Christopher von Mengersen: Eine Abrechnung

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Gefangene Wehrmachtssoldaten am Königstor in Königsberg, 1945 (Bild: Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Bild 183-R94432; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe unten)

21.Mai 2011. Außenminister Guido Westerwelle trifft sich zu trilateralen Verhandlungen mit den Außenministern Polens und Russlands in der ehemals deutschen Stadt Königsberg im heutigen Russland. Im Zuge der Gespräche besuchen die Politiker auch einen Soldatenfriedhof und gedenken dort an einem Mahnmal den Gefallenen.

So weit, so gut? Denn bei der Gedenkstätte handelt es sich um das „Mahnmal der 1200 Gardisten“, welches den während der Schlacht um Königsberg gefallenen sowjetischen Soldaten der 11. Gardearmee gewidmet wurde. Über die Verteidiger der deutschen Wehrmacht, die ebenfalls zu zehntausenden fielen und ebenfalls im Großraum „Kaliningrads“ beigesetzt wurden, wird der Mantel des Schweigens gehüllt. Diese Soldaten hatten beinahe drei Monate in der Hauptstadt Ostpreußens ausgeharrt und diese bis zum Letzten verteidigt. Selbst im Moment der Niederlage, der absoluten Hoffnungslosigkeit hielten sie Stand, um unbeteiligten Zivilisten den Ausbruch aus dem Kessel zu ermöglichen und ihnen die willkürlichen Exekutionen und Massenvergewaltigungen durch die Soldaten der Roten Armee zu ersparen. Auch das Steinerne Gedenkkreuz nahe des Doms, welches an die britischen Luftangriffe im Jahre 1944 erinnert, denen über 10.000 Zivilisten zum Opfer fielen, und welche durch ihre ungeheure Zerstörungsgewalt mehr als 200.000 Menschen obdachlos machten, erschien den drei Ministern keinen Abstecher wert zu sein.

Anders ausgedrückt: Der deutsche Außenminister Westerwelle gedenkt den toten Angehörigen einer fremden Nation, unterschlägt es aber völlig und bewusst, jegliche Trauer über die vielen Opfer aufseiten des deutschen Volkes zu zeigen? Ist dieser Mann von allen guten Geistern verlassen? Wie kommt ein deutscher Politiker dazu, sich gegenüber dem eigenen Volk und dessen Opfern derart respektlos zu verhalten?

Dies wären die Reaktionen in einem Staat gewesen, der sich einen gesunden Nationalstolz bewahrt hat, und der selbstbewusst mit beiden Beinen im Hier und Jetzt steht. Ein Staat, dessen Politiker wirklich „dem deutschen Volke“ dienen würden, wie es die Inschrift des Reichstagsgebäudes verlangt. Der Medienmainstream der Bundesrepublik jedoch schweigt sich zu diesem Thema bezeichnenderweise aus. Nur die nonkonforme Wochenzeitung Junge Freiheit berichtete, und selbst das nur am Rande in einer Kurzmeldung.

Mit seiner devoten Haltung zeigt Westerwelle perfekt, wie weit das heutige deutsche Polit-Establishment die Mär vom „deutschen Tätervolk“ und einer „ewigen Kollektivschuld“ vereinnahmt und zur Staatsdoktrin gemacht hat. Per se können Deutsche daher nicht Opfer sein, denn dank Hitler und Konsorten weiß man, der Deutsche ist prinzipiell Täter. Erst am gestrigen Donnerstag zeigte sich das Resultat dieses pervertierten Geschichtsbildes in seiner Reinform. Um 12 Uhr standen öffentliche Verkehrsmittel still, wurde bundesweit geschwiegen und gedacht, den Opfern der neo-nationalsozialistischen Terrorzelle NSU. Als nur einige Monate zuvor auf dem Frankfurter Flughafen 2 Menschen von einem islamischen Fundamentalisten feige erschossen wurden, und davor Linksextremisten auf einer „revolutionären“ Demo eine Bombe zündeten, die 15 Polizisten lebensgefährlich verletzte, blieben derartige Trauerbekundungen aus. Die nationalsozialistische Judenvernichtung, sowie die Schrecken des zweiten Weltkriegs werden nicht etwa dem Diktator und Massenmörder Adolf Hitler, sondern der kompletten deutschen Bevölkerung zur Last gelegt. Politiker aus der Riege der Links-Grünen beherrschen es perfekt, den Deutschen ein Gefühl von Schuld und Verantwortung einzuflößen, bedingt durch abscheuliche Vorkommnisse, die jedoch lange vor der Geburt der meisten heutigen Protagonisten vonstatten gegangen sind. Aus diesen Verbrechen ziehen Menschen wie Jürgen Trittin die Berechtigung, sich beispielsweise darüber zu freuen, dass Deutschland „jeden Tag immer mehr“ verschwinde, während Joschka Fischer eine Ausdünnung der Deutschen fordert und ausführt: „Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen“.

Denn gerade „deutsche Helden“ passen den Feinden Deutschlands nicht ins Konzept. Patriotismus wird kriminalisiert und die Fakten der deutschen Geschichte derart hin gebogen, wie es den Vertretern der Alt-68er, die den Marsch durch die Institutionen geschafft haben, in den Kram passt. Alles aus dem tiefsten Willen heraus, den deutschen Nationalstaat in seinen Grundfesten zu erschüttern, und seinen Staatsbürgern jegliche Identifikation mit der Nation ihrer Väter und Vorväter zu rauben, um die eigene perverse Ideologie der weltweiten, grenzenlosen Knechtschaft des Kommunismus vorantreiben zu können.

Doch gibt es sie auch, die deutschen Helden, vor allem in Deutschlands dunkelster Stunde, zur Zeit des nationalen Sozialismus. Doch sind und waren diese nicht ausschließlich in Reihen des Widerstands zu finden, wie der Graf von Stauffenberg oder die Mitglieder der „Weißen Rose“. Zu achten und ehren sind auch die deutschen Soldaten, die ihr Leben in einem sinnlosen Krieg für ihr Vaterland gaben, getäuscht, belogen und betrogen von der Propaganda des NS-Regimes. Männer, die ihre Pflicht taten in Zeiten von Chaos, Leid und Tod, die ihr Leben gaben für einen Kameraden oder die Liebsten in der Heimat. Diese Menschen konnten nichts für die Allmachtsgelüste eines gescheiterten Postkartenmalers aus der tiefsten österreichischen Provinz und seine Träume von der Ausrottung der Juden. Diese Menschen hatten keine Schuld an dem, was geschah.

Wir als mündige Staatsbürger sollten einsehen und begreifen, dass es das Normalste der Welt ist, Nationalstolz oder Patriotismus zu empfinden. Wir benötigen dringend eine Emanzipation von der Mentalität der „deutschen Täter“! Unser Land hat so vieles zu bieten, als Kulturnation, als Nationalstaat, als Demokratie und Vorbild! Lasst uns bewahren was war, zurückblicken auf unsere Ahnen und ihre Taten. Nicht kritiklos und verblendet, aber mit dem Maße an Respekt, der diesen Männern und Frauen zusteht, die ihre Pflicht für unser Land taten!

Artikelbild: Gefangene Wehrmachtssoldaten am Königstor in Königsberg, 1945 (Bild: Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Bild 183-R94432; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe Link)

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(17) Readers Comments

  1. In den letzten Monaten des 2. Weltkriegs wurden noch die Jahrgänge der 16 – 18-Jährigen im Deutschen Reich eingezogen. Diese Jugendlichen kannten nur den Nationalsozialismus, hatten die Weimarer Repunlik nicht mehr bewusst erlebt und wurden beginnend mit der Hitler-Jugend mit nazistischer Ideologie indoktriniert. Viele von ihnen mögen aus Überzeugung in den Krieg gezogen sein.

    Es ist tragisch, dass so viele junge Menschen damals auf grausame Weise starben und sinnlos verheizt wurden. Ihr Tod muss uns Nachgeborenen eine mahnende Erinnerung sein, dass sich so etwas wie das “Dritte Reich” auf deutschem Boden niemals wiederholen darf. (Anders ist dies bei den Soldaten der älteren Jahrgänge zu beurteilen: Von diesen hätte man schon erwarten können, dass sie den verbrecherischen Charakter des nazistischen Regimes erkannten und sich in größerer Zahl verweigert hätten oder desertiert wären.)

    Für ein demokratisches, aufgeklärtes und humanistisches Deutschland kann es aber niemals eine positive Bezugnahme auf den Angriffskrieg des Deutschen Reichs zwischen 1939 – 1945 geben. Ein demokratisches Nachkriegs-Deutschland kann sich nur in bewusster Abkehr und Antithese zum Nationalsozialismus und Dritten Reich definieren. So wie dies im Grundgesetz von 1949 dann auch geschehen ist.

    Mam nuss sich Folgendes klar vor Augen halten: Das Deutsche Reich besetzte Polen und einen großen Teil der Sowjet-Union, um – wie Hitler es in seinem Buch “Mein Kampf” bereits 1924 angekündigt hatte – die dort lebenden slawischen Völker und Juden als vermeintlich “rassisch minderwertig” zu versklaven und auszurotten. Die angegriffen Völker hatten jedes Recht, sich gegen diesen Angriff zu verteidigen und mussten auch keineswegs an den Grenzen des Deutachen Reichs halt machen. Nur durch eine vollständige Zerschlagung des nationalsozilistischen Staates konnte die von ihm ausgehende Gefahr ein für allemal gebannt werden. Der Kampf gegen die Rote Armee ist daher nicht als positiv zu bewerten. Nur solange die deutsche Ostfront hielt, konnte die Vernichtungsmaschinerei in den KZ’s und im Warschauer Ghetto weiterlaufen. Nicht vergessen werden sollte auch, dass die Deutschen Hilter 1933 mehrheitlich gewählt hatten, und ihm – in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit – in den folgenden Jahren frenetisch zujubelten, ihn unterstützten und mitmachten. Die Deutschen waren keine Opfer. (Wer eine Bank überfällt und dabei von der Polizei angeschossen wird, ist auch kein Opfer.)

    Eines muss ganz klar gesagt werden: Die Alliierten – und dazu gehört auch die Rote Armee – haben die europäischen Völker im 2. Weltkrieg (und dazu gehören auch die Deutschen) unter gewaltigen eigenen Opfern vom Nationalsozialismus befreit oder davor bewahrt, unter seine Herrschaft zu geraten. Dafür gebührt ihnen unser Dank. Es ist daher auch angemessen, wenn Repräsentanten des deutschen Volkes der gefallenen alliierten Soldaten (einschließlich der Roten Armee) gedenken.

    Als Liberaler halte ich Patriotismus und Einbindung in eine nationale Identität für etwas Poasitives. Wer aber nicht erkennt, welchen Schaden der Nationalsozialismus Deutschland und anderen Völkern gebracht hat, ist kein Patriot. Um es deutlich zu machen: Der Tod vieler deutscher Soldaten und Zivilisten im 2. Weltkrieg ist tragisch und für die Angehörigen Anlass zu berechtigter Trauer. Für den deutschen Staat und die heutigen Deutschen ist es mahnende Erinnerung. Es kann aber – jedenfalls für aufgeklärte Demokraten – auf einen Angriffs- und Vernichtungskrieg keine positive Bezugnahme geben.

  2. Joseph (Joschka) Fischer, ehem. “Die Grünen”:

    „Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.“
    (1982, in der Zeitschrift PflasterStrand, )

    „Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.“
    (Rezension zu Joschka Fischers Buch “Risiko Deutschland”

    „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“

  3. “Eines muss ganz klar gesagt werden: Die Alliierten – und dazu gehört auch die Rote Armee – haben die europäischen Völker im 2. Weltkrieg (und dazu gehören auch die Deutschen) unter gewaltigen eigenen Opfern vom Nationalsozialismus befreit oder davor bewahrt, unter seine Herrschaft zu geraten. Dafür gebührt ihnen unser Dank. Es ist daher auch angemessen, wenn Repräsentanten des deutschen Volkes der gefallenen alliierten Soldaten (einschließlich der Roten Armee) gedenken.”

    Dem würde ich nur partiell zustimmen. Der Wille der Westalliierten war es, die Diktatur zu beenden und die Menschen zu befreien. Die Sowjets jedoch wollten den Hitlerschen Sozialismus durch den Stalinschen ersetzen, eine DIktatur durch eine andere ablösen. Daher bin ich nicht damit einverstanden, die Sowjets in den Dank für die Befreiung miteinzubeziehen.
    Verstehen Sie mich nicht falsch, es spricht nichts dagegen, Kriegsopfern zu gedenken, aber diese Einseitigkeit die Westerwelle vorgenommen hat ist geradezu pervers!

    Mit freundlichen GRüßen
    Christopher von Mengersen

  4. Auch ich verkenne nicht, dass es sich bei den Westallierten um parlamentarische Demokratien handelte, während die Sowjet-Union eine Diktatur war. Aber deligitimiert dies den Kampf der Roten Armee gegen das Dritte Reich? (Was ist übrigens mit den umfangreichen Eaffenlieferungen von Briten und Amerikanern an die SU im 2. WK? Wird dadurch auch die Verteidigung der Westalliierten deligitimiert?)

    Im heutigen Russland und den übrigen Nachfolgestaaten der Sowjet-Union wird der Krieg gegen die deutschen Angreifer im 2. WK “der große vaterländische Krieg” genannt. Beim Einfall in die Sowjet-Union am 22.06.1941 ging es nicht darum, die dort lebenden Menschen vom Kommunismus zu befreien. Vielmehr sollten alle Russen und Juden erst versklavt und dann ausgerottet werden, um “Lebensraum im Osten” zu schaffen. Da die Russen wussten, was ihnen im Fall einer Niederlage geblüht hätte, wurde der Kampf gegen die Deutschen nicht als kommunistisches Projekt, sondern als ein das gesamte Volk umfassender Überlebenskampf angesehen. Noch heute tragen die russischen Veteranen stolz ihre Uniformen und Orden aus dem 2. Weltkrieg.

    Zunächst einmal ging es der Roten Armee um Verteidigung.

    Die Teilung Deutschlands wurde unter Zustimmung der Westalliierten auf den Konferenzen von Jalta, Teheran und Potsdam beschlossen. Deutsche Truppen waren in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts in zwei Weltkriegen tief auf russisches Gebiet vorgestoßen. Ist es da so unverständlich, dass die SU in Deutschland einen von ihr kontrollierten Satellitenstaat installierte, um eine Wiederholung zu verhindern?

    In Österreich, das wie Deutschland zunächst auch in vier Besatzungszonen unter den Alliierten aufgeteilt wurde, errichteten die Sowjets in ihrer Zone keinen Satellitenstaat – nachdem Österreich im Gegenzug Neutralität zusicherte. In gleicher Weise bot Stalin am 10.03.1952 die Wiedervereinigung Deutschlands gegen Neutralisierung an. Dies wurde vom rheinischen Separatisten Adenauer abgelehnt. Auch hieran sieht man: Es ging beim Kampf der Roten Armee im 2. WK nicht um die Errichtung einer sozialistischen Diktatur in Deutschland.

    Im Übrigen kann man das “Dritte Reich” und die DDR nicht auf eine Stufe stellen: So gab es in der DDR keine Massenvernichtungslager, in denen Menschen einzig auf Grund ihrer Ethnizität millionenfach industriell ermordet wurden.

    Dass Westerwelle bei seinem Besuch als deutscher Außenminister im Oblast Kaliningradskaja keine Gedenkstätte für gefallene deutsche Soldaten oder getötete Zivilisten besuchte – nun, nicht umsonst gibt es das Bonmot von Westerwelle als “politischem Leichtmatrosen”. Hier hätte Westerwelle mehr Souveränität zeigen können. Auch der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der damalige Staatspräsident Mitterand besuchten am 22.09.1984 gemeinsam einen deutschen Soldatendfriedhof in Verdun und reichten sich die Hände. Das Amt des deutschen Außenministers ist für Westerwelle mindestens zwei Nummern zu groß. Aber zumindest dieses Problem dürfte sich spätestens 2013 erledigt haben – nach der nächsten Bundestagswahl.

  5. Von Herrn Schwesterwelle kann man auch nichts anderes erwarten,aber man wird auch von keinen anderen deutschen Verwaltungs Agenten sehen das sie der Deutschen Opfer gedencken!
    Es sollte endlich jedem Deutschen Bundesbürger klar werden das die BRD Verwaltungs Organisation eine nicht Regierungs Form ist,und unsere sogenannten Politiker keine echten Staatsleute sind sondern nur Verwaltungsangestellte.Verräter Schäuble hat es doch selber schon zugegeben das die BRD nie ein Souveräner Staat war,und nie die Stelle des Deutschen Reiches einnehmen kann.Wer das nicht glauben kann oder will der soll es nachprüfen an Aussagen der Hohen Besatzungskommission der Aleirten,Urteilen des Grund Gesetz Gerichtes,Unterlagen der Potsdamer Konferenz1945 usw .Ist alles zu finden im Internet oder Bücherreien oder Bibliotheken.
    Je eher wir das begreifen um so besser,umso schneller kann das Volk etwas gegen dieses zur BananenRepublik mutierten Gebilde unternehmen!
    Eine Möglichckeit ist zum Beispiel man stellt sich unter Staatliche Selbstverwaltung.

  6. Ich muss Christopher absolut recht geben. Man muss tatsächlich zwischen den Aliierten unterscheiden, denn man darf nicht vergessen, das Stalin und seine roten Kohorten zuanfang mit Hitler kolaboriert haben. Von daher würde ich sie schon nicht zu den Befreiern zählen. Und warum sollte man auch den Gefallenen eines totalitären Systems seine Ehrbezeugung entrichten?

    In Ostpreussen und den anderen ehemals deutschen Gebieten wurde schlicht und ergreifend der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Davon können die Millionen Vertriebenen, die Vergewaltigten und Getöteten ein trauriges Lied singen.
    Hierzu zähle ich nicht nur die deutschen Opfer, sondern ausdrücklich auch die polnischen Vertriebenen und die polnischen Opfer Stalins, beispielsweise das Massakter von Katyn und den stalinistischen Säuberungen in der polnischen Bevölkerung, die mehr als 20.000 Tote hinterließen.

    Es ist somit eine Schande, dass Herr Westerwelle die gefallenen Täter eines Terrorregimes ehrt!

  7. Es würde dem Nationalstolz auch helfen, wenn man die deutschen Dinge wieder ausgraben würde, die der NS verschüttet hat, die aber bis heute der Ausgrabung harren: Deutschland war einmal führend als Nation bei der Erschließung des geistigen Erbes der Antike. Und daraus wurde auch ein Anspruch für die Gegenwart abgeleitet.

    Gerade 1933 erschien das Buch Paideia von Werner Jaeger.
    http://diepaideia.blogspot.com/2011/10/werner-jaeger-und-die-paideia.html
    Es lohnt sich, in den Artikel hinein zu lesen.

    Und auf CitizenTimes lese ich gerade einen Artikel, der aufzeigt, was das antike Erbe mit unserem Thema hier zu tun hat:
    http://www.citizentimes.eu/2012/02/24/zur-freiheit-zuruck-und-wieder-zur-freiheit/

    Die Hitler-Attentäter hatten auch genau solche Dinge im Kopf … ihr Widerstand wuchs nicht auf dem Boden unseres heutigen linksliberalen Denkens, von dem manche meinen, dass es das Menschlichste sei, was es je gegeben hätte … Bullshit …

    All das ist deutsch!

  8. Ich melde mich nochmal zu Wort, weil das Thema nicht ausdiskutiert ist.

    Chr. v.Mengersen stellt eine These gleichsam als eine Art “Versuchsballon” in den Raum, verteidigt dieee dann aber nicht und tritt sofort den Rückzug an, wenn er auf Widerstand stößt. Auf diese Weise wird eine Debatte abgewürgt, wenn es “gefährlich” wird.

    blu-news erhebt den Anspruch, ein bürgerlich-liberaler Blog zu sein. Dazu passt aber keine NS-Apologetik. Hier geht es um eine Frage der Glaubwürdigkeit. Deswegen wäre eine eindeutige Positionierung wünschenswert.

    Es gibt zwei Argumentationsstränge in v.Mengersens Beitrag:

    1. Die ethnischen Deutschen werden von ihrem Staat, d.h. Regierung und Verwaltung, gegenüber Immigranten, ob eingebürgert oder nicht, benachteiligt. Dies äußert sich in der unterschiedlichen Behandlung von Gewaltopfern (und deren Angehörigen) nach ihrer Herkunft. Grund hierfür ist fehlendes Nationalbewusstsein bzw. Selbstbewusstsein der Funtionsträger in Politik, Regierung, der Verwaltung und den Medien.

    Bis hierhin stimme ich mit der Analyse überein. Es darf keine unterschiedliche Behandlung von Gewalttätern (und deren Angehörigen) nach ihrer ethnischen Herkunft oder den vermuteten Tatmotiven der Täter geben. Dies verstößt gegen das Gleichbehandlungsgebot des Grundgesetzes (Art. 3 GG). Zudem werden bei den dem sog. “Zwickauer Trio” zur Last gelegten Taten rechtsstaatliche Grundsätze, insb. die Unschuldsvermutung, verletzt, da Art und Weise der Tatbeteiligung bisher nicht nachgewiesen sind.

    v.Mengersen schlägt vor, diesem Mißstand dadurch zu begegnen, dass der Kampf der Wehrmacht vor dem 08.05.1945 gegen die alliierten Streitkräfte posiitiv beurteilt werden sollte. Wehrmachtsoldaten (und ums Leben gekommene Zivilisten) seinen “Helden” gewesen. Diese müssten als solche von der Regierung gewürdigt werden durch Besuche von Gedenkstätten und Friedhöfen deutscher Soldaten (wobei dies dann vom russischen und polnischen Außenminister ebenfalls gefordert wird).

    Einspruch: Die Wehrmachtssoldaten waren keine “Helden”. Sie kämpften für den Bestand eines verbrecherischen Staates. Insb. ab Anfang 1945 wurde der längst verlorene Krieg nur noch sinnlos in die
    Länge gezogen, weil hohe NS-Bonzen und Schreibtischtäter Angst vor Strafe hatten. Die Zerstörungen, die Zahl der Toten und die Leiden der Zivilbevölkerung wurden hierdurch nur sinnlos erhöhrt und in die Länge gezogen.

    Um Deutschenfeindlichkeit zu bekämpfen, ist es grundsätzlich der falsche Weg, die Rolle der Wehrmacht im NS-Staat neu (positiv) zu bewerten. Denn auf diese Weise wird zugleich der Angriffskrieg des Deutschen Reichs im 2. WK legitimiert, was wiederum den Daseinszweck der Bundesrepublik Deutschland als eines in Antithese zum Dritten Reich gegründeten demokratischen Staates in Frage stellt und delegitimiert.

    Gerade aus liberaler Sicht darf die Kritik an Ungleichbehandlung ausschließlich auf das im Grundgesetz verankerte Rechtsstaats- und das Gleichbehandlunbgsgebot gestützt werden. Die deutsche Geistes- und Kulturgeschichte bietet überdies genügend Substanz, um ein positives Nationalbewusstsein zu entwickeln. Dazu bedarf es nicht einer positiven Neubewertung des deutschen Angriffskrieges im 2. WK.

    2. v.Mengersen differenziert zwischen den Westalliierten und der SU.

    Jedenfalls gegen Letztere sei der Kampf der deutschen Wehrmacht legitim gewesen, da die SU ebenfalls eine Diktatur gewesen sei. Es wird verwiesen auf Massenvergewaltigungen, britische (!) Luftangriffe auf Königsberg und es ist von deutschen Opfern und alliierten “Tätern eines Terrorregimes” (Nergal) die Rede.

    Durch die Umkehrung von Täter- und Opferrolle wird versucht, den auf Ausrottung und Vernichtung anderer Völker abzielenden Angriffskrieg des Deutschen Reichs in legitime und “heldenhafte Verteidigung” umzulügen. Polen und die SU waren vom Deutschen Reich völkerrechtswidtrig angegriffen und besetzt worden. Hiergegen hatten beide Staaten das Recht auf Verteidigung. Hierbei mussten sie nicht an den Grenzen des Angreifer-Staates haltmachen, sondern durften bis zu dessen endgültiger Niederlage weiterkämpfen.

    Die Vergewaltigungs.Exzesse sind natürlich zu verurteilen, aber auch hier darf nicht verkannt werden, dass es sich dabei um eine Reaktion auf das vorangegangene Verhalten der deutschen Angreifer und Besatzer in der SU handelte. Im Übrigen hätte durch eine frühere Kapitulation viel Leiden verhindert werden können (s.o.).

  9. Soweit ich sehen konnte, bezog sich von Mengersen auf die Rolle von deutschen Soldaten als Verteidiger (!) gegen die heranrückende Rote Armee, deren Umgang mit der deutschen Zivilbevölkerung bekanntlich nicht in den Termini von “Verteidigung” beschrieben werden kann. Dass der Krieg Hitlers als ganzes gesehen so nicht in Ordnung war, steht doch außer Frage. Sehen Sie das hier irgendwo anders dargestellt?

    Die deutschen Soldaten hatten außerdem nicht die Wahl, zu kapitulieren, wie Sie sicherlich wissen.

    Dass Sie ein Verbrechen als Reaktion auf ein anderes Verbrechen legitimieren wollen, kann so nicht hingenommen werden.

    Hinzu kommt die Frage, ob die Taten der Roten Armee wirklich als “emotionale Reaktion” gedeutet werden dürfen. Vielmehr waren diese Greueltaten von der sowjetischen Führung veranlasst, durch Befehl und Propaganda. Es gibt Zeugen, die davon berichten, wie sich sowjetische Offiziere dafür entschuldigen, dass sie vergewaltigen, denn sie seien leider gezwungen, dies zu tun. (Übrigens ein interessanter Rest von Menschlichkeit auf sowjetischer Seite in dem ganzen Wahnsinn.)

  10. “Chr. v.Mengersen stellt eine These gleichsam als eine Art “Versuchsballon” in den Raum, verteidigt dieee dann aber nicht und tritt sofort den Rückzug an, wenn er auf Widerstand stößt. Auf diese Weise wird eine Debatte abgewürgt, wenn es “gefährlich” wird.”

    Woher kommt die Begründung dafür? Nur weil ich nicht 24/7 zur Verfügung stehe um Gegenargumente zu entkräften?

    “blu-news erhebt den Anspruch, ein bürgerlich-liberaler Blog zu sein. Dazu passt aber keine NS-Apologetik. ”

    Sie scheinen meine Passage über den gescheiterten Postkartenmaler aus der Provinz überlesen zu haben…

    “v.Mengersen schlägt vor, diesem Mißstand dadurch zu begegnen, dass der Kampf der Wehrmacht vor dem 08.05.1945 gegen die alliierten Streitkräfte posiitiv beurteilt werden sollte. Wehrmachtsoldaten (und ums Leben gekommene Zivilisten) seinen “Helden” gewesen. Diese müssten als solche von der Regierung gewürdigt werden durch Besuche von Gedenkstätten und Friedhöfen deutscher Soldaten (wobei dies dann vom russischen und polnischen Außenminister ebenfalls gefordert wird).”

    Das habe ich nirgendwo geschrieben. Mir geht es darum, darauf hinzuweisen, dass eben auch Soldaten der Wehrmacht gute Menschen, “Helden” gewesen sind. Natürlich gab es unter ihnen auch Kriegsverbrecher, wie in anderen Armeen auch, aber meistens geschahen diese Verbrechen nicht aus reiner Boshaftigkeit, sondern als Reaktion durch die Hetze des göbbelsschen Propagandaapperates. Wer mir NS-Verherrlichung vorwerfen will, muss eine DIffamierung meiner Person im Sinn haben.

    “Einspruch: Die Wehrmachtssoldaten waren keine “Helden”. Sie kämpften für den Bestand eines verbrecherischen Staates. Insb. ab Anfang 1945 wurde der längst verlorene Krieg nur noch sinnlos in die
    Länge gezogen, weil hohe NS-Bonzen und Schreibtischtäter Angst vor Strafe hatten. Die Zerstörungen, die Zahl der Toten und die Leiden der Zivilbevölkerung wurden hierdurch nur sinnlos erhöhrt und in die Länge gezogen.”

    Ab Anfang 45 handelte es sich nurnoch um einen reinen Verteidigungskrieg, der zumindest aus Sicht der einfachen Soldaten zum Schutz ihrer Familien in der Heimat aufrechterhalten wurde. Bsp. Königsberg, wo der Widerstand ausschließlich deshalb weitergeführt wurde, um Zivilisten den Ausbruch zu ermöglichen (Quelle u.a. engl. Wikipedia). Den Angriffskrieg verteidige ich keineswegs, aber denjenigen nicht zu gedenken, die im Kampfe dür die Sicherheit ihrer Familien gefallen sind, halte ich für unmoralisch, wenn andererseits einer Truppe gedacht wird, die auf pure Eroberung und Vernichtung aus war.

    “Durch die Umkehrung von Täter- und Opferrolle wird versucht, den auf Ausrottung und Vernichtung anderer Völker abzielenden Angriffskrieg des Deutschen Reichs in legitime und “heldenhafte Verteidigung” umzulügen.”

    Eben nicht. Es wird nichts umgekehrt, sondern die Einseitigkeit kritisiert. Es gab eben nicht NUR Deutsche Täter und alliierte Opfer, niemals verhält es sich in einem Krieg nach Schwarz-Weiß Schemata. Sie scheinen meinen Artikel definitiv nicht verstanden zu haben.

    “Gerade aus liberaler Sicht darf die Kritik an Ungleichbehandlung ausschließlich auf das im Grundgesetz verankerte Rechtsstaats- und das Gleichbehandlunbgsgebot gestützt werden.”

    Zusatz dazu, aus liberaler Sicht setze ich mich für eine Ende der Stigmatisierung jedem positiven Patriotismus ein. Dies knebelt unsere Gesellschaft und hindert viele Menschen an ihrer Entfaltung…

    ” Polen und die SU waren vom Deutschen Reich völkerrechtswidtrig angegriffen und besetzt worden. Hiergegen hatten beide Staaten das Recht auf Verteidigung. Hierbei mussten sie nicht an den Grenzen des Angreifer-Staates haltmachen, sondern durften bis zu dessen endgültiger Niederlage weiterkämpfen.”

    Das steht nicht zur Debatte, sondern ist ein historischer Fakt. Trotzdem ist unstrittig, dass die Weste der Sowjetunion keinesfalls rein gewesen ist. Polen war ein tragisches Opfer der Kriegssucht der Nationalsozialisten und Kommunisten.

  11. Das im Namen der Nazidiktatur unfassbare Verbrechen begangen wurden ist denke ich an dieser Stelle unbestritten. Es ist jedochan der Zeit, dass den heute lebenden Deutschen nicht mehr mit dieser ewigen Schuldzuweisung der Wille zum Erhalt der eigenen Kultur genommen wird. Gern gerät in Vergessenheit,dass von deutscher Seite bereits 1940 Friedensverhandlungen mit England gefűhrt wurden. Diese jedoch von engl.Seite gezielt sabotiert . Das Ziel war den Krieg so lange auszudehnen, bis die Alliierten mit ins Spiel kommen, um Deutschland zu zerschlagen. Ich mőchte dadurch nicht die Naziverbrechen relativieren. Opfer gab es auf allen Seiten und derer sollte gedacht werden. Nicht nur das deutsche Volk hat ein dunkles Kapitel. Es wird Zeit, dass sich bewusst gemacht wird, welche Opfer z.B. der Kommunismus oder der Islamismus zu verantworten haben. An dieser Stelle mőchte ich ein Video empfehlen, welches die Verbrechen der kommunistischen Diktatur beschreibt. http://www.youtube.com/watch?v=ICn3ME5JJEI

  12. @ Chr. v.Mengersen

    Selbstverständlich erwarte ich nicht , dass Sie “24/7 zur Verfügung stehen”, aber Ihre erste Stellungnahme vom 25.02. (13:38 Uhr) war doch arg dünn und setzte sich mit meiner Kritik nur marginal auseinander.

    Sie schreiben:

    “Ab Anfang 45 handelte es sich nur noch um einen reinen Verteidigungskrieg, der zumindest aus Sicht der einfachen Soldaten zum Schutz ihrer Familien in der Heimat aufrechterhalten wurde.”

    Dies ist in mehrerlei Hinsicht nicht zutreffend.

    Zu Beginn des Jahres 1945 standen folgende eroberte Gebiete unter deutscher Besatzungsherrschaft:

    - in Frankreich die Kanalinseln und die Städte Lorient, Saint-Nazaire, La Rochelle (bis 08.05.1945)
    - Teile Belgiens (Roermond, Sittard, Venlo – bis 01.03.1945)
    - Teile der Niederlande (“Festung Holland”: Leiden, Den Haag, Rotterdam, Dordrecht, Utrecht)
    (bis 05.05.1945)
    - das gesamte Österreich (bis April 1945)
    - das gesamte Königreich Dänemark (bis Kriegsende)
    - das gesamte Königreich Norwegen (Südnorwegen bis Kriegsende)
    - Tschechien (“Protektorat Böhmen und Mähren) (bis Kriegsende)
    - Teile Lettlands (“Kurland”) (bis Kriegsende)
    - Ober-Italien (bis 02.05.1945)

    Schon die bloßen Fakten widerlegen also Ihre Aussage, das Deutsche Reich habe ab Anfang 1945 einen reinen Verteidigungskrieg geführt.

    Ihre Ausführungen implizieren überdies, die Alliierten hätten sich nur bis zum Erreichen der Grenzen vor Kriegsbeginn verteidigt. Mit Überschreiten dieser Grenzen ist es aus Ihrer Sicht danach zu einem Rollentausch gekommen, und aus Verteidigern wurden Angreifer (und umgekehrt). Auch dies kann so nicht stehenbleiben.

    1. Im Rahmen ihrer Verteidigung hatten die Alliierten das Recht, bis zur endgültigen Niederlage des Angreifers weiter zu kämpfen. Im 1. Weltkrieg wurde Deutschland nicht erobert. Dies hatte zur Folge, dass nach einer Phase der Erholung und Wieder-Aufrüstung ein erneuter Angriffskrieg begonnen wurde. Die Alliierten hatten ein berechtigtes Interesse, das NS-System vollständig und dauerhaft zu zerschlagen sowie die NS-Führungsschicht zu entmachten. Dies ging nur durch eine vollständige Besetzung Deutschlands.

    2. Aus der Sicht der Alliiierten war die Besetzung des Deutschen Reichs auch deshalb geboten, um Reparationsleistungen sicherzustellen.

    3. Im deutschen Reichsgebiet gab es 1945 Millionen von verschleppten Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen, die auf ihre Befreiung warteten.

    4. Ich wiederhole es noch einmal: Nur solange die von der Wehrmacht gehaltenen Fronten standen, konnte die Vernichtungsmaschinerie in den KZ’s weiterlaufen. Hier die Daten der Befreiung der einzelnen KZ’s:

    - Auschwitz: 27.01.1945
    - Ahlem: 10.04.1945
    - Buchenwald: 11.04.1945
    - Mittelbau Dora: 11.04.1945
    - Bergen-Belsen: 15.04.1945
    - Sachsenhausen: 17.04.1945
    - Flossenbürg: 23.04.1945
    - Kaufering7Landsberg: 27.04.1945
    - Dachau: 29.04.1945
    - Ravensbrück: 30.04.1945
    - Neuengamme 02.05.1945 (sämtliche Häftlinge bis auf einen wurden ermordet)
    - Mauthausen: 05.05.1945
    - Ebensee 06.05.1945
    - Theresienstadt: 08.05.1945
    - Stutthof: 09.05.1945 (!)

    Allein schon die Befreiung der KZ’s rechtfertigte das Vordringen alliierter Truppen auf reichsdeutsches Gebiet. Vielleicht, Herr v. Mengersen, sehen Sie sich einmal historische Filmaufnahmen an, welche Zustände in den KZ’s zum Zeitpunkt ihrer Befreiung herrschten. Gegen die Befreiung der KZ’s gab es keine legitime “Verteidigung” durch die Wehrmacht.

    Wenn man dies ausspricht, handelt es sich nicht um “eine Stigmatisierung eines positiven Patriotismus”. Dieser kann sich nicht aus der “Verteidigung” des NS-Staates durch die Wehrmacht gegen die Alliierten speisen.

    Da gibt es andere Anlässe: Martin Luther, Lessing, Kant, Goethe, Schiller, Hegel, Humboldt, die deutschen Dichter und Erfinder, das Hambacher Fest 1830, die März-Revolution von 1848, die demokratische Umwälzung in der DDR von 1989 – um nur einige Beispiele zu nennen. Die genannten Personen und Ereignisse sind Anknüpfungspunkte für einen positiven Patriotismus.
    Aber nicht die Wehrmacht von 1945.

    Nehmen Sie sich für eine Antwort ruhig Zeit. Aber wenn Sie antworten, dann bitte fundiert.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Carsten Neumann

    P.S.:

    Die Kritik an Ihren Ausführungen dient allein der Sache und ist nicht persönlich gemeint. Insbesondere werfe ich Ihnen nicht “NS-Verherrlichung” vor und es liegt mir auch fern, Ihre Person zu diffamieren.

  13. Und hier noch ein Beitrag der auf NTV ausgestrahlt wurde http://m.youtube.com/index?desktop_uri=%2F&gl=DE#/watch?v=PSb1-BqBrsE.

  14. @Carsten Neumann:

    Der Ausgangspunkt der Debatte ist die Verteidigung von Königsberg gegen die vorrückende rote Armee, die die deutsche Zivilbevölkerung gnadenlos unter den Stiefel trat. Sie zitieren es ja selbst noch einmal.

    Aber von dem legitimen Ziel des Schutzes der deutschen Zivilbevölkerung reden Sie dann im folgenden kein Wort. Warum nicht? Sie wissen genauso gut wie jeder andere, dass genau DAS die Motivation der Soldaten war, um deren Ehrung es ging. Und nichts anderes.

    Selbst Mitterand hat an seinem Lebensende versöhnliche Worte über die Wehrmachtssoldaten gefunden, die tapfer gekämpft hätten, wenn auch für die falsche Sache, warum sind Sie nicht zu dieser humanistischen Grundeinsicht fähig, dass auch das Leiden und Mühen von Wehrmachtssoldaten im Einzelfall ehrfähig sein kann, z.B. in diesem Fall?

    Und wenn wir schon beim Paragraphen-Reiten sind: Die Sowjetunion hatte (soviel ich weiß) die Genfer Konvention etc. aufgekündigt. Mit anderen Worten: Rein formal hat Hitlerdeutschland in der Sowjetunion kein einziges völkerrechtswidriges Verbrechen verübt – weil dort kein Völkerrecht galt. Daran können Sie sehen, zu was für idiotischen Schlüssen man kommt, wenn man sich allzu fest an seine Paragraphen klammert.

  15. @ Lesegel

    ” Es ist jedochan der Zeit, dass den heute lebenden Deutschen nicht mehr mit dieser ewigen Schuldzuweisung der Wille zum Erhalt der eigenen Kultur genommen wird. Gern gerät in Vergessenheit,dass von deutscher Seite bereits 1940 Friedensverhandlungen mit England gefűhrt wurden. Diese jedoch von engl.Seite gezielt sabotiert ”

    Jemandem, der fest auf dem Boden von Demokratie, Aufklärung und Humanismus steht und demzufolge die Verbrechen des Nationalsozialismus verurteilt, dem kann durch Inkriminierung der in seinem Namen begangenen Verbrechen gar nicht “der Wille zum Erhalt der eigenen Kultur genommen” werden. Warum auch? Er ist ja nicht Adressat dieser “Schuldzuweisungen”. (Wobei den Nazis Schuld ja nicht lediglich “zugewiesen” wird – sie haben tatsächlich Schuld auf sich geladen.)

    In den Jahren von 1933 – 1939 haben Briten und Franzosen mit Hitler verhandelt und ihm gegenüber immer wieder nachgegeben. Man nannte das “Appeasement”. Diese Politik scheiterte völlig. Jedes Zugeständnis wurde von Hitler mit neuen Provokationen beantwortet:

    - die Besetzung des entmilitarisierten Rheinlandes
    - die völkerrechtswidrgie Besetzung und Annektion Österreichs
    - die Besetzung des Sudetenlandes
    - die Besetzung der sog. “Resttschechei” (unter Bruch des “Münchner Abkommens”)

    Erst nach dem deutschen Überfall auf Polen, dem Groß-Britannien zuvor eine Garantie-Erklärung abgegeben hatte, erklärten GB und Frankreich Deutschland dem Krieg. Aus der Erkenntnis heraus, dass Hitler den kirieg wollte, er sich an Vereinbarungen nicht hielt und Verhandlungen mit ihm zwecklos waren.

    Wenn Hitler Frieden wollte, warum hat er dann 1941 die Sowjet-Union überfallen und den Luftkrieg gegen Groß-Britannien begonnen?

    Nein – GB hatte erkannt, dass es mit Hitler keine Verhandlungen geben konnte.

    @ Cicero

    “Rein formal hat Hitlerdeutschland in der Sowjetunion kein einziges völkerrechtswidriges Verbrechen verübt – weil dort kein Völkerrecht galt.”

    Ja – das war auch die Ansicht Hitlers und der Nationalsozialisten: nämlich dass “Slawen” (i.e. Russen und Polen) und Juden rechtlos waren. Deswegen wurden sie in Babi Jar niedergemetzelt oder in “Konzentrationslager” verfrachtet, in denen sie industriell ermordet wurden.

    Cicero: Ich stehe auf der Seite der Zivilisation.

    Auf welcher Seite stehen Sie?

  16. @Carsten Neumann:

    Also wenn Sie systematisch nicht in der Lage sind, die Beiträge anderer korrekt zu lesen, dann sind Sie als Diskussionspartner nicht geeignet. Habe ich nicht hinreichend deutlich zum Ausdruck gebracht, auf welcher Seite ich stehe? Hat von Mengersen nicht hinreichend deutlich zum Ausdruck gebracht, über welchen Aspekt er spricht? Und was wir insbesondere nicht meinen?

    Sie aber wollen all das nicht sehen, sondern schreiben hier ellenlange Beiträge, in denen Sie anderen Leuten Dinge vorwerfen, die sie niemals zum Ausdruck gebracht haben. Sie sehen Nazis und Landser-Apologeten der übelsten Sorte, wo gar keine sind.

    Ich bezweifle deshalb, dass Sie auf Seiten der Zivilisation stehen, denn dazu gehören Fähigkeiten wie Lesen und Denken unabdingbar dazu. Und die Unfähigkeit, sich in die beklagenswerte Lage der deutschen Soldaten in Königsberg 1945 zu versetzen, zeugt nicht gerade von einer humanistischen und aufgeklärten Haltung.

    Sie sind ein Nachplapperer von Parolen, weiter nichts.

  17. Der Nationalsozialismus, als totalitäre linke sozialistische Ideologie, ist ein Paradebeispiel, wie fliesend die Grenze solcher Ideologien zum Rassismus, Terror und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie der Holocaust im Dritten Reich, ist. Die kommunistischen Diktaturen haben dies eindrucksvoll bewiesen.
    Sowjetunion als Befreier Europas und die Welt vom Nationalsozialismus und Faschismus darzustellen, ist jedoch eine geschichtliche Verfälschung. Hierzu folgende historischen Fakten:

    - 1939 ist der Reichskanzler Adolf Hitler entschlossen, die offene Danzig-Frage, das Problem der Verkehrsanbindung Ostpreußen an das Reich und den Minderheitsschutz für die Deutschen in Polen noch vor dem Winter auf dem Verhandlungswege oder – wenn das nicht möglich ist – militärisch zu lösen. Die Verhandlungen scheitern.

    - am 23. August 1939 wurde der sogenannte Hitler-Stalin-Pakt unterzeichnet. Er enthielt neben dem offiziellen Vertragstext ein geheimes Zusatzprotokoll, das dem Vertrag seine zusätzliche Brisanz verlieh. Dieses Zusatzprotokoll regelte die Aufteilung Polens zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion in einem nun beschlossenen Krieg. Auch die baltischen Staaten, Bessarabien und Finnland wurden den jeweiligen Interessensphären der Vertragspartner zugeteilt.

    - am 1. September 1939 greift das Dritte Reich Polen an.

    - am 3. September 1939 erklären Frankreich und England Deutschland den Krieg. Beginn des 2. Weltkrieges.

    - am 17. September 1939 fällt die Rote Armee in Polen ein, im Rücken der bereits gegen die deutsche Wehrmacht kämpfenden polnischen Truppen.

    - am 1. Oktober 1939 kapitulierte Polen.

    - Im deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt von 1939 wurden Lettland und Estland als sowjetische Interessensphäre bezeichnet. Ihr wurde im deutsch-sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 auch Litauen zugeschlagen, wofür die Sowjetunion eine Vergrößerung des deutschen Besatzungsgebiets in Polen zugestand. Abgesichert durch rasch abgeschlossene Beistandsverträge marschierte die Rote Armee im Herbst 1939 in Stützpunkte in Litauen, Estland und Lettland ein.
    Zehn Monate Vormarsch der Roten Armee, von September 1939 bis Juli 1940:
    . Litauen, Einmarsch 15. Juni 1940, Zwangseingliederung in die Sowjetunion am 3. August 1940
    . Lettland, Einmarsch 17. Juni 1940, Zwangseingliederung in die Sowjetunion am 5. August 1940
    . Estland, Einmarsch 17. Juni 1940, anschließend Zwangseingliederung in die Sowjetunion am
    6. August 1940

    - am 30. November 1939 überfiel Sowjetunion Finnland.

    - am 12. März 1940 wird Finnland zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages gezwungen, wonach sich Sowjetrussland 40000 Quadratkilometer finnisches Territorium einverleibt.

    - zwischen dem 3. April und 19. Mai 1940 ermordeten Angehörige des Innenministeriums der UdSSR (NKWD) etwa 4400 polnische Offiziere in einem Wald bei dem Dorf Katyn unweit von Smolensk im heutigen Russland. Dieses Massaker gehört zu einer von Josef Stalin und dem Politbüro der KPdSU befohlenen Serie von Massenmorden an 24.000 bis 25.000 Offizieren, Reserveoffizieren, Polizisten und anderen Staatsbürgern Polens, darunter vielen Intellektuellen, an mindestens fünf Orten der RSFSR, der Ukraine und Weißrusslands.
    Am 13. April 1990, nach der Veröffentlichung neuer Archivdokumente, bestätigte der Sowjetische Präsident Michail Gorbatschow, dass die Massenmorde bei Katyn seitens der Sowjetunion verübt wurden und sprach dem polnischen Volk sein Mitgefühl aus.

    - am 28. Juni 1940 besetzte die sowjetische Rote Armee das Territorium Bessarabiens. Rumänien bekam zuvor ein 48-stündiges Ultimatum zur Abtretung gestellt, dem es kampflos nachkam. Wie im geheimen Zusatzprotokoll des Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakts von 1939 verabredet, duldete das Deutsche Reich die Besetzung.

    - am 12. November 1940 trafen sich in Deutschland die Außenminister Molotov und von Ribbentrop zwecks Abstimmung über die Bedingungen für einen Beitritt der Sowjetunion zum Dreierpakt. Sowjetunion stellte folgende Bedingungen:
    a) die deutsche Wehrmacht zieht sich aus Finnland zurück .
    b) Abschluss eines Abkommens für gegenseitige Hilfe zwischen Sowjetunion und Königreich Bulgarien.
    c) Errichtung sowjetischer Militärbasen auf die Dardanellen.
    d) Verzicht Japans von den Bergbau- und Erdölkonzessionen auf Nord-Sachalin.
    Das Treffen endet erfolglos. Die Verhandlungen sind abgebrochen.

    - am 22. Juni 1941 greift das Deutsche Reich die Sowjetunion an.

    Für die Sowjets beginnt der Kampf um die Existenz des Sowjetstaates und auf keinen Fall ein Kampf um die Befreiung Europas vom Faschismus. Wo war denn die große Sowjetunion zwischen dem 1. September 1939 und dem 22. Juni 1941? An der Seite vom Dritten Reich und hat tüchtig mitgemacht. Erst besetzten sie gemeinsam mit dem Vertragspartner, das Dritte Reich, Polen, und danach haben sie es vom Hitler befreit (!). Und Herr Putin besitzt die Arroganz jedes Jahr nach Polen zu reisen um die Befreiung Polens vom Faschismus zu feiern.
    Nach dem Ende des 2. Weltkrieges brachten die russischen Bolschewiken den Völkern Osteuropas Gewalt, Terror und Elend – den roten Faschismus.

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