Allgemein Titel — 05 März 2012

UN-Atomenergie Organisation über mögliche militärische Dimension des iranischen Atomprogramms besorgt.

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Atomengergiebehörde in Wien (Bild: Thjurexoell; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe unten)

Nach einer Eilmeldung der Jerusalem Post (JP) hat die Internationale Atomenergie Organisation (IAEO) in Wien mitgeteilt, der Iran habe den Umfang der monatlichen Produktion angereicherten Urans verdreifacht. Die Organisation zeigt sich ernsthaft besorgt über die möglichen militärischen Dimensionen der iranischen Aktivitäten. Der Generaldirektor der zur UN gehörenden IAEO, Yukiya Amano, informierte den Vorstand der Organisation zudem über die beiden letzten schleppend verlaufenden Gespräche mit dem Iran.

Mitt Romney, der derzeit im Rennen um die Kandidatur der Republikaner für das amerikanische Präsidentenamt führt, sieht allerdings einen Zusammenhang zwischen der Präsidentschaft Obamas und dem Fortschreiten des iranischen Atomwaffenprogramms. Der republikanische Politiker sagt einen Erfolg des theokratischen Regimes in Teheran voraus, falls Obama Präsident bleibe. Israel hat vor allem unter den konservativen Wählern Amerikas eine große Zahl von Unterstützern.

Hartes Ringen um Positionen

Vor diesem Hintergrund findet ein Treffen zwischen Präsident Obama und dem israelischen Premierminister, Benjamin Netanjahu, statt. Diesem war ein zähes Bemühen beider Seiten vorausgegangen, die Gegenseite auf die als jeweils richtig empfundenen Positionen festzulegen. Das Verhältnis zwischen Netanjahu und Obama gilt nicht als sonderlich herzlich.

Obama sprach erst gestern vor der pro-israelischen Organisation AIPAC (American Israeli Public Affairs Comittee) und ging insbesondere auf den iranisch-israelischen Konflikt ein. Dabei betonte er den Vorrang der Sanktionen und Verhandlungen gegenüber militärischem Einschreiten. Allerdings gab er sich gleichzeitig entschlossen, sich jede „Option offen zu halten“. Dabei sprach er auch ausdrücklich vom Recht Israels, sich selbst zu verteidigen.

Netanjahu lobte die Aussagen Präsident Obamas ausdrücklich, wobei er allerdings nur auf die Teile der Rede einging, in denen Obama von Israels Recht auf Selbstverteidigung und der Entschlossenheit zum militärischen Handeln gesprochen hatte.

Die derzeitigen Konfliktlinien zwischen Israel und den USA verlaufen entlang der Frage, wann die „rote Linie“, die einen Militärschlag notwendig macht, überschritten ist. Mit der Mitteilung der Internationalen Atomenergie Organisation von heute, dürfte man sich dieser Linie weiter angenähert haben. (CJ)

Artikelbild: Atomengergiebehörde in Wien (Bild: Thjurexoell; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe Link)

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(2) Readers Comments

  1. Na dan kann es ja nicht mehr lange dauern bis es wieder knallt!

  2. http://www.nytimes.com/2012/02/25/world/middleeast/us-agencies-see-no-move-by-iran-to-build-a-bomb.html?_r=1

    U.S. Agencies See No Move by Iran to Build a Bomb

    WASHINGTON — Even as the United Nations’ nuclear watchdog said in a new report Friday that Iran had accelerated its uranium enrichment program, American intelligence analysts continue to believe that there is no hard evidence that Iran has decided to build a nuclear bomb.

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