Frank-Furter Schnauze: Die niemals endende Debatte

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Links: Westlich. Rechts: Islamisch. Quizfrage: Finden Sie den Unterschied! (Bild: Fabbio; Quelle: Wikipedia; Rechte: Siehe unten)

In der Integrationsdebatte gibt es einmal mehr einen neuen, skurrilen Beitrag zu vermelden: Wie das Migazin berichtet, hat die „Junge Islamkonferenz“ einen „Empfehlungskatalog“ für die „Deutsche Islamkonferenz“ (DIK) erarbeitet, der am 19. April „offiziell“ an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) übergeben werden soll. Friedrich dürfte schon ganz außer sich sein vor Freude und Begeisterung, dass ihm endlich wieder eine Gruppe Muslime erklären will, wie er seinen Job zu machen hat. Das gibt es ja so selten.

Anstrengend und teilweise frustrierend“

Spaß beiseite. Was genau die „Junge Islamkonferenz“ zu empfehlen gedenkt, ist zwar in dem zur Floskelsammlung denaturierten Artikel nicht genau spezifiziert. Doch es bedarf nicht all zu viel Fantasie, sich auszudenken, welcher Tenor dem Bundesinnenminister in dem „Empfehlungskatalog“ an den Kopf geworfen wird. Nämlich derselbe Tenor, der pausenlos und gebetsmühlenartig von Islam-Lobbyisten verkündet wird. Bezeichnenderweise gibt Farhad Dilmaghani, seines Zeichens Staatssekretär für Integration, im letzten Absatz des Artikels sogar zu, dass die „Junge Islamkonferenz“ im Grunde nichts Neues zur Debatte beizutragen hat: „Mir ist durchaus bewusst wie anstrengend und teilweise frustrierend es ist, immer wieder das Gleiche zu formulieren“, so seine motivierend gemeinten Worte an die Teilnehmer der Konferenz. Wenn er nur wüsste, wie „anstrengend und teilweise frustrierend“ es für Nicht-Muslime ist, immer wieder „das Gleiche“ hören und lesen zu müssen. Vor allem, da „das Gleiche“ ja nicht plötzlich richtig ist, nur weil es eben zum drölftausendsten Male verkündet wird.

„Das Gleiche“, das sind jene sinnbefreiten und realitätsfremden Ergüsse, die da beispielsweise lauten: „Für zukünftige gesellschaftspolitische Debatten ist es zentral, dass die Mitglieder der Konferenz weiterhin dafür eintreten, dass Muslime als ein gleichberechtigter und integraler Bestandteil unserer Gesellschaft wahrgenommen und anerkannt werden“. Oder: „Wir möchten nicht nur am Tisch sitzen, sondern sehen uns auch in der Pflicht, aktiv mitzureden. Wir repräsentieren ein neues, buntes Deutschland.“ Und freilich darf der folgende Schlager aus der Hitparade der Verklärungen, geschrieben und komponiert anlässlich der Veröffentlichung der jüngsten Islam-Studie, nicht fehlen: „Durch die vorab und hauptsächlich präsentierte Zahl zur Integrationsunwilligkeit fühlen sich die Falschen bestätigt; man bewegt Menschen zu nichts, wenn man ihnen Vorwürfe macht.“ Die Art und Weise der Veröffentlichung der Studie „Lebenswelt junger Muslime“ sei „ein Rückschritt in der Integrationsdebatte“ gewesen, stellte die „Junge Islamkonferenz“ bereits zu jener Zeit in Übereinstimmung mit Ditib, Zentralrat der Muslime, Deutsch-Türkischer-Gesellschaft, Recep Tayyip Erdogan, Muslimbrüdern, Salafisten und Al Qaida fest. Und aus ihrer Sicht mag das sogar durchaus stimmen.

Die Deutschen haben sich zu verändern

Nur aus Sicht der Deutschen stimmt das nicht. Und es ist schon mehr als bezeichnend, dass bereits der Hinweis auf die für jedermann offensichtlichen Integrationsprobleme, die es in nennenswertem Ausmaß nur und ausschließlich mit Muslimen gibt, als „Rückschritt in der Integrationsdebatte“ gewertet wird. Das zeigt, woran diese Debatte im Kern krankt: An der mangelnden Diskussionsfähigkeit muslimischer Funktionäre, insbesondere ihrer gänzlich verkümmerten Fähigkeit zur Selbstkritik. Das gilt im übrigen längst nicht für alle Muslime. Gerade die gut integrierten scheuen Kritik an ihren Glaubensbrüdern nicht. Leider nimmt diese Fraktion, repräsentiert beispielsweise durch Necla Kelek, kaum noch jemand war. Stattdessen spenden deutsche Medien und Politik gerade jenen übertrieben viel Aufmerksamkeit, denen an der Integration der Muslime nichts gelegen ist, sondern die offensichtlich danach streben, die deutsche Gesellschaft „Islam-kompatibel“ zu machen.

Und „Islam-kompatibel“ bedeutet: Der Islam bleibt im Kern, wie er ist. Die Deutschen haben sich gefälligst zu verändern, sich dem Islam anzupassen. Was beispielsweise bedeutet, den Islam nicht zu kritisieren und seine archaischen Rechtsnormen schrittweise in die deutsche Gesellschaft zu „integrieren“. Genau das meinen diese Leute, wenn sie von Integration reden. Genau deswegen führt die deutsche Gesellschaft diese niemals endende Debatte: Weil die einen so naiv sind zu glauben, der Islam würde sich schon früher oder später von selbst westlichen Normen anpassen. Und weil die anderen das genaue Gegenteil betreiben. Und weil es noch eine dritte Gruppe gibt, die tatsächlich so resistent gegen das ständige Geschreibe und Gerede in den Medien ist, dass sie nach wie vor einfordert, dass sich gefälligst auch die Muslime, wie alle anderen Einwanderergruppen, zu integrieren haben.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Schlussendlich zeigt sich darin die krasse gesellschaftspolitische Penetranz des Islam. Wer sieht, wie sich diese „Religion“ in Deutschland integrationshemmend und integrationsverweigernd gebärdet, zudem aggressiv und unaufhörlich für ihre andersartige Vorstellung von „Recht und Ordnung“ kämpft, wundert sich nicht mehr über den traurigen Umstand, dass Aufklärung, Vernunft und Rationalität, dass Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Liberalismus in der islamischen Welt bis heute keine Chance auf Erfolg hatten. Und so wie der Islam als politische Ideologie, als Rechts- und Gesellschaftssystem dort dem Fortschritt und der Aufklärung im Wege steht, so steht er hier in derselben Funktion der Integration im Wege. Das hört und liest man zwar nicht in deutschen Massenmedien, die Wahrheit ist es aber trotzdem. Und nur wenn diese simple Wahrheit endlich in die Integrationsdebatte einfließt, wird es auch einen Fortschritt in der Debatte geben. Wohlgemerkt aus Sicht derer, die nach wie vor der Meinung sind, dass sich die Muslime in Deutschland zu integrieren haben, und nicht umgekehrt, Deutschland in den Islam zu integrieren hat.

Und so sei abschließend eben jener Farhad Dilmaghani zitiert, dessen Worte, gerichtet an die Teilnehmer der „Jungen Islamkonferenz“, ich gerne übernehmen möchte. Und so rufe ich Euch zu, Ihr Islamkritiker der Nation: „Mir ist durchaus bewusst (sic!), wie anstrengend und teilweise frustrierend es ist, immer wieder das Gleiche zu formulieren, sich zu erklären, Dynamiken zu beschreiben, Forderungen aufzustellen und immer wieder aufs Neue die Erfahrung zu machen, dass Ihre Botschaften nicht ankommen, ignoriert oder als irrelevant abgetan werden. Dennoch möchte ich Sie in Ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement und insbesondere darin bestärken, beharrlich zu sein, dran zu bleiben und immer wieder den Finger auf die Wunde zu legen – denn steter Tropfen höhlt den Stein!“

Artikelbild: “Women of London” (Bild: Fabbio; Quelle: Wikipedia; Rechte: Siehe Link)

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Marco Pino

(3) Readers Comments

  1. Haha, vielsagendes Bild.
    “Finde den Unterschied”…
    Ich weiss, ich weiss, ich weiss!!!! Die links ist blond und hat kein Kind!?
    Hab ich was gewonnen??? :D

  2. Das Plakat auf dem rechten Bild ist ja auch nicht ohne Ironie, oder?

    “The Bishops”… :-D

    Obwohl die Zeit ja reif wäre für eine katholische Bischöfin in Vollschleier. Irgendwie fehlt den Katholen da aber noch die richtige Willkommenskultur.

  3. Na na, Ihr wisst doch, dass hat alles nix mit dem Islam zu tun, genausowenig wie Alkoholismus was mit Alkohol zu tun hat oder das briefmarken sammeln nix mit Briefmarken zu tun hat, ist doch klar oder!?!

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