Hintergründe Interview Titel — 01 März 2012

Interview mit dem Ex-Muslim Ali Sina zu seinem geplanten Film über den islamischen Propheten

Der Koran ist eine der wichtigsten Quellen des Islams (Bild: Dieter Schütz; pixelio.de)

Ali Sina ist einer der bekanntesten US-amerikanischen Islamkritiker und Ex-Muslime. Er gehört zum Kuratorium der von Robert Spencer und Pamela Geller gegründeten Organisation Stop Islamization of Nations (SION). Sina überzeugte Tausende Muslime, dem Islam abzuschwören. Nun will er einen Film über das Leben des angeblichen Propheten Mohammed drehen (blu-News berichtete). Felix Strüning sprach mit ihm über Mohammed-Biografien und die Gefahren eines solchen Filmprojekts (englisches Original bei Citizen Times).

blu-News: Herr Sina, Sie haben vor einigen Tagen angekündigt, einen Film über den islamischen Propheten Mohammed drehen zu wollen. Warum?

Ali Sina: Ich will, dass die Wahrheit bekannt wird. Mohammed ist der einflussreichste Mann in der Geschichte. Er veränderte nicht nur viele der Länder Afrikas und Asiens, er beeinflusste auch die westliche Welt sehr stark. Nur wenige wissen, dass der Untergang der Antike, die Kreuzzüge, die Inquisition, die Konquistadoren, der Kommunismus, der Faschismus, der Nationalsozialismus, die Geheimbünde und selbst die Mafia ihre Existenz dem Einfluss des Islam verdanken.

Die westlichen Länder mit einer langen Tradition der Toleranz werden heutzutage immer weniger tolerant. Auch das ist wegen des Islams. Die Menschen in diesen Ländern fühlen sich bedroht und reagieren. Mit Denkern wie Zakaria Razi, Farabi, Ibn Sina, Khayyam und anderen war beispielsweise Persien vor rund 1.000 Jahren bereits am Rande einer Aufklärung. Doch der Islam erstickte alles im Keim. Stellen Sie sich vor, wie es heute wäre, wenn die Aufklärung dort 500 Jahre früher stattgefunden hätte. Das sind verlorene Jahrhunderte.

Ohne Mohammed wäre die Welt eine andere – eine viel sichere, angenehmere und aufgeklärtere. Und trotzdem wissen wir so wenig über diesen Mann. Er wird umrankt von Mythen und Geheimnissen.

Aber es gibt doch bereits einige gute Mohammed-Biografien, zumindest moderne…

Ali Sina: Die zeitgenössischen Bücher über Mohammed – bekannt als Sira – sind sehr umfangreich und enthalten eine Menge Mist wie Wunder, die Mohammeds Anhänger ihm zuschrieben, Tausende arabische Namen, die für nicht-muslimische Leser ungewohnt sind und eine Menge unnützer Informationen, wie die langen Listen der Menschen, die nach Abessinien auswanderten oder der frühen Konvertiten von Yathrib [heutiges Medina, Anm. d. R.].

Außerdem muss man, um Mohammed wirklich zu verstehen, einen echten Einblick in sein Denken haben. Seine Lebensgeschichte wurde von seinen ergebenen Anhängern zusammengetragen. Man kann einfach nicht alles glauben, was sie über ihn sagen. Ibn Hisham, der die Sira von Ibn Ishaq besprach, gab beispielsweise zu, dass er Teile, von denen er dachte, sie könnten die Gefühle der Gläubigen verletzen, weggelassen hatte.

Obwohl der ursprüngliche Text von Ibn Ishaq verloren gegangen ist, wurde zum Glück einiges davon von anderen Historikern wie Tabari übertragen. Ein Beispiel dafür ist der Mord an Umm Qirfa. Sie war die Anführerin ihres Stammes und eine ältere Frau, mutig und weise. Ibn Hisham berichtet, dass sie gefangengenommen und auf grausame Art getötet wurde. Die Einzelheiten dieser Grausamkeit werden von Tabari beschrieben: Ihre Beine wurden mit zwei Seilen an Kamele gebunden und diese auseinandergetrieben, bis Umm Qirfa in zwei gerissen wurde.

Um ein vollständiges Bild zu bekommen, müssen Sie also mindestens die Sira von Ibn Ishaq, die Geschichte von Tabari und die von Ibn Sa `d Tabaqat lesen und über gute Kenntnisse des Korans verfügen. Das sind Tausende von Seiten. Und zu lesen allein genügt nicht. Sie müssen auch in der Lage sein, die Spreu vom Weizen zu trennen und dafür muss man wissen, wonach man sucht. Sie müssen zum Detektiv werden, der sich durch einen Haufen Müll wühlt, um die passenden Teile zu finden, die ihm helfen, das Puzzle zusammenzusetzen und einen Sinn im Geschehenen zu finden.

Und Sie haben das Puzzle über Mohammed richtig zusammengesetzt?

Ali Sina: Ja, ich denke, das habe ich. Ich habe Mohammed über Jahre hinweg aus einem psychologischen Blinkwinkel studiert. Ich kenne seine Störungen und weiß, was ihn motivierte. Ohne diesen Einblick können Sie Mohammed nicht richtig kennen. Sie können sehen, dass viele Dinge die er tat, abgrundtief böse waren, aber es gibt auch Dinge, da glauben Sie, dass er aufrichtig war und an seine Sache glaubte. Das Geheimnis kann nur gelöst werden, wenn Sie sich vergegenwärtigen, dass er von einer Reihe psychischer Störungen betroffen war. Nur dann können Sie den Sinn in dem erkennen, was er tat und was die Quelle seiner Überzeugung war.

Werden Sie parallel zum Film auch eine Mohammed-Biografie als Buch schreiben?

Ali Sina: Ja, ich arbeite an einem Buch über das Leben Mohammeds. Es folgt der gleichen Erzählweise wie der Film. Aber es ist detaillierter und erklärt mehr. Es wird wohl noch vor dem Filmstart fertig sein. Es ist eine Sache, den Menschen zu erzählen, was passiert ist, aber eine völlig andere, zu erklären, warum es passierte.

Wie wollen Sie das Team für einen solchen Film zusammenbekommen. Das ist schließlich ein ziemlich gefährlicher Job…

Ali Sina: Wir verfügen mittlerweile über die Technologie den Film zu drehen, ohne irgendjemand zu gefährden. Wir können ihn in 3D machen, wie beispielsweise der Film Tintin oder die Schauspieler digital verändern, wie in Avatar. Keiner in der Crew oder der Schauspieler muss so seine Identität preisgeben.

Der Film What the West Needs to Know about Islam gewährt bereits einen hervorragenden Einblick in den Islam. Warum brauchen wir einen weiteren Film?

Ali Sina: What the West Needs to Know about Islam ist ein Dokumentarfilm. Ich will ein Biopic drehen, eine Filmbiografie. Dokumentationen interessieren eine bestimmte Art von Menschen. Das sind vor allem diejenigen, die lesen und die sich des Problems sowieso bewusst sind. Ein Spielfilm begeistert Massen. Und die will ich erreichen.

Ich will, dass Menschen aller Gesellschaftsschichten diesen Film aufgrund seines Unterhaltungswertes sehen. Ich will, dass normale Menschen auf der Straße, in Büros, die Kinder in den Schulen über Mohammed sprechen. Ein Spielfilm hat ein viel breiteres Publikum als ein Dokumentarfilm. Die Menschen wollen kein Geld zahlen, um Dokumentarfilme zu sehen, aber sie bezahlen für Spielfilme. Jetzt haben wir die Mittel, um unsere Botschaft unter die Massen zu bekommen und nichts kann die Wahrheit über den Islam mehr offenbaren als die Wahrheit über Mohammed.

Wenn wir diesen Film richtig und einer großen Zahl von Menschen zugänglich machen, dann verändern wir den Diskurs über den Islam für immer. Es wird für die Dhimmi-Medien und Politiker unmöglich, die Öffentlichkeit zu täuschen, wenn die Welt erst einmal die ganze Wahrheit kennt. Das kann alles ändern.

Denken Sie, dass auch Muslime den Film sehen werden?

Ali Sina: Ja, natürlich. Muslime sind neugierig wie alle anderen auch und sie wollen nicht in einer Lüge leben. Sie glauben, sie haben die Wahrheit bereits gefunden und deshalb hören sie nicht zu. Aber sobald der Film raus ist und die Welt darüber spricht, wollen sie ihn auch sehen. Und wenn sie das tun, wird die Welt nicht mehr die gleiche für sie sein. Sie können auch nicht alles als Lügen abtun, denn Fußnoten werden Hinweis auf die Quellen der Geschichten geben.

Ich habe unzähligen Muslimen dabei geholfen, den Islam zu verlassen. Zuerst streiten sie alles ab, aber die Wahrheit ist mächtiger. Sie können sich nicht für immer verweigern. Beispielsweise schrieb mir mal ein Bahrain, dass er und sein Bruder immer mit DOS-Attacken versuchten, meinem Server lahm zu legen. Schließlich begann er, meine Artikel auf www.faithfreedom.org zu lesen und verließ den Islam. Ich bin sicher, dass dieser Film Millionen von Muslimen helfen wird, das Licht zu sehen und das wird der Beginn einer Lawine sein. Wenn wir die Wahrheit zu den Massen bringen, können wir den Islam in sehr kurzer Zeit loswerden.

Wie wollen Sie mit den zu erwartenden Protesten oder Bedrohungen durch Muslime gegen die Crew, Filmverleiher und Kinos umgehen?

Ali Sina: Die Crew und die Schauspieler können anonym bleiben. Wir werden CGI-Technologie verwenden, um ihr Aussehen zu verändern, damit sie wie Araber aussehen. Dies wird uns auch erlauben, sie älter wirken zu lassen.

Was die Verbreitung betrifft, können wir den Film in Kinos zeigen, die sicher sind, wie zum Beispiel in China oder in ausgewählten Städten, in denen Muslime keine große Bedrohung darstellen. Allerdings wird dieser Film eine Menge Kontroversen auslösen und wegen seiner explosiven Geschichte werden viele Menschen ihn sehen wollen. Wir werden den Vorteil zusätzlicher Distributionswege nutzen, wie z.B. Home Entertainment. Das ist ein riesiger Bereich und wächst ständig.

Wir leben in einer sich schnell verändernden Welt. Kinos und Buchhandlungen werden immer weniger relevant für den Erfolg von Filmen und Büchern sein. Immer mehr Bücher und Filme werden online verkauft und digital heruntergeladen. Die Technik ist uns diesbezüglich sehr zu Hilfe gekommen. Noch vor ein paar Jahren wäre es unmöglich gewesen, einen solchen Film zu machen oder ihn gewinnbringend einzusetzen. Jetzt können wir beides tun.

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Felix Strüning

(5) Readers Comments

  1. Der Mut und die Entschlossenheit dieses Mannes sind bewundernswert. Ich hoffe, sein Film wird ein großer Erfolg.

    Ob er sich und seinem Anliegen allerdings mit Aussagen wie “Wenn wir die Wahrheit zu den Massen bringen, können wir den Islam in sehr kurzer Zeit loswerden.” einen Gefallen tut, halte ich für fraglich. Manche Menschen könnten hieraus den Schluss ziehen, dass es Ali Sina nicht um die Wahrehit als solche, sondern um einen privaten Kreuzzug gegen den Islam geht.

    Welche Menschen das sein werden und welche Macht diese Menschen haben in Medien und Öffentlichkeit kann sich jeder denken.

    Vielleicht interpretiere ich einfach auch zu viel.

  2. Pingback: Citizen Times – “Muhammad is the most influential man in history”

  3. Oha, da steht uns was bevor. Wenn Ali Sina in dem Film wirklich die – offenkundigen! – “Störungen” Mohammeds darstellt, dürfte sich die Fahnen-Industrie bald eines neuen Booms erfreuen, vor allem in Ländern des neuerdings freiheitlich-islamischen Nahen Ostens…. :D

  4. Ich freue mich auf den Film. Mal wieder einer für den ich gerne Geld ausgeben werde :)
    Ich bin allerdings nicht so optimistisch über den Erfolg.
    - Was wenn einer nicht dicht hält und Informationen über die Schauspieler durchsickern? (man braucht schließlich ne ziemlich große Crew um so einen Film zu drehen). Die haben dann ein ernstes Problem.
    - Was wenn der Film wegen Blasphemie (Herabwürdigung religiöser Lehren) überall verboten wird? Man wird nicht verhindern, dass er erhältlich ist, aber dann wird es schwer das Geld wieder reinzukriegen.
    - Werden die Menschen, die den Film sehen, dies nicht einfach für einen Film halten, der die Wahrheit verbiegt? Es gibt eine Menge Infos über Mohammed, aber der moderne Gutmensch hält das alles für gelogen.
    - Werden überhaupt besonders viele Leute den Film anschauen? Der Film wird mit Sicherheit überall als der “Anti-Islam” oder “Anti-Mohammed” Film bezeichnet werden, man wird ihn in die “Rechte Ecke” stellen und irgendwie diskreditieren, so wie man es immer macht. Und am Ende werden ihn vielleicht nur diejenigen anschauen, denen man sowieso nichts mehr erzählen muss.

    Egal, ich wünsche viel Erfolg.

  5. Das eine Kriegs Erklärung an die Muslime !

    aber die Ungläubigen Lieben den Krieg statt den Frieden

    Islam sagt: Gibt den Nazis keine Chnce ;)

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