Innenpolitik News — 28 März 2012

Lindner bringt den Liberalen Hoffnung

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Hoffnungsträger für die FDP? NRW-Spitzenkandidat Christian Lindner (Bild A.Savin; Quelle: Wikipedia; Rechte: Siehe unten)

Zum ersten Mal seit Monaten steigt die FDP wieder in der Wählergunst: Der aktuelle Forsa-Wahltrend im Auftrag von Stern und RTL sieht die FDP bei vier Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner führt den gänzlich unerwarteten Auftrieb der seit Monaten im freien Fall befindlichen FDP in der Nominierung von Christian Lindner zum Spitzenkandidaten in Nordrhein-Westfalen.

Wahl im Saarland kein bundesweiter Trend

Gegenüber dem Stern sagte Güllner: „Während sich die FDP an der Saar zerfledderte, verschafft ihr der Lindner-Effekt  bundesweit Auftrieb.“  Daher könne man die Wahl im Saarland nicht als bundesweiten Trend ansehen. Lindner war im Dezember 2011 als Generalsektretär der FDP zurück getreten. Als Spitzenkandidat der Liberalen in NRW kehrte er nun relativ überraschend auf das politische Parkett zurück.

Im aktuellen Forsa-Wahltrend liegt die CDU bei 36 Prozent der Wählerstimmen, die SPD liegt seit Wochen konstant bei 26 Prozent, die Grünen verloren eine Punkt und liegen derzeit bei 14 Prozent. Die Linke käme demnach aktuell bundesweit auf neun Prozent, die Piraten verbesserten sich auf sieben Prozent.

Damit liegt das linke Lager deutlich vorn, insbesondere wenn die Piratenpartei zum linken Lager dazu gezählt wird. Sollte sich die FDP jedoch wieder auf über fünf Prozent verbessern, könnte es auch mit Blick auf mögliche Koalitionen wieder spannend werden. (ME)

Kommentar zum Thema: Die letzte Chance der FDP

Artikelbild: Christian Lindner (Bild A.Savin; Quelle: Wikipedia; Rechte: Siehe Link)

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(2) Readers Comments

  1. Was soll das?

    Die FDP soll uns hier wieder einmal als die große “Rettung” verkauft werden. Rettung wovor? Die FDP hat doch alle Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen der letzten 20 Jahre an federführender Stelle mitgetragen, als da sind Euro-Einführung, Demokratiedefizit in der EU, eine gescheiterte “Einwanderungspolitik”, die gar keine ist und auf jegliche gestaltende Einflussnahem verzichtet, der sog. “Rettungsschirm”, durch den unsere Steuergelder sinnlos verpulvert werden etc.pp.

    Wieso soll das eigentlich anders werden, wenn die FDP noch einmal knapp den Wieder-Einzug in den Bundestag oder ein Landesparlament schaffen sollte? Nur weil man einen gescheiterten ehemaligen Generalsekretär wieder aus der Versenkung geholt hat, um ihn wieder als vermeintlich “frisches Gesicht” zu präsentieren?

    Wer außerdem Merkel und ihren unbedingten Machterhaltungswillen kennt, weiß, dass sie sich innerlich längst von der schwarz-gelben Koalition mit der maroden FDP verabschiedet hat und auf eine Neu-Auflage der Großen Koalition mit der SPD zusteuert. Und so wird es kommen. Das Saarland war der Probelauf.

  2. Da interpretieren Sie den Artikel vielleicht ein klein wenig über, oder?

    “Sollte sich die FDP jedoch wieder auf über fünf Prozent verbessern, könnte es auch mit Blick auf mögliche Koalitionen wieder spannend werden.” sollte wohl eher so gelesen werden, dass ein Regierungswechsel in NRW möglich wäre. Ob das auch einen Politikwechsel brächte, steht in den Sternen.

    Aber da macht sich auch hier niemand was vor, denke ich…

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