kündigten an, weitere Mausoleen zerstören zu wollen. (BS)

Artikelbild: Sankore Moschee in Timbuktu: (Bild: Senani P; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe Link)

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(6) Readers Comments

  1. Ja so sind wir eben, wir Moslems.

    Wir sind der versammelte Abschaum der Welt.

    Wir sind Tiere.

  2. Ich weiß nicht, ob “ihr” Moslems so seid, wie beschrieben. Was aber auffällt, ist, dass “ihr” Moslems alles zerstören müsst, was mit “eurer” Weltanschauung nicht zusammenpasst. Es fällt “euch” schwer, mit nichtmuslimischen Nachbarn in Frieden zu leben. Es fällt euch schwer, wenn man auf diese Misstände hinweisßt, nicht beleidigt zu sein. Ja, ich denke., so seid “ihr” Moslems.

  3. Wer selbst keine Kultur hat, der zerstört eben die Kultur der anderen.

    Nach der Sprengung der Budhastatuen in Afghanistan ist fraglich, wie lange die Pyramiden in Gizeh noch stehen werden ;-) .

  4. Dabei ist die UNESCO eigentlich recht moslemfreundlich. Vor einigen Monaten hat man Palästina als vollwertiges Mitglied aufgenommen, obwohl es kein Staat im eigentlichen Sinne ist. Auf jeden Fall ist es sehr schade um die zerstörten Kulturgüter in Timbuktu. Ich erinnere mich dunkel daran, daß diese alte Bibliothek von einem deutschen Naturforscher im 19 Jh entdeckt und der Weltöffentlichkeit bekannt gemacht wurde.

  5. Buddhastatuen natürlich

  6. Wer weder Lesen noch Schreiben kann, dem geht Kultur am A…. vorbei !!!

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